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21

Samstag, 6. Februar 2016, 19:51

Teurer

Hallo Norman,

Das eine,warum andere Räder teurer sind,hat Dir ja Gerald gerade erklärt.
Hinzu kommt noch,dass zum Beispiel die Bremsklötze oder Sandfallrohre in einer anderen Geometrie angebracht werden müssen.Alles kleine Dinge,die letztlich zu Mehrkosten führen.

Gruss Wolfgang

22

Sonntag, 7. Februar 2016, 00:12

Hallo,

@Gerald, was meinst du jetzt damit, bei den Herstellern oder bei den Firmen die andere Räder anbieten? Auf eine Art nicht, wie ich schon gesagt habe, warum??!!

Warum müssen andere Räder teurer sein??!! Sorry wenn ich das so schreibe, aber ihr wollt mir doch nicht erzählen, das die Umstellung auf der CNC-Drehbank soviel kostet!!

@Wolfgang, also bringt KM1 zbs, veränderte Modelle in Fine-Scale? Ich kenn mich nicht so in der Lok-Geomietrie aus und weiß nicht das das so eine große Rolle spielt.

schöne Grüße
Norman

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23

Sonntag, 7. Februar 2016, 06:54

Hallo ,
Nachtag: ich habe es mal gelöscht, um hier keinen Ärger zu bekommen.
Ich habe mir nur einen Kopf gemacht, wie man auf Finescale umrüsten könnte, ohne neue Radreifen einzubauen.
Ein Abdrehen der Hinterseite macht keinen Sinn, auch das Profil ist bei FineScale anders, da war ich auf dem Holzweg.
MfG. Berthold

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »bbenning« (7. Februar 2016, 19:37)


Gerald

Gerald

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24

Sonntag, 7. Februar 2016, 08:58

@ Norman:
Doch, das will ich Dir erzählen. Eine Ausnahme sind natürlich "echte" Kleinserien, wo noch jedes Modell einzeln zusammen gebaut wird. Die kosten aber dann auch 5-stellige Summen und es wäre egal was da ein Rädchen kostet.
Bei unseren geläufigen Anbietern macht das sehr wohl einen Unterschied, ob ich 500 GLEICHE Modelle baue oder 15 von denen, 30 von denen, usw.
Und mit dem Umrüsten der Maschine ist es ja bei Weitem nicht getan, wie auch meine Vorschreiben berichten.
Schon der alte Ford sagte: " Sie können unseren Wagen in jeder gewünschten Farbe erhalten, Hauptsache sie ist schwarz." Denke mal drüber nach.
Liebe Grüsse,
gerald ehrlich

25

Sonntag, 7. Februar 2016, 09:47

@ bbenning: üblicherweise werden neue Radreifen gefertigt und auf die ausgebauten Radsätze aufgezogen, die Radsterne sind normalerweise schmal genug.
Nach dem Aufschrumpfen der Radreifen müssen die Radsätze aber noch neu lackiert werden.

Die gemessene Lok hatte eventuell ein Sondermaß als SuperNEM?
Die KISS-Loks sind eigentlich immer mit großer Sorgfalt umgerüstet worden.
Schöne Grüße vom Oliver.

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26

Sonntag, 7. Februar 2016, 10:13

Die gemessene Lok hatte eventuell ein Sondermaß als SuperNEM?
Hallo Oliver,
ich hatte die BR65 gebraucht gekauft, aber an allen Achsen innen 41mm gemessen, das funktionierte auch auf Hübner Weichen mit Hütchen.
Die Spurkranzhöhe war sehr niedrig ca. 1,4mm, leider hab ich die Lok wieder verkauft, es kann natürlich sein, dass es ein Sondermaß war.

Nachtrag: Den Rest hab ich mal gelöscht, ich hatte mir nur einen Kopf gemacht, wie man umrüsten könnte. Dabei ist wohl der Eindruck entstanden, dass die Umrüstungen der Firma Kiss nicht professionell seien. Das stimmt aber nicht, die Umbauten sind einwandfrei.
MfG. Berthold

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »bbenning« (7. Februar 2016, 12:48)


27

Sonntag, 7. Februar 2016, 10:50

Also,

für KISS wurden neue Radreifen gefertigt und aufgezogen, die Radsätze neu lackiert.
Radsatzinnenmaß exakt 41.5mm, Spurkranzhöhe exakt 1,25mm.

