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1

Montag, 5. Dezember 2016, 15:09

Hausmesse KM1, Weichen

Hallo,
ein paar Zitate aus dem Trööt "Hausmesse KM1" bezüglich der Weichen:
"Der Sachstand der Weichenfertigung wurde von KM1 in der Fragestunde ausführlich diskutiert. Für die Herzstücke wurden verschiedene Herstellungsverfahren bei diversen Herstellern gestestet, eine abschließende Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen worden. Insofern wird das wohl noch etwas dauern."
"Da eine Finescaleweiche mit Nem Fahrzeugen nicht zu befahren ist und eine Nem Weiche bei Fineschale auch einigen Schwierigkeiten bildet,braucht man zwei Bauarten. Die Firma KM1 aber Nem Und Finesale Fahrzeuge herstellt, müsste sie zwei Arten von Weichen abbieten, eine Universallösung gibt es nicht,da kann man noch Jahre Testen".
Ich bin nicht ganz im Bilde. Welche Weichen sind denn gemeint? Was ist mit den Weichen, die bereits verkauft wurden? Und was ist das Ziel der Entwicklung?
Viele Grüße, Jörn.
^
"Railway Modeling is a social hobby" (Fremo)

2

Montag, 5. Dezember 2016, 15:29

Bitte um Info.

Hallo zusammen,

leider bin ich nur Sammler und Heimfahrer. Alle meine Loks und Wagen habe ich aus diesem und aus dem Grund der Ästhetik in FS. Ich habe mich ebenfalls noch nie mit dem Thema Weichen in FS und NEM befasst da ich für zuhause nur eine Ausführung brauche. Lesen kann ich, mag es aber nicht so besonders. Wenn mir jemand mit kurzen knappen Worten und vielleicht anhand einer Zeichnung zeigen könnte wo das Problem liegt könnte ich meinen Gedanken EINER Weichenbauart für FS, Pur oder NEM möglicherweise weiterspinnen. MfG Michael
Mut zur lebensbejahenden Farbe.

RAL 7011 oder 7021

Gruß vom Michael

3

Montag, 5. Dezember 2016, 16:05

Hallo,
ich denke an anderer Stelle ist das schon beschrieben worden,ohne jetzt selbst nach gesehen zu haben.
Das "Problem" ist das Radsatz-Innenmass, also der Abstand innen der beiden Räder. Je schmaler und somit vorbildgerechter die Räder werden, desto größer wird der Abstand zwischen den beiden Rädern innen. Da die Räder schmaler sind, muss das Herzstück auch enger sein, damit das Rad nicht ins Herzstück fällt, beim überfahren. Außerdem muss der Radlenker enger am Gleis liegen, um den Radsatz entsprechend zu führen. - Für Hübner Weichen gab es ein Innenstück, einen "Schuh", für das Herzstück damit der Radsatz nicht so stark hineinfällt, das wird zum Teil beim fremo:32 praktiziert. Hosenträger-Gleis hat verschiedene Varianten für die Weichen/Radsätze angeboten.
So viel ich weiß, versucht man bei KM-1 eine Weiche zu konstruieren, über die NEM und FS fährt, als Kompromiss, das ist aber dann auch nur einer.
Für mich gehört bei FS oder gar pur dazu, dass auch die Weichen (Herzstück, Radlenker, etc) einigermaßen dem Vorbild entsprechen. - eine "eierlegende Wollmilchsau" wird es da nicht geben, wie gesagt wenn, dann ein mehr oder weniger guter Kompromiss.
PS. Wolgang hat mich auf einen Fehler aufmerksam gemacht: nicht das Herzstück wird bei den Hübner Weichen geändert. sondern auf dem Radlenker wird ein "Hütchen" aufgesetzt.

Gruss Ralf.
Eisenbahn-Modellbau in 1

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »baureihe50« (7. Dezember 2016, 09:16)


