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1

Montag, 5. Dezember 2016, 23:11

Baubericht EW-300-1:9

Hallo Zusammen,

Vorbildgerechte und Maßstabsgetreue Weichen sind teuer oder werden gar nicht erst angeboten, da bleibt dann der Selbstbau als interessante Abwechslung.
Ich möchte in einer kleinen Folge einmal den Weichenselbstbau anregen.

Die Methoden sollen dabei für jeden anwendbar sein.
Heute geht es um den Bau der Weichenzungen

Als ersten Schritt gilt es das Handelsübliche Schienenprofil entlang des Schienenfußes aufzuschneiden. Ob von Hand oder mit der Tischkreissäge, empfehlenswert ist ein Neues Sägeblatt zu verwenden. Für optimale Ergebnisse sollte man ausreichend Zeit einplanen und Geduldig zu bleiben.
Dabei sollte die benötigte Länge mit einer Zugabe von 2-3cm bemessen werden, diese wird später zum fixieren benötigt.

Beim Sägen beachten
  1. Den Vorschub mit gleichmäßigen Druck ausüben
  2. Auf verkannten achten bzw. dieses vermeiden
Für das Sägen von Hand das Werkstück am besten in einen kleinen Tischschraubstock einspannen, so lässt sich das Schienenprofil bequem nachschieben

Ist dieser Schritt erfolgreich abgeschlossen gilt es die Zunge zu richten.
Je genauer, desto weniger Verzug entsteht beim anschließenden löten. Die Endposition beim Löten sollte das Ziel sein.

Vor dem Löten
  • den Zungenfuß abknicken (Masse für EW-300-1:9)
    Gebogene Zunge im Pkt C = 117,25mm um 2,13mm
    Gerade Zunge im Pkt C = 116,7mm um 2,14mm
  • Entfetten
  • Flussmittel an der Stegunterseite einpinseln
  • Werkstück am besten auf einer nicht wärmeleitenden Unterlage rutschfest fixieren
  • Die Zungenspitze wird dabei außermittig fixiert

Das Löten (mit Weichlot)
Am besten im Freien, in der Sonne!
  • Werkstück mit der Flamme gleichmäßig erhitzen, dabei auf Farbverlauf achten. Kräftige Sonne unterstützt diesen Vorgang enorm.
  • Gelötet wird von der Zungenspitze hin zur Wurzel, dabei auf die gerade Ausrichtung des Schienenkopfes achten.
    Das Lötzinn an der Zungenrückseite zuführen.
  • Bei richtig erhitztem Werkstück gelingt das Löten problemlos und ermöglicht ausreichend Zeit zum richten.
Vor dem weiteren Bearbeiten das Werkstück von Flussmittelrückständen und überschüssigen Lötzinn reinigen.
Das Ergebniss sieht dann etwa so aus, wie unten auf den Bildern zu sehen.

Werkzeugliste:
Kombizange
Spitzzange
Gasbrenner und Zubehör zum Löten, fixieren
hitzeabweisende Unterlage

Wird fortgesetzt

Viel Spaß beim bauen
Peter
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  • Zungenspitze Bearbeitung Bild2.jpg
  • Zunge Bearbeitung Bild1.jpg
  • Zunge Bearbeitung Bild2_small.jpg

  • »Jörg Donnerstag« ist ein verifizierter Benutzer

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Wohnort: Oberhausen

Beruf: Dipl.-Ing Nachrichtentechnik

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2

Dienstag, 6. Dezember 2016, 06:41

Hallo Peter,

hast Du einen Schwellenlageplan für diese Weiche?
Bin auf die Fortsetzung gespannt.

MfG

Jörg.
Es grüßt der Kohlenpott.

3

Dienstag, 6. Dezember 2016, 08:10

Profil

Tja, bei Hübner gab es dieses Profil als Meterware. Verbaut in allen meinen Selbstbau- Weichen ...

