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Dienstag, 3. Dezember 2013, 20:16

Märklin Br 91 oder auch T9.3

Hallo Eisenbahner,

heute möchte ich euch mal unsere im Umbau befindliche Br 91
vorstellen.

Bei dieser 91 handelt es sich um die 91 1651 aus der Spur 1
Startpackung. Die Lok hatte im Werkszustand keinen Sound und wurde bei Märklin
mit der originalen Elektronik umgebaut. Bisher lief diese Lok bei uns immer
ohne Probleme und wir waren immer zufrieden mit ihr. Mit einer T9.3 haben wir
noch eine Schwestermaschine der 91 bei uns im BW steht. Leider hat der Decoder
der T9.3 bei der letzten Testfahrt den Dienst nicht zu unserer vollen
Zufriedenheit ausgeführt. Bei ca. 1/3 der vollen Leistung hat der Decoder einen
Kurzschluss produziert. Dieses Szenario ließ sich beliebig oft wiederholen.
Damit die Lok wieder Fahrtechnisch in einen guten Zustand kommt, musste ein
neuer Decoder her. Die Endscheidung war leicht. Es wird ein ESU der Version
4.0. Dazu sollte es einen Motorumbau von SB geben. Unsere T9.3 ist jedoch
leider etwas in die Jahre gekommen und weist so manche Kriegsspuren auf. So
fehlt ein Puffer, die Pfeife ist krumm und vieles mehr. Also haben wir den
Decoder und den wesentlich neuen Motor und den Decoder der 91 in die T9.3 gesetzt. Die neue Elektronik
sollte in die wie neu aussehende Br 91 kommen, damit wir eine Lok in einem
Perfekten Technischen und Optischen Zustand haben.

Los ging es damit, die alte Elektronik aus der 91 in die
T9.3 zu bauen, welcher vorher eine Wartung bekommen hatte. So wurde alles
gereinigt und entfettet und anschließend neu abgeschmiert und geölt. Die T9.3 schaut
wieder etwas gepflegter aus und ist nicht mehr so laut.

Jetzt ging es los mit der 91. Zuerst habe ich die Lok
auseinander genommen und sie komplett von Staub und restlicher natürlicher
Alterung befreit. Die Gestänge wurden abgeschraubt, einzelnen geputzt und das
Getriebe wurde gefettet. Kein Wunder das die 91 immer laut war, denn das
Getriebe war sehr sparsam gefettet. Ich würde von einem Hauch sprechen. Die
Lager wurden vorsichtig geölt und das Fahrwerk wurde wieder zusammengebaut. Die
Vorlaufachse wurde noch weggelassen, aber dazu später mehr. Jetzt gab es die erste Rollprobe, ohne Motor.
Nach dem ein letztes kratzen mit einem Tropfen Öl bekämpft wurde, war nichts
mehr von der 91 zu höhen. Sie gleitet nur noch über die Arbeitsplatte.

Da der neue ESU Decoder deutlich kleiner ist als der alte
Märklin Decoder, musste ich eine Halterung bauen, damit der Decoder vernünftig
in der Lok sitzt. Ich habe mich dabei an der alten Decoderform orientiert und
aus einer roten Kunststoff platte eine Halterung gebaut, auf der der ESU
Deocder befestigt werden kann. Zwischen dem Decoder und der Platte habe ich
Servogummis aus dem Rc-Bereich verwendet, damit der Decoder nicht auf die
Platte drückt und der vor Stößen geschützt ist.

Nachdem die Vorarbeiten für die neue Elektronik
abgeschlossen waren, wurden die Leds in den Lampen der Lok umgebaut. Bisher
haben die Leds immer nach oben geleuchtet. Dadurch waren die Lampen keine
Lampen, sondern eher kleine Funzeln. Ich habe die Halterung der Led etwas mit
dem Dremel bearbeitet und die Led umgebogen, sodass sie nach vorne bzw. hinten
leuchten. Die Lampen sind seitdem deutlich heller. Die Kabel der vorderen Leds
wurden gegen längere getauscht.

Weiter geht es mit der Verkabelung. Mich haben schon immer
die Kabel gestört, welche man im Fahrwerk der 91 bzw. T9.3 gesehen hat. Ich
habe deshalb ein Teil der Lok neu verkabelt, damit man keine Kabel von außen sieht.
Darum auch die längeren Kabel für die vorderen Leds. Alle Leitungen welche von
dem Fahrwerk aus kommen, gehen nun hinter der Kesselrückwand hoch. So hat man
einen freien Durchblick durch das Fahrwerk. Im Zuge der Neuverkabelung wurde
auch der Motor eingebaut und an den Decoder angeschlossen. Dabei darf man die
Schrauben des Motors nicht ganz fest anziehen, da man sonst das Gehäuse nicht
mehr montieren kann.