4

Montag, 5. Dezember 2016, 17:55

Hallo Michael,

hab Dir mal Vergleichsbilder zwischen einer Vorbildweiche und einer NEM-Spur1-Weiche angehängt.
Bei der Vorbild-Weiche links erkennt man sofort daß die Spurrilen zwischen Herz-Spitze und den parallelen Flügelschienen sehr schmal sind, weil auch die dort durchlaufenden Spurkränze der Räder sehr schmal sind. Bei genauem hinsehen erkennt man auf den Schienenoberflächen die Abrollspuren der Räder. Im Bereich der Herzspitze gehen diese Abrollspuren auf die Flügelschienen über so daß das Rad nicht in die Lücke einsinken kann. Rechts im Bild erkennt man auch den Radlenker, er führt das rechte Rad damit das linke vor der Herzspitze nicht links abbiegen und dann entgleisen kann. Der Radlenker verengt keilförmig die Rillenweite um im Bereich der Herzstücklücke das linke Rad sicher auf der richtigen Seite an der Herzstücklücke vorbei zu leiten, deshalb nennt man dieses Maß vom Radlenker zur Herzstückspitze die Leitweite.
Auf dem rechten bild mit der Spur1-Situation hab ich die Leitweite markiert. Da die Radsatzmaße gemäß der NEM 340 deutlich größer sind als beim Vorbild müßen auch die Spurrillenweiten beim Radlenker und im Herzstück deutlich breiter werden was dann zwangsläufig auch die Lücken in den Fahrkanten erheblich erweitert, so daß auch die bei NEM überdimensionierte Radbreite nicht ausreicht um die Lücke mittels der Flügelschienen zu überbrücken, deshalb behilft man sich mit einer dem Spurkranz angepassten Rillentiefe, damit das Rad nicht in die Lücke hineinfällt.
Hoffe daß ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt habe?
Es gibt übrigens eine Weichen-Lösung, bei der von 1pur bis LGB aller sicher drüber rollen könnte. Man muß die (dann bewegliche) Herzspitze mit umlegen, so daß keine Lücke vorhanden ist, das ist aber nur bedingt vorbildgetreu da beim Vorbild solche Herzstücke nur in Schnellfahr- oder sonstigen Sonderweichen eingesetzt wird.

Gruß
Michael
»Michael Staiger« hat folgende Bilder angehängt:
  • westbf 100305 012.JPG
  • Modell-Herzstück 045.JPG

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5

Montag, 5. Dezember 2016, 18:41

So viel ich weiß, versucht man bei KM-1 eine Weiche zu konstruieren, über die NEM und FS fährt, als Kompromiss, das ist aber dann auch nur einer.
Hier könnte man ja entweder verstellbare Radlenker oder sogar federnde Radlenker einsetzen. KM1 ist ja sonst sehr innovativ, warum nicht auch bei Weichen.
MfG. Berthold

6

Montag, 5. Dezember 2016, 19:01

Ich hatte an in Schwalbenschwanzführungen gelagerte Radlenker gedacht die man seitlich über Gewinde in das für das jeweilige System gängige Maß mit einer Fühlerlehre einstellt und das Herzstück als Extra für das jeweilige System verkauft. Beispiel: €95.- Weiche +€10.- Herzstück FS, Pur oder NEM. Blödsinn? Übrigens vielen Dank an Michael Staiger.
Mut zur lebensbejahenden Farbe.

RAL 7011 oder 7021

Gruß vom Michael

  • »ospizio« ist ein verifizierter Benutzer

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7

Montag, 5. Dezember 2016, 20:08

Preise

Hallo Michael,

Sorry,aber was hast Du da für Vorstellungen???
An Preisen,meine ich.
Sieh mal,was eine Weiche bei Km1 oder Hegob kostet.
Dann sieh Dir mal auf der Hegobseite die Preise der Herzstücke als Einzelteile an.
Natürlich wenn man die Sache mit der ex Hübner-Weiche vergleicht,die trotz gegossener Weichenzungen noch viel besser ist,als die von Märklin verunstaltete mit dem nicht ganz überzeugenden Zungenprofil.
Zudem ist die Lagerung der Zungen am Ende gegenüber den Hübnerweichen sehr vereinfacht worden.Natürlich ist der Preis von 120-140€in Einzelfällen auch noch billiger unschlagbar.
Für mich aber zählt die Optik mehr als ein paar € zu sparen.
Im Übrigen gibt es zwei Fremoanhänger,die einen Bahnhof haben,wo die Weichen ohne Umbau auf NEM und FS funktionieren.Getestet beim letzten NEM-Modultreffen in Borken und beim Fremotreffen in Riesa,ohne Störungen.

Gruss Wolfgang

8

Montag, 5. Dezember 2016, 21:00

Hallo Wolfgang das waren nur Beispielpreise. Dann kostet es halt mehr. Ich bezahle ja auch bis zu €200,- mehr für eine Lok. Gruß.
Mut zur lebensbejahenden Farbe.

RAL 7011 oder 7021

Gruß vom Michael

9

Montag, 5. Dezember 2016, 22:05

Weichen ..