Gruß Gerd

4

Mittwoch, 7. Dezember 2016, 20:32

Weichenselbstbau

Wow!
Endlich mal jemand der nicht jammert, sondern handelt!
Und dann noch mit dem kompliziertesten Bauteil angefangen, was eine Weiche zu bieten hat... den Zungen. Das jetzige Ergebnis lässt mich sehr neugierig auf die weiteren Schritte warten.
Peter, wenn es Deine Zeit erlaubt, gib doch bitte noch ein paar Hinweise, welches Profil ( ich nehme an 5,1mm NS) Du verwendet hast.
Auch der Prozess des Sägens wäre super hilfreich. Insbesondere die Sägeblattstärke ist ja nicht ganz unwichtig um hinterher die richtige Zungenprofilhöhe zu erreichen. Ich habe den gleichen Ansatz, jedoch wäre ich mit der Laubsäge drangegangen, was dann natürlich eine Nacharbeit der Schnittflächen erfordern würde.
Ach ja, auch eine Aufnahme von der Zungenwurzel wäre schön. Wie hast Du den Übergang von Zungenprofil auf Schienenprofil gelöst?
Ich bin gespannt auf den weiteren Fortgang.
Ich wünsche Dir viel Ausdauer bei dem Projekt!
Heimatdirektion
BD Wuppertal


5

Freitag, 9. Dezember 2016, 16:39

Baubericht EW-300-1:9 fortgesetzt

Hallo Weichenbauer,

Vielen Dank für das Feedback und die Fragen, die ich gerne beantworte

@Stur1
Wer das Zungenprofil hat, darf lächelnd diesen Schritt überspringen oder die anderen Mitstreiter anfeuern. :P

Schwellenlageplan
Aus der Kopie eines Originalplanes habe ich mir eine einfache Exceltabelle (siehe Bild) erstellt aus der ich alle notwendigen Maße berechne, das geht schneller und ist einfacher umzusetzen als eine Bilddatei zu erstellen, wie es in kleineren Maßstab notwendig ist.
Als Bezugsquelle kann ich Roman Rachvoll ( www.gleismodellbauer.de/ ) empfehlen, die Pläne haben alle notwendigen Angaben.

Gleisprofil
Verwendet habe ich das Gleis von Hegob, beim Aufschneiden geht ca 1,5mm durch das Trennen verloren, das wird benötigt um mit den verwendeten Kleineisen auf die Notwendig höhe zu kommen.
Beim Vorbild ist die Höhe Zungenprofil 115mm (148mm) entsprechend 4,08mm (5,25mm ) im Verhältnis bei Hegob. Dazu läuft die Spitze auf 101mm aus, entsprechend 3,58mm. Alle 1:32 Maße rechnerisch.

Sägen
Ich komme in der Umsetzung auf 4,6mm Höhe an der Wurzel nach dem Löten. Ein kleiner Spalt für das Löten ist notwendig.
Eine Laubsäge habe ich nicht verwendet, sollte aber keinen Unterschied machen. Beim Sägen ist der Geraden Schnitt Wichtig und weniger die absolute Breite. Das Sägeblatt (neuwertiges Blatt verwenden) kann dabei ruhig am Fuß anliegen, Fehler kann man später leicht kaschieren.
Wer hier Muffensausen hat, einfach am Altbrauchbaren Profil probieren, üben macht hier den Meister.

Wer das geschafft hat, sollte sich dann erst mal entspannen.
Nach dem erfolgreichen Löten steht die Bearbeitung der Zunge an. Im Bild vorab wie das Profil für das Bearbeiten vorbereitet wird

@fdlklh
Ein detailphoto der Wurzel siehe unten. Für den Übergang das Profil kopfüber auf festen Untergrund auflegen, eine Massiges Gewicht (Eisen oder ähnlich) auflegen und dann mit EINEM Schlag durch den Hammer den Knick erzeugen. Vorher richtig anzeichnen, eine korrektur ist nicht möglich.