Kommen wir nun zur neuen Sonderausstattung. Die Lok bekommt
eine Führerstandsbeleuchtung und eine Beleuchtung hinter der Feuerklappe. Für
beide Lichtquellen habe ich zwei kleine Platinen gefertigt und die Leds mit
Vorwiederständen versorgt.

Was muss jetzt noch gemacht werden? Die Löcher für die
Feuerklappe müssen gebohrt werden. Dabei haben wir uns noch nicht entschieden
was besser aussieht, oder wie es im Vorbild war. Hatte die klappe viele Löcher,
wie bei der Br 23, oder war die Klappe aus einem Stück und man macht nur einen
kleinen Spalt, durch den die Leds leuchten? Außerdem müssen die Leitungen für
die Beleuchtung des Führerstandes so verlegt werden, dass man sie nicht so
schnell sieht. Diese Punkte können wir noch selber lösen. Sobald ich mit dem
Umbau der Lok fertig bin, übernimmt mein Vater das programmieren. Leider ist
unser LokProgrammer noch immer nicht da, weshalb wir den Motor noch nicht
einmessen konnten. Zum Schluss sollen
die Anzeigen und Räder im Führerstand noch etwas Farbe bekommen.

Hier noch die Bilder der Lok.

Decoder zwischen Platte und Kessel


Motor von SB

Platine für das Feuer

Platine für die Beleuchtung im Führerstand

Führerstand bei Nacht

spätere Position für die Feuer Leds



Umgebaut Lampe, welche jetzt nach vorne leuchtet.


Weiter geht es, sobald die Lok fertig gestellt wird.

Ich freue mich über eure Kritik und Anregungen.

Gruß Lars

2

Dienstag, 3. Dezember 2013, 20:53

Umbau Mä Br. 91

Vielen Dank für den schönen Umbau - Bericht. Vorallem die guten Bilder erleichtern das "Nachmachen" Auch meine 91 läuft sehr laut und der Decoder ist nicht der beste.

Haben Sie überlegt, einen Rauchgenerator von KM 1 oder ESU einzubauen ? Welcher Sound von ESU ? wurde benutzt?

Viele Grüße HPD

3

Mittwoch, 4. Dezember 2013, 09:33

Klasse Umbaubericht!
Animiert zum Nachbauen....
Bekommt die so aufgewertete BR 91 auch noch eine Lichtmaschine?

Viele Grüße Markus

Beiträge: 206

Wohnort: In der schönen Eifel

Beruf: Fluggerätmechaniker

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4

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 17:35

Hallo Lars oder 3.10 Fan!

Ist ein wirklich gelungener,technisch sinnvoller und natürlich schöner Umbau einer BR 91!

Ich besitze auch dieses Modell von Märklin das ebenfalls aus der Startpackung 55031 stammt und habe die gleichen nervigen Getriebegeräusche.
Diese Lok war auch schon 2 Mal diesbezüglich bei Märklin und die tauschten 1 Mal das Getriebe und ein anderes Mal den Motor.
Leider ohne Erfolg!
Ich denke mal dies liegt u.a. an der Konstruktion der Getrieberäder?
Inzwischen ist diese Lok auch umgebaut worden mit dem aktuellen ESU-V4.0 M Sounddecoder incl. Visaton Lautsprecher mit dem Glockenankermotor von SB-Modellbau und hat ebenfalls eine LED-Führerstandsbeleuchtung erhalten.
Die Lok war nach dem Umbau nicht wieder zu erkennen.Die Fahreigenschaften echt vorbildgerecht und dann erst der Sound! :thumbup:

Nun meine Frage an Dich:Welches Fett und welches Öl habt Ihr/Du für die Schmierung verwendet?
Vielleicht gib es ja ein spezielles Fett welches etwas Geräuschmindernt wirkt?

Würde mich über einen Tipp von Dir echt freuen.
Und andere Modellbahnkollegen wären für den Tipp bestimmt auch dankbar die dieses Problem mit der Lok haben.
Denn man(n) möchte ja nicht immer mit Sound fahren und dann sind die Geräusche echt nicht vorbildgerecht.

Viele Grüße Michael

5

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 18:10

Hallo zusammen,

ich antworte mal nach Post Reihenfolge.

