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  • »Holger Danz« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 12. März 2016, 13:47

MODERATION: Dies ist ein Sammelthema aus: Ringlokschuppen Beton Fussboden


Hallo Lokführer Lukas,

auch Betonfußboden ist in zumindest allen mir bekannten Lokschuppen immer bis zur Höhe Schienenoberkante ausgeführt. Außerdem hat man diesen relativ glatt ausgeführt, um die allgegenwärtigen Verschmutzungen vor allem durch Öle und Fette besser beseitigen zu können. Im Prinzip sind das glattgezogene Betonflächen.

Die Holzstützen haben übrigens im Allgemeinen Betonsockel, die die Stütze z.T. ummanteln. Sinn der Geschichte ist ein Schutz gegen dagegen fahrende Fahrzeuge wie Gabelstapler. So etwas gab es auch schon vor der großflächigen Einführung von Flurförderzeugen, denn es konnte natürlich sein, dass Gespanne oder LKW Bauteile in den Schuppen bringen mussten.
Beste Grüße Holger Danz
IG Spur 1 Mitteldeutschland

Zu meinem Avatar: Mein "Tigerkind" beim Kinderfest - im Hintergrund ihr Papi :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oliver« (12. März 2016, 19:50)


2

Samstag, 12. März 2016, 14:41

..... und auch Bretterböden in Lokschuppen sind mir gänzlich unbekannt.
Die sind schlecht zu reinigen, mit schwerem Gerät nicht befahrbar
und in Verbindung mit Öl und/oder Wasser werden die schön glitschig.

Viele Grüße
Michael

3

Samstag, 12. März 2016, 14:51

Hallo Holger,

mit der Schienenoberkante hast Du sicher recht. Die Sockel haben aber bei so einem alten Lokschuppen
m.E. eher die Aufgabe, die Holzstützen im unteren Bereich vor aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen.
Im Anhang als Beispiel ein Foto des Lokschuppens in Berlin-Schöneweide.
Nach einigen Jahrzehnten kann so ein Betonfußboden schon recht mitgenommen aussehen, er sollte natürlich
entsprechend gealtert werden.

Viele Grüße aus Hamburg

Henning

Link zur Spur 1 Bildergruppe auf Flickr:
https://www.flickr.com/groups/spur1/pool/
»k4t30« hat folgende Bilder angehängt:
  • Berlin-Schöneweide Lokschuppen .jpg
  • Berlin-Schöneweide Betonsockel.jpg

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4

Samstag, 12. März 2016, 14:56

Ständerschutz...

haben wir, kommen auch ran sobald der 3D Drucker fertig ist :-)

Viele Grüsse!
Helmut Schürr
»Lokführer-Lukas« hat folgendes Bild angehängt:
  • _2105489-1200.jpg

  • »Holger Danz« ist der Autor dieses Themas

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5

Samstag, 12. März 2016, 15:03

Hallo Henning,

klar sind die Betonfußböden in den Lokschuppen alles andere als "betonfarben". Die Verschmutzung durch Öle usw. ergibt dann regelrechte schwarze Schichten, die auch bis zu ein bis zwei Zentimeter dick sein können. Wir hatten in Göschwitz und Saalfeld zur Reinigung rotierende Drahtbürstenreiniger, richtig große Dinger, mit denen in Abständen diese feste, asphaltartige Schmutzschicht regelrecht abgehobelt wurde. War keine all zu beliebte Arbeit und wurde auch nur gemacht, wenn wirklich Zeit dazu war.

Die Schichten haben übrigens gern kleine Huckel gebildet, so dass es dann fast wie Kopfsteinpflaster war.

Übrigens wurden Lokschuppenböden auch gepflastert. Was früher gern genommen wurde war Hartholzpflaster. Das war oft in den Werkstattbereichen anzutreffen, wurde aber nach und nach gegen Beton ersetzt.

Der Einwand mit den Betonsockeln als Nässeschutz ist sicher richtig, hatte ich wohl falsch interpretiert. Die Funktion als Aufprallschutz erfüllen sie ja zumindest auch...
Beste Grüße Holger Danz
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6

Samstag, 12. März 2016, 19:08

Ringlokschuppen - Fußboden

Also wenn ich das richtig interpretiere , dann handelt es ich bei der Ringlokschuppen Bauart " Lokführer Lukas " um die neuere Bauart ab 1922 .

Verhandelt in der Niederschrift über die Beratungen des Ausschusses für die Normalisierung der Lokbehandlungsanlagen von 1922 und 1924 .
In einem Teil dieser Grundzüge sind die Lokschuppen behandelt .
Hinsichtlich der Dachkonstruktion siehe Datei 1 Stahlbinderkonstr. soweit möglich ohne Zwischenstützen . Ausnahmen siehe Bild 38

Die komplexen Holzbinderkonstruktionen sind meist älterer Länderbahnbauart . Hier bspw. Berlin-Schöneweide .
Die Sandsteinsockel an den senkrechten Stützen , meist noch mit Schieferzwischenlagen dienen der Trockenhaltung .