Hallo Wolfgang (ospizio),

... mit dieser Aussage hast Du mich neugierig gemacht: Im Übrigen gibt es zwei Fremoanhänger,die einen Bahnhof haben,wo die Weichen ohne Umbau auf NEM und FS funktionieren.

Mit der Bitte um weitere Informationen zu diesem Thema, diese Problematik interessiert bestimmt auch noch weiter Spur-E1NS-er ... vielen Dank für Deine Bemühungen.
Gruß Wolfgang

Spur-E1NS-Nebenbahn Epoche 3

Loknummern- und Fabrikschilder, Betriebsbücher von Dampflokomotiven ...
... der DRG + DB + Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE).

10

Dienstag, 6. Dezember 2016, 07:09

Ich zitiere mich mal selbst:

Die Kernaussage ist: es geht, aber...

das Rad-/Schiene-System ist immer als eine Einheit anzusehen.
Die verschiedenen Komponenten sind aufeinander abgestimmt.

Das bedeutet aber nicht, dass man nicht verschiedene Systeme miteinander kombinieren kann. Man muss sich nur darüber klar sein, dass man Kompromisse eingehen muss und ggf. an Weichen und/oder Fahrzeugen des einen oder anderen Systems einige Parameter ändern muss. (...und sei es nur Hütchen in eine Weiche einzusetzen)

...

Man muss beide Normen (z.B. FS und NEM kombinieren)
Man kann hierzu zum Beispiel die Rillenweiten im Herzstückbereich entsprechend anpassen.
Am Herzstück selbst wird die Rillenweite der Finescale-Norm gesetzt. Beim Radlenker wird dann die Rillenweite auf 2 x NEM - 1 x FS gesetzt. Dadurch werden Fahrzeuge nach FS-Norm von den Flügelschienen durch den Herzstückbereich geleitet und Fahrzeuge nach NEM-Norm entsprechend von den Radlenkern aufgefangen.

Zu beachten sind dabei die Toleranzen beider Normen. Am Herzstück sollte ohne Toleranz gearbeitet werden, bei den Radlenkern ggf. mit dem Maximalwert, um das Durchfahren aller Fahrzeuge zu gewährleisten.

Der Aufwand eine bestehende Weiche umzubauen ist meist nicht sehr viel geringer als der komplette Selbstbau.
In dem Fall wäre es natürlich auch wiederum sinnvoll gleich eine maßstäbliche und vorbildgerechte Weiche zu bauen, wobei hier aber das nächste Problem zutage tritt. (siehe den Beitrag S 49 news )

Wer wenig Platz hat und gezwungen ist enge Radien und kurze Weichen zu nutzen, der sollte überlegen, ob Fineschale die richtige Wahl ist oder ob diese Fahrzeuge nicht besser in der Vitrine oder auf einem Modultreffen aufgehoben wären.
...aber letztlich muss das jeder für sich selbst entscheiden.

Eine weitere Möglichkeit wäre es nicht die Weichen zu ändern, sondern an den Fahrzeugen Änderungen vorzunehmen. Man kann z.B. reine Finescale-Weichen einsetzen und das Radsatzinnenmaß von NEM-Fahrzeugen auf Finescale-Norm bringen. Schwierig wird es bei Loks, insbesondere bei Dampfern.
Auch könnten dann Fremdfahrzeuge, die nicht der Norm der Weichen entsprechen, zu Problemen führen.
Was dazu führt, dass es besser wäre wenn, dann an den Weichen rumzuschrauben.

Weniger Probleme hat man, wenn man durchgängig auf ein homogenes System setzt.

Ein mischen mehrerer Normen ist und bleibt ein Kompromiss.


Gruß
Joachim

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JoachimW« (6. Dezember 2016, 09:18)


11

Dienstag, 6. Dezember 2016, 10:29

Hallo Wolfgang,

auch mich als Teilnehmer in Riesa würde der Bahnhof interessieren den du mit deinem Satz

Im Übrigen gibt es zwei Fremoanhänger,die einen Bahnhof haben,wo die Weichen ohne Umbau auf NEM und FS funktionieren.

andeutest.
Gruß Uwe,
der Epoche 3 Nebenbahner

Mein neuer Bf: https://spur1bahner.wixsite.com/bf-oxstedt

12

Dienstag, 6. Dezember 2016, 13:15

Zitat

Im Übrigen gibt es zwei Fremoanhänger,die einen Bahnhof haben,wo die Weichen ohne Umbau auf NEM und FS funktionieren.
Schnee von (vor-)gestern: Wurde vor 15 Jahren (oder waren es 20?) schon im "KURIER" der Arge Spur 1 beschrieben.