@HPD danke für die Antwort. Ja ich habe auch schon über so einen umbau nachgedacht. Leider ist das bei der 91 nicht ganz einfach, da der Motor vorne im Kessel liegt, wo sonnst üblicherweise der KM1 Rauchgenerator eingebaut wird. Eine mögliche Variante wäre der Esu Rauchgenerator. Man könnte den Decoder nach rechts versetzten, und auf der linken Seite im Wasserkasten Platz schaffen. Ob das passt, weiß ich aber nicht. Der Spur 1/G Generator wird zu groß sein und von der Spur 0 Version kenne ich die Maße noch nicht. Akuteull ist noch kein Sound auf den Decoder aufgespielt. Für erste wird der Originale von Esu für die Br91 aufgespielt. Ändern können wir ihn ja immer noch, da wir nun unseren eigenen LokProgrammer haben.

@ Markus danke für dein Lob. Eigendlich müsste dieser verbaut werden, aber wir haben sowas noch nie gemacht. Wir haben ja noch eine T9.3 hier stehen, an der wir nicht viel schlimmer machen können, was die Optik angeht. An dieser Lok werden wir üben, um so unsere ersten Erfahrungen mit Zurüstteilen zu sammeln. Solange bleibt die 91 ohne Lichtmaschine.

@ Michael ja wir sind auch schon gespannt auf das Ergebnis, wenn sich die Lok das erste mal in Bewegung setzt. Ich habe bei unsere 91 das komplette Fahrwerk zerlegt gehabt und neu Aufgebaut. Dabei habe ich sowohl die Lager an den Achsen als auch Gestänge geölt. Für das Gestänge habe ich das Originale Märklinöl genommen, da diesem schön dünn flüssig ist und transparent ist. Für die Achslager habe ich ein harzfreies Maschinenöl genommen, welches wir schon seit Jahren haben. Das Getriebe habe ich mir unserm Fett aus einem großem Pott von uns gefettet. Leider steht kein Hersteller auf der Dose. Ich weiß aber, dass das Fett auch von Rolls-Royce verwendet wurde. Ich würde dir einfach ein hochwertiges Fett empfehlen und nicht zu sparsam sein. Ich hatte das Getriebe ausgebaut und mit einem Schlitzschraubendreher das Fett in jede Lücke gedrückt. Ich habe die Lok einfach ohne Motor etwas hin und her geschoben und gut gelauscht. Bei mir hat sie noch krach gemacht, weil kein Öl auf den Gleitbahner der Kreuzköpfe war. (weiß gerade nicht, wie das genau heißt) Nachdem ich sie dann ohne Motor leise hatte, habe ich die Schnecke des Motors einmal in Fett getauscht und dann den Motor eingebaut. Als ich die Lok geschoben habe, habe ich nur das schleifen der Kohlen gehört, da der Motor noch nicht richtig eingelaufen ist.

Gruß Lars

6

Samstag, 14. Dezember 2013, 10:17

Hallo zusammen,

vorgestern war es soweit. Die Lok kam das erste mal nach dem Umbau wieder auf ein Gleis. Leider macht sie sich lautstark bemerkbar, sobald sie sich in Bewegung setzt, und es nicht der Sound. Deshalb hatte ich die Lok gesten mit beim Stammtisch Ruhr. Es gibt mehre Vermutungen, woher das laute Kreischen der Lok kommt. Zum einen könnte es der Motor sein, zum andren Die Schnecke, welche in das erste Zahnrad greift, oder auch alles zusammen. Wirklich glücklich sind wir damit nicht, da die Lok mit dem alten Motor diese Probleme nicht gemacht hat. Ich werde mir heute noch mal das Getriebe und den Motor zur Brust nehmen und nachschauen, was genau das Geräusch erzeugt und wie es sich vermeiden lässt.
Ich bin gespannt, was ich finde.

Gruß Lars

7

Samstag, 14. Dezember 2013, 11:30

Im Zuge der Neuverkabelung wurde
auch der Motor eingebaut und an den Decoder angeschlossen. Dabei darf man die
Schrauben des Motors nicht ganz fest anziehen, da man sonst das Gehäuse nicht
mehr montieren kann.


Hallo Lars,

Liegt es vielleicht daran?
Die Motorbefestigungsschrauben müssen natürlich fest sein, sonst hängt der Motor leicht herunter und die Schnecke greift nicht richtig in das schräg verzahnte Zahnrad.
Habe ich gestern Abend leider vergessen, danach zu fragen...

Weiterhin viel Erfolg!
Schöne Grüße vom Oliver.

8

Samstag, 14. Dezember 2013, 14:56

Hallo,

nein daran liegt es nicht. Ich werde aber mal nachschauen. Um das Gehäuse aufzusetzen, muss man die Schrauben etwas locker lassen, damit man den Motor nach oben ziehen kann. Danach kommt man aber immer noch an die Schrauben ran, wenn man einen langen Schraubendreher hat und die Wasserkästen nicht angeschraubt sind. Eventuell haben die sich aber gelockert. Ich schau heute Abend mal nach.