Die Ausführung der Fußböden und Entwässerung ist in diesen Beratungen klar geregelt und ergibt eine Mischbauweise aus Holzklötzen mit Verguss und Zementestrich .

Natürlich ist es nicht ausgeschlossen das man im Laufe der Jahrzehnte wegen Verschleiß u.ähnl. die Bodenbeläge gewechselt hat .



Grüße Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »gschmalenbach« (30. Januar 2018, 09:50) aus folgendem Grund: Dateiauszug gelöscht


7

Samstag, 12. März 2016, 19:40

Dach ?...

...Betonboden hin,...Holzboden her...,...

hab` in diesem Zusammenhang `ne zusätzliche Frage:...

...Wie war denn in den meisten Fällen das DACH bei Ringlokschuppen ?...,...

...eher Dachpappe,...wie bei einigen 1:32 Modellen, oder Ziegel,... oder ???....

...sicherlich nicht einheitlich...?..
........., meint mit besten Grüßen, Tilldrick Einsenspiegel

8

Samstag, 12. März 2016, 19:49

Gedanken um den Lokschuppen von Lokführer Lukas

Dies ist ein Sammelthema aus: Ringlokschuppen Beton Fussboden
Schöne Grüße vom Oliver.

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9

Samstag, 12. März 2016, 20:50

Ringlokschuppen - Dacheindeckung

Hallo Einsenspiegel ,

Datei 2 oben links in der Ecke gibt Auskunft über die guten Erfahrungen mit der Dacheindeckung .
Also mindestens für die neueren Schuppen ab 1922 Doppelpappdach auf gespunteter Schalung . Lebensdauer 25-30 Jahre . Oder Beton .

Für die älteren Länderbahnschuppen kann man auch eine Schieferdeckung anwenden , diese hält bei guter Pflege mindestens 100 Jahre ,
ist auch unempfindlich gegen die Rauchgase etc.
ab ca. 1942 dürfte da allerdings einiges weggeflogen sein so das man auch dort zur Reparatur ein Doppelpappdach angewendet hat .

Das ist eben das bunte Bild der Epoche 2-3 . Wie die verbliebenen Reste heute aussehen kann man ja vor Ort besichtigen .

Viele Grüße
Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

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10

Samstag, 12. März 2016, 22:19

Betonboden

Hallo,

Also in der Frage,ob der Betonboden im Lokschuppen bis Schienenoberkante geht möchte ich gerne etwas daztu beitragen.
Im ehemaligen Rundlokschuppen von Rottweil ging der Betonboden nämlich nicht bies zur SOK.Im vorederen Teil an der Schuppentoren war ein hölzener Bohlenweg,der genau so hoch war wie die Schienen.Nachzusehen in diesem Film bei 13 Minuten und 20 Sekunden:
http://www.swr.de/eisenbahn-romantik/arc…klwj/index.html

Gruss Wolfgang

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11

Sonntag, 13. März 2016, 01:15

Im Ringlokschuppen Heiligenhafen (gebaut 1938 ) lagen die Gleise auf dem Beton.

Im Lokschuppen Puttgarden (gebaut 1962/63) sind die Gleise "versenkt".
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Sonntag, 13. März 2016, 09:33

Lokschuppen - Fußboden

Hallo Wolfgang ,

den von Dir eingestellten Film kann man sich gar nicht oft genug ansehen .
Man sieht auch sehr gut bei 13.19 und 14.55 die von Dir beschriebene Situation .

Hier mit Erfahrung Länderbahnlokschuppen . Die tiefer liegende Betonsohle deckt sich mit den Angaben bei Radde .
Man kann nicht ausschließen das hier einmal Holzklötze mit Verguss verlegt waren ( teueres Verfahren ) . Mit Sicherheit irgendwann nur noch glitschig und dann ausgebaut .

Es wird auch kaum ein Lokschuppen wie der andere gewesen sein , so das wir als Modellbauer freie Hand haben .

Gruss Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

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13

Sonntag, 13. März 2016, 10:29

Holzfussboden

Hallo,

In Rottweil in der Lokwerkstatt,die am Rechteckschuppen angebaut war,hatten wir ein Industrieparkett aus Stirnholz.Gab im Winter keine kalten Füsse,nicht wie im Lokschuppen.Und es konnte auch mal ein Bauteil auf den Boden fallen,ohne dass es Schaden nahm.Bevor der Bagger das Ganze schleifte,konnte ich noch jede Menge des Parketts zum Heizen meiner Wohnung(Das Eisenbahnerhaus ist auch im Film zu sehen)verwenden.

Gruss Wolfgang