Gruß vom -bahnwerk- aus dem Norden
»bahnwerk« hat folgendes Bild angehängt:
  • NEM oder Finescale.jpg

13

Dienstag, 6. Dezember 2016, 14:17

Die 40,0 mm sind hoffentlich nur ein Druckfehler. (Laut NEM 310 beträgt das Radsatzinnenmaß 41,8 - 42,0 mm).




Gruß
Joachim

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JoachimW« (6. Dezember 2016, 14:24)


14

Dienstag, 6. Dezember 2016, 14:28

auch mich als Teilnehmer in Riesa würde der Bahnhof interessieren den du mit deinem Satz "Im Übrigen gibt es zwei Fremoanhänger,die einen Bahnhof haben,wo die Weichen ohne Umbau auf NEM und FS funktionieren" andeutest.
Hallo Uwe,

das ist "Kleinberghofen" von P. und O. !

Grüße, Gunnar

15

Dienstag, 6. Dezember 2016, 14:31

Die 40,0 mm sind hoffentlich nur ein Druckfehler. (Laut NEM 310 beträgt das Radsatzinnenmaß 41,8 - 42,0 mm).
Hallo Joachim,

nein, kein Druckfehler... diese Werte sind die "alten" Maße (heute NEM 340?), nach der aber quasi noch alle Hersteller bauen, da ja
sonst mit nichts Altem mehr kompatibel!!

Grüße, Gunnar

16

Dienstag, 6. Dezember 2016, 14:46

Hallo Joachim,

die "40,0 mm" (NEM 310 bis zum Jahre 2009) sind schon korrekt!

Denn nach dieser "alten Norm" bzw. jetzigen NEM 340 bauen alle (!) Hersteller ihre "NEM"-Radsätze und Gleise.

Wenn sie es nach der "Neuen NEM 310" täten, liefen die Radsätze ausschließlich auf FS-Gleismaterial, denn 41,5 mm und 41,8 mm liegen fast noch innerhalb der Toleranz - aber das will keiner der Hersteller.

(Oh, Beitrag von Gunnar fast übersehen....)

Viele Grüße
Thomas

17

Dienstag, 6. Dezember 2016, 15:12

Holla die Waldfee!

Über 2,5 mm Rillenweite?! Echt?!
...wow!

Das war mir bis dato nicht so richtig bewusst! Ich bin erst seit kurzem in 1:32 unterwegs und das auch nur im Schmalspurbereich.
Ich habe mich schon gewundert, wofür den ganzen Aufstand, da die Werte der (neuen) NEM sich nicht so sehr von Finescale unterscheiden.

Will man allerdings kompatibel zum "Altbestand" bleiben...


Gruß
Joachim

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »JoachimW« (6. Dezember 2016, 15:19)


18

Dienstag, 6. Dezember 2016, 16:02

Hausmesse KM1 Weichenantriebe

Hallo Zusammen,
Frage an die Besucher der KM1 Hausmesse. Ist auch eine Aussage zu der Verfügbarkeit der seit langem angekündigten Weichenantriebe gemacht worden?
Grüße Addi

19

Dienstag, 6. Dezember 2016, 17:03

NEM-Salat

Hallo NEM-Frustrierte,

hier ist das Thema recht ausführlich erklärt:

http://www.ig1.de/index.php?option=com_c…id=25&Itemid=37

Der Eropäsche Modellbahnverband hatte 2009 die Radsatz- u. Gleisnormen geändert, wobei die alte Norm mit der neuen nicht kompatibel sind. M. E. haben da ein paar Leute dran rumgedoktert, die nicht in der Lage sind einen Meterstab abzulesen, geschweige denn eine Schieblehre (Meßschieber)!