Die ausführende Fachwerkstatt ist/war auch keine Bastelbude, sondern arbeitet nach professionellen Grundsätzen.

Obere Aussagen sind schon fast als geschäftsschädigend zu bezeichnen, da unwahre Behauptungen verallgemeinert werden.

Nachtrag: BR65 war direkt in Fernost mit FS-Achsen ausgerüstet worden, hier könnten Abweichungen bestehen.
Schöne Grüße vom Oliver.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oliver« (7. Februar 2016, 11:39) aus folgendem Grund: Tippfehler beseitigt


28

Sonntag, 7. Februar 2016, 12:00

Hallo,

ich habe damals bei KM1 eine BR 50 auf Fine-Scale umrüsten lassen und da wurde nichts an den Bremsen oder Sandrohren verändert, es wurden nur die NEM-Räder demontiert und die Fine-Scale-Räder montiert, also wird da nicht so ein Aufwand betrieben, wie hier erklärt wird.

Wie Gerald meinte, mehr Achsen umso günstiger, das mag ja sein, dann sind es statt den 5000€ eben 4500€ und das ist kein grosser Unterschied!

Schöne Grüße
Norman

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29

Sonntag, 7. Februar 2016, 12:48

FS

Hallo,

Da die Anzahl der Finescalefahrer wohl eher im unteren einstelligen Bereich liegt,könnte ich mir durchaus vorstellen dass die Loks durchweg in NEM geliefert werden und erst in Lauingen auf FS Radsätze gewechselt werden.Km1 führt ja uch Radsatzwechsel mit Nolte-Purachsen aus.


Gruss Wolfgang

30

Montag, 8. Februar 2016, 14:31

Mir erschließt sich nicht, warum die Mehrzahl der Einser an Spurkränzen nach NEM-Norm festhält.
Ist es vorhandenes Gleismaterial oder Betriebssicherheit?

Hallo Michael!

Ja, es ist Betriebssicherheit! :)

Viele Grüße,

Kalle

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31

Montag, 8. Februar 2016, 15:00

... vielleicht sollte man auch ergänzen, dass NEM 311 zulässt, den Spurkranz zu reduzieren. NEM 311 ist nicht unbedingt "Pizzaschneider". Siehe auch der Beitrag "NEM pur" von Andreas Besthorn unter http://www.ig1.de

32

Dienstag, 9. Februar 2016, 13:22

Hallo ,

manchmal ist es ziemlich verwirrend aus den hier unten exemplarisch gelisteten Erfahrungsberichte ein Schluss zu ziehen (und bitte meine Zeilen mit Ironie geniessen) :

zitat : "Selbst bei der Verwendung von Super NEM-Radsätzen also 1,5 - 2 mm Spurkranzhöhe muss schon eine saubere Gleislage mit großen Radien ab 1715 sowie ordentlich gelagerte Radsätze und wirksam geführte Laufradsätze"

schluss : ist es wieder mal den Radius die uns die Freude verderbt ?

zitat : "meine Erfahrungen auf NEM-Modultreffen: teilweise Entgleisungen bei SuperNEM-Wagen auf gerader Strecke..."

schluss : ach nee, doch nicht den Radius, aber stattdessen Module und deren übergänge ?

zitat : "Hab schon seit ein paar Jahren ein paar Wagen bei Modultreffen im Einsatz mit 1,6mm Spurkränzen und 1mm schmälerer Lauffläche - ohne Probleme."

schluss : also auch nicht ; dann muss es wohl letzlich der Radlagerung sein !

Jedoch lese ich dass selbst bei garantierter Allradauflage (Dreipunktlagerung bei MBW) manche trotzdem ein Wechsel auf Hübner NEM bevorzügen.

Also keins der gelisteten Gründe trifft zu !?

Wenn Michael sich in Posting 1 fragt "warum hohe Spurkränze ?" , dann muss es wohl sein um die Situation zu meistern wo alle Argumente aufeinandertreffen :
wegen diejenen die nach Modultreffen fahren um dort mit noch ungefederten Fahrwerke die schlechte Gleislage testen zu können !


Aber im Ernst : wenn die volle Spurkranzhöhe für viele unter uns ein so zentrales Thema der Betriebssicherheit darstellt, dann frage ich mich wie euch mit der Neuauflage der Baureihe 94 vom KM-1 zurechtkommen wird.

Denn diese Fünfkuppler wird trotz Allradauflage ebenso den Mindestradius meistern müssen, und dies bei nicht immer optimaler Gleislage ; wohlgemerkt mit nur 1,6mm Spurkranzhöhe !