Gruß Lars

9

Sonntag, 22. Dezember 2013, 22:44

Leider hat der Decoder
der T9.3 bei der letzten Testfahrt den Dienst nicht zu unserer vollen
Zufriedenheit ausgeführt. Bei ca. 1/3 der vollen Leistung hat der Decoder einen
Kurzschluss produziert. Dieses Szenario ließ sich beliebig oft wiederholen.


Ich habe das gleiche Problem mit einer BR 91 Epoche 3. Hilft hier nur der Decodertausch?
Gruß, Jörn
^
"Railway Modeling is a social hobby" (Fremo)

10

Donnerstag, 2. Januar 2014, 17:48

Hallo Jörn,

scheinbar ja. Ich bin gerade eben mit meiner Testfahrt fertig geworden und habe nun ein paar Ergebnisse. Ich habe den Originalen Motor wieder eingebaut, welcher mit dem alten Decoder Fehler produziert hat. Somit kann ich sehr sicher sein, dass der Decoder kaputt ist. Gleichzeitig kann ich sagen, dass der Motor (ich denke es ist ein Faulhaber) nicht mit dem Esu Decoder harmoniert. Es kommt so starken Geräuschen beim fahren, von brummen, bis zum Kreischen, solange die Lok nicht im reinem DCC Protokoll angesprochen wird. Ich habe jetzt in meiner Lok wieder den originalen Bühler Motor zusammen mit einem Esu 4.0 welcher auf diesen Motor abgestimmt ist. Das Fahrverhalten ist alle erste Sahne. Super leise und extrem Feinfühlig. Da kommt der Fauli nicht ran.

Gruß Lars

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11

Freitag, 12. August 2016, 12:05

Ersatzmotor BR 91 aus Märklin 55031

Hallo,

eine Aufwärmung dieses Themas. Bei diesem "Sommerwetter" bleibt einem auch nur der Gang in den Hobbykeller.

Ich benötige, falls einer im Forum mir helfen kann, den Bühler-Motor mit Schnecke E206303 als Ersatzteil für die BR 91/T9.3 der Märklin Startpackung 55031, auch der T3 von Märklin. Ein Motortausch z.B. von SB-Modellbau kommt vorerst für mich nicht in Frage. Der Motor ist seitens Märklin nicht mehr lieferbar. Getriebeschäden, wie sie zu der BR 91/T9.3 von Märklin berichtet wurden, sind bei meiner Lok bisher nicht aufgetreten. Das Getriebe läuft auch gut gefettet. Allerdings läuft der Motor etwas unrund, und das auch ausgebaut ohne Dekoder und ohne Last.

Falls mir geholfen werden kann, bitte ich um eine PN.

Gruss

Jan

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12

Freitag, 12. August 2016, 18:51

Umbau Märklin BR 91

die Lok habe ich mir ca. 2011 mal vorgenommen weil es sich lohnt und weil man keinen großen Schaden anrichten kann .

Den Antriebsumbau habe ich sinngemäß wie Lars vorgenommen . Für den Einbau eines Rauchgenerators müsste man die Antriebseinheit wenden .
An dem Platz hatte ich allerdings damals den Esu 3.5 und Lautsprecher eingebaut .

Die Probleme die hier teilweise wegen dem Motor angesprochen werden kommen mit Erfahrung zu einem guten Teil von der Schwungmasse .
Es reichen bereits 0,05 mm unrunder Lauf , dann gibt es Resonanzen bis Dröhnen bei unterschiedlichen Drehzahlen .
Ich habe das nachgearbeitet , mit einer Emco oder ähnlichen ist da jedoch nichts zu machen.
Vor allem auch darauf achten das die Schwungmasse nirgends , auch nicht geringfügig anschrammt !

Das Getriebe ist prinzipiell nicht zu beanstanden . unvorteilhaft ist das verwendete Fett . Wird im Laufe der Zeit ranzig und wird aus den Lagern verdrängt .
In der Folge klebt alles , läuft schwer und die rotierenden Lagerstellen laufen trocken .
Es hilft nur gründlich auswaschen , kpl. Demontage und in regelmäßigen Abständen fein ölen . Das Getriebe muss nicht schwimmen !
Per Zufall fiel mir ein nicht zu dünnflüssiges Öl in die Finger . Fand ich bei meiner Elektrokettensäge , ist auch obendrein umweltfreundlich .