Gruß
Michael

20

Dienstag, 6. Dezember 2016, 18:45

Hallo,
ich denke an anderer Stelle ist das schon beschrieben worden,ohne jetzt selbst nach gesehen zu haben.
Das "Problem" ist das Radsatz-Innenmass, also der Abstand innen der beiden Räder. Je schmaler und somit vorbildgerechter die Räder werden, desto größer wird der Abstand zwischen den beiden Rädern innen. Da die Räder schmaler sind, muss das Herzstück auch enger sein, damit das Rad nicht ins Herzstück fällt, beim überfahren. Außerdem muss der Radlenker enger am Gleis liegen, um den Radsatz entsprechend zu führen. - Für Hübner Weichen gab es ein Innenstück, einen "Schuh", für das Herzstück damit der Radsatz nicht so stark hineinfällt, das wird zum Teil beim fremo:32 praktiziert. Hosenträger-Gleis hat verschiedene Varianten für die Weichen/Radsätze angeboten.
So viel ich weiß, versucht man bei KM-1 eine Weiche zu konstruieren, über die NEM und FS fährt, als Kompromiss, das ist aber dann auch nur einer.
Für mich gehört bei FS oder gar pur dazu, dass auch die Weichen (Herzstück, Radlenker, etc) einigermaßen dem Vorbild entsprechen. - eine "eierlegende Wollmilchsau" wird es da nicht geben, wie gesagt wenn, dann ein mehr oder weniger guter Kompromiss.

Gruss Ralf.
Hallo Ralf,

ohne das weitere nach deinem Post gelesen zu haben (schön sehr viel) stimmt das doch nicht ganz nach meiner Meinung.Im Herzstückbereich gibt es immer ein Loch zwischen Herzstückspitze und Flügelschiene. Wie länger der Weiche wie grösser das Loch wird. Beim Vorbild ist jede Achse auf beidem Seiten abgefedert und ein Rad dass das Herzstück befährt senkt ab ins Loch. Wie grösser das Loch wie Tiefer das Rad Spiel bekommt um ab zu senken (bis der maximale Ausschlag die der Wagen erlaubt). Das einzige was mann dazu macht ist das mann die Herzstückspitze etwas abflacht so das die Spitze unter Normalgleishöhe liegt. Damit "prellt" das abgesenkte Rad nicht so hart auf die Herzstückspitze auf. Wegen der Federung ist es auch nicht das ganze Gewicht der Wagen die auf der Spitze stosst. Enger, im Sinn das die Flügelschienen dichter am Herzstückspitze liegen sollen, soll das Herzstück nicht sein, das Rad wird geführt durch die Radlenker. Die zwischenabstand Herzstückspitze - Flügelschiene soll aber auch nicht so gross sein das dazwischen ein Rad hereinfallen kann (wenn das Rad am andere seite Aufklimmt und zum Entgleisen neigt). Deshalb läufen 1Pur oder FS räder auch noch durch NEM Herzstücken wobei die Abstand zwischen Radlenker und Aussenschienen verringert ist.

[ Edit: das oben hier von mir geschrieben ist Teilweise Falsch, die Wirklichkeit ist anders und noch etwas Komplizierter. Selbstverständlich wenn das Rad immer durch Flügelschiene, Herzstückspitze oder beide unterstützt wird fällt das Rad nicht. Aber beim befahren der Flügelschiene im Richtung Herzstückspitze wird das Rad immer weniger Unterstütz und geht der Unterstützung immer mehr zum ausseren Flache des Rad, wo das Rad die kleinere Durchmesser hat. Der Herzstückspitze übernehmt der Stützung aber erst mal mehr nach innen des Rads wo es eine grossere Durchmesser hat. ]

Mir bekannt werden nür bei Modellbahnweichen Herztückbereiche gefüttert zwischen Herzstückspitze und Flügelschienen. Dabei lauft dann das Rad auf dem Spurkranz durch das Herzstückbereich und wackelen die Wagen weniger (die meiste Loks im K & K Bereich sind besser abgefedert dann die meiste Wagen). Beim Vorbild würde sowas zum sehr höhe Belastung der Spurkranz führen.

Eine Weiche machen die sowohl NEM und FS/1Pur im gemischter Betrieb (im selbte Zug) zulasst wird aber nicht einfach zu machen ohne das die Betriebssicherheit abnehmt. Beim Vorbild gibt es regulierbare Radlenker aber ich weiss nicht ob das mal gut im Modell um zu setzen ist ( wenn man sowohl NEM als FS/1Pur Ráder in einem Zug betreibt). Die beste Lösung für gemischter Betrieb die ich gesehen habe (und mal gefahren habe) waren die Proform (Schnellfahr prinzip) Weichen mit bewegliche Herzstückspitze. Dabei entfallen Radlenker und gibt es auch kein Loch mehr im Herztückbereich. Das einzige Nachteil ist das solche Weichen beim Vorbild meist nür auf Schnellfahrtstrecken verbaut werden (und dann noch immer mit sehr grosse Radien) und etwas "Nackt" aussehen.

Mit freundliche Gruss,
Martien

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »pwg14« (6. Dezember 2016, 20:01) aus folgendem Grund: Korrektion, sehe Edit


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