Wird fortgesetzt
Viel Spaß beim bauen
Peter
»pvoehrin« hat folgende Bilder angehängt:
  • Schwellenlage Excel.jpg
  • Zunge Wurzel Detail Bild1.jpg
  • Zungenspitze Bearbeitung Bild1.jpg

6

Freitag, 9. Dezember 2016, 18:25

Hallo Peter, vielen Dank für Deine Antworten, aus drücklich auch für beide ;-)
Martin
Heimatdirektion
BD Wuppertal


7

Samstag, 10. Dezember 2016, 10:17

Hallo Peter,
das ist ein super Bericht zumindest auch für mich. Anfänglich kam ich nicht ganz klar mit dem Auftrennen.
Ich habe schon Weichen gebaut aber in Spur 1 für die Gartenbahn (Edelstahl Code 250). Da ist alles nicht ganz so genau. Trotzdem bin ich überrascht und begeistert von Deiner Technik. Ich werde sicher einiges, wenn nicht sogar alles von Dir übernehmen! natürlich muss ich hart löten- was etwas aufwendiger ist. Bitte berichte weiter. Ganz toll! und vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Sieghard

8

Freitag, 16. Dezember 2016, 00:14

Hallo Weichenbauer,

Vielen Dank für die Anerkennung. Wer die Technik verwendet, kann die Ergebnisse gerne zeigen :D
Heute geht es um die Bearbeitung der Zungen. Wir beginnen mit der abzweigenden Variante.

Bevor wir damit anfangen können, müssen die notwendigen Bezugspkte ermittelt werden. Aus der Reichsbahn Vorlage zur Bearbeitung der Zungen und Backenschiene entnehmen wir die für die Bearbeitung benötigten Pkte a, b und c, die Bogenpkte von b bis c kann man errechnen.
Zusätzlich berücksichtigen wir die Kopfbreite der Modellschiene, hier 2,6mm, zum Vorbild 67mm.

Die x-Werte mit einem Edding anzeichnen. Die y-Werte mit der Schiebelehre anreißen und mit Stift nachziehen. Gemessen wird von der Fahrkantenseite.
Um die Biegung zu erreichen müssen die Pkte a, b und c für die Bearbeitung in einer Geraden liegen.
Hat man alles richtig gemacht, ist das Profil (Schwarz) leicht gebogen, siehe Skizze.

Profil befestigen
Als Untergrund dient ein Stück Holz mit 4-5cm breite ist ausreichend. Für die Befestigung empfehlen sich Flacheisen (ca. 50x15mm) aus dem Baumarkt die mit Bohrungen versehen sind, zusätzlich Schrauben mit flachen Kopf verwenden.
Wie auf dem Bild zu sehen, habe ich zwei Schrauben um das Profil leicht zu fixieren, anchließend bringt man die Flacheisen an und arbeitet sich so über die Pkte c und b in Richtung Endpkt a. Beim anschrauben weicht das Profil durch die Schräge am Fuß, sodaß man gute Ergebnisse erzielen kann. Auf der Gegenseite dient dann eine weitere Schraube als Anschlag. Evtl. muss man etwas probieren, zur Kontrolle dient ein Stahllineal oder gerades Stück Karton. Auch hier gilt, genaues Arbeiten verbessert das Ergebnis.

Vor dem Anschrauben noch doppelseitiges Klebeband anbringen, danach kann es losgehen.

Wer eine Fräse hat, auf die Längsausrichtung achten.
Beim Bearbeiten von Hand kann man mit der Kleinbohrmaschine oder groben Feile Material abnehmen.
Die Feinarbeit erfolgt dann jeweils mit kleiner Feile oder ein passendes Stück Holz beklebt mit feinem Schleifpapier durch ein doppelseitiges Klebeband.

Bei gleichmäßiger Führung des Werkzeuges entlang der Blauen Gerade, den Winkel immer im Auge behalten. Die Steigung der Fahrkantenseite beträgt 1:4, die der Backenschienenseite 1:3 kommt später. Zur Kontrolle dient ein entsprechend ausgeschnittenes Stück Karton.
Wichtig ist auch die y-Werte im Auge zu behalten, kontrollieren mit einer Schiebelehre.