Weniger schön bei der Lok sind die eingebauten Laufräder . Falsche Speichenzahl und im Durchmesser zu klein .
Leider hängen auch die Radschutzbleche reichlich tief .
Diesen Bereich habe ich zunächst einmal so weit es ging ausgespindelt ( Rahmen aufspannen und mit Ausdrehstahl die Schutzbleche innen ausdrehen ) .
Das ist dann immer noch sehr knapp . Es passt jedoch dann ein 10 speichiges Laufrad ( P8 ) dort herein wenn man es soweit möglich abdreht .
Ich habe in diesem Falle siehe unten einen Neusilberreifen auf den Stern gedrückt und den Spurkranz neu gedreht .
Laufkrs. 31 mm ; Spurkranzhöhe 1,4 mm ; Spurkranzdicke 1,8 mm ; Radbreite 5,0 mm , innere Spurweite 40,4 mm
damit läuft die Lok tadellos über alle Hegob und Märklin 10° Weichen .
Vorausgesetzt das die Deichsel der Laufachse ordnungsgemäß geführt wird ! Also zusätzlicher Andruck von oben mit Druckfeder und vor allem auf die Mitte geführt
mit je einer seitlichen Druckfeder rechts und links vor der Laufachse wie in Bild 2 ersichtlich .
Damit beherrscht die Lok dann auch den sauberen Geradeauslauf bis herab auf R 1550 . Für kleinere Radien muss man der Laufachse dann wieder mehr Luft lassen .

Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich mir die Sache nochmal vornehmen , man kann noch mit relativ wenig Aufwand eine schöne Nebenbahnmaschine daraus machen .

Hallo Jan , der gewünschte Motor steht hier noch zur Verfügung , habe ich gerade geprüft ist einwandfrei . Schicke eine PN was er Dir wert ist .

Viele Grüße
Günter
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13

Samstag, 13. August 2016, 18:03

Vielen Dank für die Hilfe aus dem Forum und die zusätzlichen Informationen.
Schönes Wochenende an alle,
Gruss
Jan

14

Samstag, 13. August 2016, 20:22

Hallo zusammen,

mal eine kurze Frage: Lässt sich das Getriebe einfach um 180° drehen? Oder liegen die Zahnräder nicht Symmetrisch. Bin Bisher noch nicht dazu gekommen die Lok umzubauen, was den Motor angeht. Habe da meinen Plan noch nicht in die Realität umgesetzt.

Gruß Lars

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15

Montag, 15. August 2016, 10:16

Umbau Märklin BR 91 - T9.3

Hallo Lars ,

aufgrund Deiner Frage ( Beitrag 14 ) habe ich die Lok nochmal teilweise geöffnet .

Zunächst , der Lautsprecher befindet sich weiterhin im Führerhaus , dort wird er aus Platzgründen auch bleiben .

Man kann das Getriebe wenden oder bis zur B-Achse nach hinten verschieben . Beides wird ohne mechanische Änderungen nicht gehen .
Nur so bekommt man den Platz für den Rauchgenerator frei .
Der Platz für den Decoder wird dann auch knapp , dieser wird dann wohl in den Kohlekasten wandern .

Ich bin daher dafür das Getriebe um-neuzubauen , der Motor steht dann zwischen der B.-und C.-Achse und wirkt mit zweistufigen Getriebe auf die B.-Achse . Habe ich ähnlich schon mal gezeigt bei der Kiss BR 93 .
In dem Falle kann der Decoder unter dem kessel verbleiben und es ist genug Platz für den Rauchgenerator . Muss noch geprüft werden ob sich die Rauchkammer von vorne öffnen lässt .

Völlig daneben ist natürlich die Lösung mit der Laufachse . Richtig muss es hier statt eines Bisselgestells eine Adamsachse sein . Das bedeutet Neubau der Radschutzbleche , Rahmenänderung usw.

Zum Vergleich noch das richtig dimensionierte Laufrad mit starken Radreifen , dicker Nabe und NEM-Spurkranz . So sollte es ein , passt dort so nicht drunter .

Damit steht die Lok hier vorerst noch auf "W"

Gruß Günter
»gschmalenbach« hat folgende Bilder angehängt:
  • BR91-Antrieb-Führerhausseit.jpg
  • BR91-Unterseite.gif
  • BR91-Laufachsen.gif
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gschmalenbach« (21. August 2016, 14:29) aus folgendem Grund: T9.3 nicht Adamsachse sondern Kraus-Helmholz Lenkgestell . Würde im Falle der Märklin-Lok einen erheblichen Umbauaufwand bedeuten . Für den Modellbetrieb ist die vorgestellte Änderung völlig ausreichend .


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