Warten wir's ab wie die Erfahrungen ausfallen .

Entweder ich schliesse mich dann das folgende zitat an "Ich bin auch der Meinung, das die hohere Kranzen fuer mich betriebsfahiger sind." ,

oder die Spurkränzhöhe könnte generell in aller Ruhe schrumpfen..... :tongue:



mit freundlichen Grüssen,

krokodil

33

Dienstag, 9. Februar 2016, 16:42

Warum hohe Spurkränze

Hallo zusammen,

Radsätze in Finescale und pur Abmessungen sind absolut betriebssicher. Ein Finescale Radsatz läuft auch im 1000 mm Radius. Bereits in den 60ziger Jahren gab es im Modelrailroader einen wunderschönen Aufsatz über
den Zusammenhang zwischen Spurkranz und Gleis. "Why not smaller flanges". Dieser Aufsatz wurde in den 90ern im Eisenbahn - Kurier abgedruckt. Heraus kam, dass es nicht auf die Spurkranzhöhe, sondern auf die Ausrundung von Lauffläche zum Spurkranz und auf das Schienenprofil
-dieses muss relativ eckig sein- ankommt. Deshalb sind auch auf Märklin Metallgleisen soviele Fahrzeuge entleist, Die Schienenprofile sind rund. Märklin hat versucht dem mit noch höheren Spurkränzen beizukommen. :( Wahrscheinlich ist das dann auf die Spur 1 so übergegangen.
Weitere Voraussetzung ist ein ständiger Kontakt des Rades zur Schiene 8o :rolleyes: . Hier liegt wohl die Krux warum alle sagen, Finescale oder pur sind nicht betriebsicher. Den ständigen Schienenkontakt erreicht man nur, mit entsprechenden Fahrwerken.
Hier kann man KM-1 gar nicht hoch genug loben, da diese inzwischen alle Fahrwerke mit passiver Federung ausüsten. So ist ständiger Schienenkontakt gesichert.
Bei starren Fahrwerken muss also das Gleis dem Radsatz angepasst werden. Überhöhungen müssen ganz sanft eingeleitet werden, ebenso der Übergang zur Steigung oder zum Gefälle. Auf ebener Strecke wird es keine Probleme geben.

Den Einsatz in der Praxis kann man bestens beim Fremo sehen. Wenn es überhaupt Entgleisungen gibt, kann man diese an einer Hand abzählen. Und hier wird auch nicht nur im Schneckentempo gefahren.

Das Radsätze in Herzstücke fallen liegt nicht am Radsatz, sondern am Herzstück. Würden diese so Konstruiert, dass die Lauffläche des Rades ständigen Kontakt zur Schiene hätte, würde kein Radsatz, ob NEM oder pur, dort Probleme machen.

Für mich haben niedrige Spurkränze nur Vorteile. Mir fällt aber auch kein einziger Nachteil ein, bis auf den Preis. Dass der weit höher ist als ein NEM - Radsatz verstehe ich nicht. Denn die Produktionskosten dürften nicht höher sein. Nur der Verwaltungsaufwand, der kommt beim
anderen Radsatz hinzu.
Vielleicht könnten hier die Hersteller nochmal in sich gehen. Bei gleichen Preisen stände einer größeren Verbreitung der feineren Radsätze vielleicht auch nichts mehr entgegen.

Grüße
Wilfried

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34

Dienstag, 9. Februar 2016, 17:28

Warum hohe Spurkränze


Hallo
Ich kann nur folgende Erfahrungen weitergeben, fahre alles an Rädern, von Märklin,Hübner,MBW,Fidler u.KM1.Meine Keller Anlage besteht aus Modulen, die über Flügelschrauben und stifte verbunden sind, obwohl mein Keller Beheizt und immer die fast gleiche Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit hat, arbeiten die Module, ist halt Holz, habe an den Übergängen schon mal bis zu 1mm in der höhe versprung, fahre Radien von 1550mm bis runter 1394mm,die zufahrt zum geplanten BW ist 1550/1394/1176/1394,da entgleist nichts, liegt auch über mehrere Modulübergange. Das Problem was ich hatte ,bezog sich auf die Weichen Herzstücke, hauptsächlich bogenweichen eines bestimmten Herstellers, dort vielen die Räder ohne die Pizzaschneider hinein, oder stiegen auf was ein humpeln verursachte, oder schon mal aber nicht immer ein entgleisen. Dieses Problem habe ich durch einlöten von Messingstäben und änden der Radlenker behoben, hatte den Umbau mit Bildern schon mal in einem anderen Beitrag über MBW Räder genau beschrieben, seit dem läuft alles. Meine Persönliche Meinung, es liegt nicht immer an den Rädern, mit den kleinen Spurkränzen, ich kann im fahrverhalten keinen unterschied feststellen, wenn das Gleismaterial oder Weichen ordentlich verarbeitet sind.