Es versteht sich von selbst das dieser Vorgang seine Zeit beansprucht, mein Zeitaufwand war ca. 1 Woche. Der Lohn ist dann ein vorbildgerechtes Ergebnis, Bilder siehe unten.
Wie man gut sehen kann war diese Lötung nicht optimal, das war zwar gut gemeint ist aber überflüssig und muss entfernt werden.

Quellen
Reichsbahn Vorlage (www.zander-heba.de/)

Wird fortgesetzt
Beim nächsten mal geht es um die Anschlagsseite

Viel Spaß beim bauen
Peter
»pvoehrin« hat folgende Bilder angehängt:
  • Tab errechnete Grössen.jpg
  • Skizze Zunge Biegung.jpg
  • Befestigung Bild1.jpg
  • Werkzeug Bild1.jpg
  • Zunge Fahrkante Bild2.jpg

9

Samstag, 17. Dezember 2016, 20:16

Hallo Peter,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Obwohl es mir im Moment schlecht passt habe ich mal ein Teil gemacht.
Dabei habe ich aber zum Teil auch andere Techniken benutzt. Den Schienenfuß habe ich mit einem Winkelschleifer aufgetrennt. Muss man aber sehr aufpassen, man erwischt auch gern mal was, was nicht dafür vorgesehen war.
Das grobe Verputzen ist ebenfalls mit dem Winkelschleifer gemacht worden. Da die Weichen für die Spur 1 Gartenbahn verwendet werden sollen und aus Edelstahl(Code 250) sind, musste ich "Hart Löten". Ich hatte am Montag bei Lötechnik einen neuen Brenner bestellt, aber noch nicht erhalten(Krankheit beim Lieferanten). Trotzdem habe ich so einiger Masen hinbekommen. Die Länge, die Biegung und den exakten Schliff muss ich später beim Einpassen machen!
Sieghard
»Sieghard« hat folgendes Bild angehängt:
  • CIMG0078.JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sieghard« (17. Dezember 2016, 20:22)


10

Sonntag, 18. Dezember 2016, 19:59

Zungen feilen

Zum Befeilen des Zungenprofils eignet sich besonders gut eine (gröbere) Flachfeile, welche normalerweise an einer Schmalseite glatt ist, so dass man diese Seite beim Feilen auflegen kann, ohne dass an der Auflagestelle Material abgenommen wird. Das Glätten geschieht dann mit einer feinen Flachfeile oder feinem Schleifpapier (um eine Holzleiste gewickelt). Auf dem Foto sieht man das Ergebnis dieser Feiltechnik - und eine preiswerte Stelleinrichtung für den Schattenbahnhof mit der Möglichkeit der Herzstückpolarisation.

Gruß

Gerd
»Stur1« hat folgendes Bild angehängt:
  • Stellhebel 5.JPG

11

Donnerstag, 22. Dezember 2016, 23:51

Baubericht EW-300-1:9 - Bearbeitung der Zungen Fahrkantenseite

Hallo Weichenbauer,

vielen Dank für das Feedback und die Zahlreichen klicks

@Sieghard
Respekt das ist ja schnell umgesetzt, es macht wohl keinen unterschied welche Lötmethode man anwendet. Ich bin gespannt auf das Endergebnis.

@Stur1
Das ist ein Guter Hinweis, damit wird der Winkel gleichmäßig über die länge eingehalten.
Auch eine einfache aber effektive Art eines Umstellers. ^^


Ich will euch aber auch das Ergebnis vom Abschrägen der Fahrkantenseite zeigen. Bis zur fertigen Zunge sind es aber noch ein paar Schritte.
Als erstes müssen die entsprechenden Bohrungen gesetzt werden. Bei den Verbindungslaschen gibt es verschiedene Bauformen auf die ich beim nächsten mal eingehen möchte.


den nächsten Bericht gibt es nach den Feiertagen.
Ich wünsche allen Frohe Festtage und das die Wünsche erfüllt werden.

Gruß
Peter
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  • Zunge Fahrkante Bild4.jpg
  • Zunge Fahrkante Bild5.jpg

12

Donnerstag, 19. Januar 2017, 16:22

So nun habe ich doch noch 2 Weichenzungen geschafft. Das Problem lag beim Hartlöten. Und beim Entfernen der Flussmittelrückstände. Hab es leidlich im Griff. Über einen Tipp für die Entfernung von Hartlotflussmittelrückständen würde ich mich sehr freuen. Ist kein Vergleich zum Weichlöten.
Ich bin neugierig ob es noch weitere Berichte gibt?
Es werden wohl immer weniger "Bauer"?
Mit freundlichen Grüßen Sieghard

  • »mf pur« ist ein verifizierter Benutzer

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13

Donnerstag, 19. Januar 2017, 17:52

Hallo Sieghard,

zum Entfernen des Flussmittels würde ich den Hersteller fragen.
Es gibt nämlich sehr verschiedene Mittelchen.
( Wasserlösliche und wasserunlösliche )


Gruß
Michael

14

Donnerstag, 19. Januar 2017, 18:24

Hallo Michael,
danke für den Tipp.
Sieghard

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Sonntag, 21. Mai 2017, 13:05

Baubericht EW-300-1:9 - Zungenlaschen

Hallo Weichenbauer,

seit dem letzten Bericht ist einige Zeit vergangen, aber es war mir nicht möglich meinem Ursprünglichem Plan zu folgen.

Heute will ich nun von der Umsetzung der Zungenlaschen berichten.
Bei meiner Recherche habe ich eine vielzahl unterschiedlicher Längen der Laschen vorgefunden. Der Abstand der Löcher sind beim Vorbild immer 165mm, dabei gibt es kein einheitlichen Abstand zum Laschenende. Da aber das NEM Schienenprofil nicht dem S49 entspricht, muss man abstriche im Endergebnis machen.

Nach verschiedenen Versuchen habe ich mich für folgende Umsetzung entschieden, was mit einfachen Werkzeugen gelingt.

Als Ausgangsmaterial dient ein Messing 2,5 x 2,5 mm U-Profil.
Zunächst werden die Seiten auf 1mm Höhe reduziert, entweder mit eine Fräser oder Schleifscheibe.
Man kann aber auch die Laubsäge verwenden und anschliessend mit Feile und Schmirgelpapier anpassen.

Für die Notwendige Dicke dann ein 0,4 mm Blechstreifen einlöten, dabei den Blechstreifen grösszügig in der Länge dimensionieren, das erleichtert das Bearbeiten wie in den Bildern zu sehen.
Die Stege anschließend mit einer Schräge versehen, die mit dem Schienenkopf bündig abschliesst. Für die Länge der Laschen kann man im Modell varieren, das wirkt sehr gut.

Zur Befestigung habe ich Schrauben mit M0,6 und Schlüsselweite 1 verwendet.
Das Ergebnis im Vergleich zum Vorbild siehe Bilder.


den nächsten Bericht gibt es mit Bildern der Zunge und Kleineisen

Gruß

Peter
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  • Zungen Lasche Bearbeitung.jpg
  • Zungen Laschen Modell.jpg
  • Zungen Lasche Vorbild.jpg
  • Zungen Lasche Modell Detail1.jpg
  • Zungen Lasche Modell Detail2.jpg

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16

Montag, 22. Mai 2017, 10:16

Hallo Herr Vöhringer,

großes Lob auch von mir.

Ich bin gespannt, inwieweit die wiedererstehende Hosenträger Rail auch Material für die Selbstbauer anbietet.
Unsere 1pur-Gleisbauklicke wird vermutlich noch Laschen- und Weichenschrauben in Stahl herausbringen
mit vorbildgetreuen Gewinden.


Viele Grüße
Michael Foisner

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