35

Dienstag, 9. Februar 2016, 18:09

Märchen und Legenden.....

....findet man in allen Kulturen, so auch unter Modelleisenbahnern im Sektor Spur 1.... :D

Ein Radsatz im Maßstab 1:32 ist betriebssicher bei vorbildlich ausgeführter Gleislage und auch unter einigen modellbedingten widrigen Bedingungen(s. Beitrag 33 von Wilfried).

Wer sich die Mühe machen möchte, nicht nur zu spielen, sondern sich mit der Technik und Gestaltung des Originals auseinandersetzt, um dieses dann so gut als möglich im Modell umzusetzen, wird Freude an dem Detail eines maßstäblichen Rad/Schiene-System haben. Dazu braucht es Muße und den Willen zur Präzision, insbesondere bei den eigenen Fähigkeiten ?( .

Wer dazu keine Lust hat und lieber seine Phantasie bemüht, ist sicher mit dem was es am Markt gibt gut bedient 8o und das ist ja die Mehrheit.

Je präziser desto teurer....für den einen reicht 585er Gold weil es eben wie Gold aussieht...ein anderer ist erst zufrieden wenn es Zahngold oder noch reiner ist....Beispiele für diesen systemimmanenten Zusammenhang gibt es zuhauf

und dieser sollte nicht immer wieder ausgeblendet werden.

Fazit: Modelleisenbahn muss auch für jemanden funktionieren der zwei linke Hände hat und nicht nach Perfektion oder der reinen Lehre strebt, sonst verkauft sich die Modellbahn nicht in ausreichender Menge. 8)

Michael
Epoche 2, die DRG als weltgrößtes Unternehmen.......

36

Dienstag, 9. Februar 2016, 18:18

Warum hohe Spurkränze

Hallo,

Ich habe vor mir in Augenhöhe eine 64 von Hübner, eine 75 von Dingler und eine 18.5 von KM1 stehen, alle mit "Standardräder", und mir fallen die beim besten Willen nicht unangenehm auf. Pizzaschneider, wie bei Märklin-H0-uralt sehe ich schon gar nicht.
Um die Diskussion hier zu verstehen, muß man wohl Purist sein und ein spezifisch geschultes Auge haben.

Aber zurück zur Ausgangsfrage: Auf unserer MIGA-Anlage fuhr alles was ohne "Räderaufpreis" unterwegs war, ohne irgendwo zu entgleisen. Feinscaleloks entgleisten auf wenigen Hegobweichen (Toleranzen?), auf schlanken Märklinweichen (ex-Hübner ohne Hütchen) und auf den wenigen neueren 15°- Märklinweichen. Sie entgleisten auf der Trasse nur an einer Stelle der Anlage, an der beim biegen des Radius wohl etwas "gepfuscht" wurde.

Der real existierende Spur1-Schienen-Markt ist wie er ist. In diesem Sinne kann ich dem Krokodil aus dem Saarland versichern: Der Betriebsbahner ist mit den "Standardreifen" besser bedient (nicht nur an Fasching).

Grüße
Hermann Schnetzler

Nachtrag: Was mich doch stört, ist das blitzblanke Glänzen der Spurkränze. Vielleicht fällt das bei niederen Spurkränzen nicht so auf?

37

Dienstag, 9. Februar 2016, 19:41

Hallo NEM-Kritiker,

das einzige "Problem" der NEM ist ist nun mal nur das viel zu kleine Radsatzinnenmaß von 40mm, das erfordert bei bWeichen eben die breiten Herzstücklücken über die dann der (zu hohe) Spurkranz hinweghelfen soll.
Er tut das natürlich auch, denn wenn man Märklin- oder Hübner-Weichen mit Märklin- oder Hübner-Radsätzen befährt geht das. Nur niedrigere Spurkränze fallen da hinein.
D.h. wer niedrigere Spurkränze will und sich am hineinfallen stört muß halt die Herzstücke durch Einlagen anpassen.
Beim Vorbild werden die Räder durch die Flügelschienen über die Herzstücklücke "hinweggetragen", bei der NEM ginge das nur mit noch breiteren Rädern als eh schon verbaut werden.
Selber nehme ich das Herzstückklackern hin und fahre wg. der schöneren Fahrzeugoptik mit 1,6mm Spurkränzen und verringerten Laufflächenbreiten bei einzelnen Fahrzeugen.
Da ich ja schon vor zwei Jahrzehnten mit der Spur1 anfing, gab es halt nur NEM-Fahrzeuge, finescale oder pur war allenfalls etwas, von dem man träumte. Eine Verwirklichung ist selbst heute ohne Umbauarbeiten nicht möglich, Michael Kuhr hat uns das hier ja schon des öfteren gezeigt.
Da ich gern mit anderen bei Modultreffen fahre, bleib ich in diesem Leben bei der NEM ;-)

Gruß
Michael

38

Mittwoch, 10. Februar 2016, 01:03

Schwarzmalerei

Wie sehr einen die hohen Spurkränze "anstarren" liegt auch an der Bauart der Lok. Liegen die Räder wie bei den meisten Schnellzugloks knapp unter dem Umlauf, fällt es gar nicht so auf, wohingegen es bei Güterzugloks meistens schon mächtig glänzt, weil man quasi von oben auf Radflächen und Spurkränze schauen kann.

Mein Hilfsmittel ist schwarzer Edding-Stift (am besten der von Aldi weil sehr matt), mit dem ich die Spurkränze schwarz anmale. Die Spitze des Edding kerbe ich mit einem Bastelmesser so ein, dass die Schwärzung der Spurkränze schön gleichmäßig erfolgen kann. Man kann die Spurkränze auch ganz schwarz malen, denn nach kurzem Fahrbetrieb hat sich ein "Spur-1-pur-Spurkranz" blank gelaufen. Durch das schwächere Licht im Fahrwerksbereich sieht das bei einigen Loks und bei Wagen sowieso toll aus.

Gruß

Gerd

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39

Mittwoch, 10. Februar 2016, 09:16

Warum hohe Spurkränze

Es gibt ja hier nun jede Menge Argumente für und wieder hohe Spurkränze .

Mit Sicherheit hat der Eine noch der Andere seine Gründe . Es kommt darauf an wie man das Hobby betreibt .
Der überwiegende Teil der Modellbahner möchte sich an dem Betrieb mit dem Handelsüblichen Material erfreuen und hat weder Zeit noch Lust sich mit Umbauten oder ähnlichen zu befassen .
Das ermöglicht leichtere Teilnahme an den Modultreffen , es verfügt ja nicht Jeder über genügend Auslauf in den heimatlichen vier Wänden .
Zwangsläufig sind die mit der NEM verbundenen Kompromisse der unvermeidliche Begleiter , einschließlich alter Werksnormen .

Beim Gleismaterial - Weichen ist in erster Linie die viel zu weite Herzstücklücke das Problem ! Dort wo die Spitze endet finden wir zwischen den Flügelschienen in der Regel 6,0 mm Luft .
Ein Rad mit 6,2 mm Breite rollt dort noch so eben drüber weg und wechselt ohne in die Herzstücklücke zu fallen auf die Herzstückspitze oder umgekehrt .

Die Spurkränzhöhe ist dabei belanglos . Wenn man Einlagen in die Herzstücke legt , ist das vorbildwidrig und man muss dann den ganzen Fuhrpark auf gleiche Spurkranzhöhe bringen .

Änderungsmöglichkeit für NEM-Radsätze bedeutet a) einhalten der inneren Spurweite 40 mm b) nacharbeiten der Radlenker Beilagen c) wer es sich zutraut neue , längere Herzstückspitze damit die Lücke enger wird .

Spurkränze von 1 mm Höhe oder minimal 0,8 mm sind eine feine Sache ! Vorbildgerecht und optisch Klasse . Bedeutet dann allerdings ca. 4,5 mm Radbreite .
Wunderbares passendes Gleismaterial kann der aufmerksame Beobachter bspw. in Sinsheim begutachten .
Sicher gibt es Niemanden der sich dem Reiz von diesem System entziehen kann .

Nachstehend möchte ich noch ein paar Anregungen einstellen damit man sieht das durchaus etwas verbessert werden kann .
Aufgrund meines Anlagenthema habe ich mich für den NEM-Spurkranz mit 1,6-2,0 mm Spurkranzhöhe entschieden . Radbreite 5,6 - 6,0 mm .

Bei dem Umbau meiner uralten 78173 störten mich natürlich die Radsätze und einiges andere so das ich die Räder aufgearbeitet habe .
Bild 1 Radbreite 5,6 mm ; Spurkranzhöhe 1,8 mm
Bild 2 das Fahrgestell mit überarbeiteten Radsätzen ohne Haftreifen links zum Vergleich noch eines der alten Laufräder
Bild 3 zeigt die abgedrehten Radsterne mit neuen , aufgepressten Neusilber-Radreifen . Abschließende Bearbeitung ist noch das einsetzen der neuen Nabe , nach vorne länger und exakt rundlaufende Radbohrung .
Bild 4 zeigt die Umrissbearbeitung der neuen Radreifen hier Laufrad 1000 mm . Abdrehen zwischen den Spitzen birgt immer ein großes Risiko . Kann sich verdrehen oder leicht einen Seitenschlag bekommen .
der Mehraufwand für die Fine-Scale Radsätze ist durchaus berechtigt . Man kann das in der Regel nicht mit den gleichen Werkzeugen machen . Dazu kommt die geringe Stückzahl , Verwaltungsaufwand usw.
Bild 5 die neuen Radsätze in den Drehgestellen P8-T18 . Mit Allradstromaufnahme über Feinmetall-Stifte . Die Drehgestelle sind in seitlich stramm gegen den Rahmen gelagert , zur Führung der Lok und natürlich von oben .
Bild 6 die Umbauarbeiten an meiner Mä-BR 58 gehen voran . Vorne insgesamt um 3 mm gekürzt , neue Laufachse , jetzt geht es an die Treibachse zum entfernen der Haftreifen.
Bild 7 auch an meiner Mä-BR56 habe ich erste Änderungen durchgeführt , hier zum Vergleich die Laufachse .
Die elektrische Traktion kommt ins Rollen aber das ist ein anderes Thema .

Klar ist das viele dieser Arbeiten eine gewisse Präzision erfordern und auch sonst manches nützliche Drehteil fehlt . Wer Interesse hat kann evtl. die kpl. Einheit Boley & Leinen Reform-Drehmaschine erwerben .
Kpl. mit Unterschrank etc. wie abgebildet Drehstrommotor Links-Rechtslauf wie abgebildet . Spannzangen müssen fallweise erworben werden .

Viele Grüße
Günter
»gschmalenbach« hat folgende Bilder angehängt:
  • 78173-Umschalthebel-Vorwärm.jpg
  • 78173---Fahrgestell.jpg
  • Radsatzbearbeitung-aufreife.jpg
  • Radsatzbearbeitung--Laufrad.jpg
  • Drehgestell-P8---T18.jpg
  • BR-58-Vorläufer.jpg
  • BR-56-Vorläufer.jpg
  • Boley-&-Leinen--Reform.jpg
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

40

Mittwoch, 10. Februar 2016, 12:28

Prinzipiell ist es ja kein Nachteil, dass wir in Spur 1 zwischen drei verschiedenen Radsatz/Schiene Normen wählen können. Es ist allerdings schon bemerkenswert, dass die Modellnormen viel komplexer sind als die Vorbildnormen ... Jedenfalls sind die Vor- und Nachteile inzwischen hinreichend bekannt und jeder hat eine gute Entscheidungsgrundlage. Ich selbst fahre 1pur, da mich die Stimmigkeit fasziniert und ich es auch nicht besser wissen möchte als die Ingenieure des Vorbilds.

Ich denke unser kleiner Nischenmarkt sollte es erlauben, dass die Hersteller drei verschiedene Ausführungen anbieten. Streng genommen, müsste dabei die NEM-Variante die teuerste sein, da die Verschmälerung des Lokrahmens und die damit verbundene Anpassung aller Teile des Fahrwerkes zusätzliche Ingenieursleistung erfordert. Stattdessen ist man als 1pur-Fahrer doppelt gestraft: Zu den Kosten für neue maßstäbliche Radreifen kommt das Ärgernis über den falsch dimensionierten Lokrahmen. :evil:

Ps: Hat jemand eine P8 von Märklin auf 1pur umbauen lassen?

Viele Grüße
Hannes Fuchs