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1

Freitag, 29. März 2013, 18:40

Steigungen in Spur 1

Wertes Kollegium,

als ehemaliger Spur H0er habe ich penibel darauf geachtet, dass meine Steigungen nie 3 Prozent überschritten haben, meine Wendel hatten zwar 3,2 Prozent aber damit hatte ich nie Probleme.

Nun sind ja Gleiswendel in Spur 1 nicht gerade einfach zu realisieren, es sei denn man hat eine Turnhalle. Ich habe einige Beiträge hier im Forum zum Thema Steigungen durchgelesen und benötige eine Bestätigung meiner folgenden These:

Wenn ich eine Rampe (primär gerade, wenige Bogen von 1550 mm verbaut) von 6 Meter Länge plane (also mit jedem laufenden Meter maximal 3 cm steige) dann komme ich so auf meine 18 cm Höhendifferenz.

Ist damit ein "weitgehend problemloser" Betrieb möglich? (länger als 6,50 Meter kriege ich nicht realisiert)



Besten Dank und viele Grüße,

Kalle

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2

Freitag, 29. März 2013, 18:58

Steigungen

Hallo Kalle,

Es kommt natürlich darauf an,welche Loks Du den Berg hinaufjagen willst.
Eine BR 18 mit vier D36 hat da warscheinlich schon Probleme und "spult" weil sie hochbeinig ist.

Eine Märklinlok mit Haftreifen wird da wohl kein Ohr verschütteln.

1550mm sind in 1:1gerade mal 50 Meter also doch noch Schw...........oder Industrieradius,nichts für 01 und so.

Gruss Wolfgang

3

Freitag, 29. März 2013, 19:17

Hallo Kalle,

ich habe einen Wendel mit Radius 1550mm (siehe Bild), er überbrückt eine Höhe von 300mm. Meine Güterzüge sind in der Regel ca. 7m lang.
Kein Zug hat damit ein Problem, mit den Loks 50 44 41 usw., BR58 und auch Diesel wie V90 schaffen diese Züge nicht, es fehlt einfach an Gewicht.
Da müssen die Züge etwas kürzer gefahren werden.
Wie schon von Wolfgang geschrieben packt die 18.3 z.B. die D36 (3x D36 + 2x Mä. Schnellzugwagen) nicht.

Die Mä. mit Haftreifen ziehen natürlich mehr da hoch, aber auch nicht wirklich viel mehr.

http://www.youtube.com/watch?v=fsyzJjQdr…ayer_detailpage

Auf dem Film die Steigung ist in etwa genau so, liegt in einem S.

Grüße
Peter Hornschu
»hornschu« hat folgendes Bild angehängt:
  • Wendel 2.jpg
Peter

4

Freitag, 29. März 2013, 22:43

Hallo Kalle,

3% sind auch in 1 vollkommen ok, nur auch da nicht für jede Lok. Eine Märklin 55 oder 56 hat z. B. trotz Haftreifen nur gut die Hälfte an Zugkraft der Hübner-64 mit 3 angetrieben Achsen. Das hängt einfach stark vom Eigengewicht und besonders einer dem Gewicht angepassten Federung ab. Manche gefederte Lok musste erst kräftig "durchgeknetet" werden d.h. das Federspiel durch mehrfaches draufdrücken gangbar gemacht werden.
Ein Freund betreibt eine Anlage mit 1,9m-Mindestradien und 3% Steigung, dort fahren wir Züge mit bis zu 70 Achsen, d. h. auch die oben genannte 55 schafft noch über 20, wenn das genügt sind die 3% auch bei Dir ok. Auch bei meiner eigenen Anlagenplanung sehe ich 3% vor und mach mir da keine Sorgen, lange Güterzüge sollen eh Schub bekommen.

Gruß
Michael

5

Samstag, 30. März 2013, 13:16

Hallo Kalle,

ich habe einen Wendel mit Radius 1550mm (siehe Bild), er überbrückt eine Höhe von 300mm.

Hallo Peter,

herzlichen Dank für das Bild und das Video! Hmm, 30 cm Höhenunterschied mit 1550er Radius ... das bringt mich auf ganz neue Ideen! Aber kommt da wirklich eine KM1 50er oder eine KISS 45er ohne Probleme mit sagen wir 20 Schüttgutwagen hoch? (beide Loks sind in meinem Bestand, zusätzlich diverse Märklin V200/BR220/BR218). Nächste Woche gesellt sich eine BR 103 von Märklin mit 6 TEE Wagen dazu.

So ein Wendel - genauer deren 2 Stück - wären auch bei mir eine ideale Lösung ... ich werde das mal durchplanen.

Danke auch an die anderen Beiträge. Ich plane also mit max. 3% Steigung wie ich das von H0 her auch kenne.



Ich hätte da noch eine Frage die sich mir immer wieder stellt wenn ich Videos oder Bilder von Spur 1 Kollegen sehe (ich will dafür jetzt keinen weiteren Thread aufmachen):

Wenn ich so "einsam" in der Gegend gebaute Gleistrassen sehe - also links und rechts der Gleistrasse ist NIX - dann kriege ich das blanke Grauen! 8o
Entgleist auf so einer Strecke mal eine Lok mit ihrem Zug und fliegt ein Meter in die Tiefe ... aua, ich bekomme gerade eine Gänsehaut!!!

Ich denke an etwas nach vorn laufende Geländeformationen sodass eine entgleisende Lok einfach dort liegenbleibt als über den "Tellerrand" zu fahren ...

Wie habt Ihr dieses "Problem" gelöst?

Viele Grüße,

Kalle

6

Samstag, 30. März 2013, 14:56

Hallo Kalle,

zur 45 kann ich nichts sagen, die steht/fährt bei mir nicht da ich im Schattenbahnhof auch 1020mm liegen habe. Das mit der 50 ist kein Problem. Kommt aber auch auf Gewicht und Rollfähigkeit der Wagen an.
Ich weiß nicht wo Du wohnst, aber Du könntest auch ohne Probleme Deinen Zug mal auf meinem Wendel testen, Raum Herford in Westfalen.
Schau mal auf meiner Home Page, www.spur1n.oyla.de , dort gibt es einige Filme zur Spur1. Da kannst Du auch andere Steigungsfahrten sehen da meine Anlage praktisch auf drei Ebenen fährt.

Zu der Absturzsicherung, der Wendel sollte eine Ab/Auffahrt Mauer bekommen, so das der Wendel auch irendwann in einem Tunnelportal verschwindet. Aber aus verschiedenen Gründen wird an der Anlage
auch nicht mehr weiter gebaut. Es sind natürlich auch schn mal Wagen aus dem Gleis gesprungen, bis jetzt aber immer nur vereinzelte Wagen, nie eine Lok, und einen Absturz gab es nie, teuteuteu.

Grüße Peter Hornschu
Peter

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7

Samstag, 30. März 2013, 15:42

Hallo,
Problem ist ja auch bei den größeren Loks der relativ lange , starre Achsabstand in engen Kurven. Hier entstehen schon Reibungsverluste wegen Schrägstehen der Achsen im Gleis.
Zwar bringt auch etwas die Federung der Kiss/KM1 - Loks, aber wegen fehlender funktionierender Ausgleichshebel ist die Achslast wahrscheinlich auch nicht so optimal verteilt.
Deshalb wundert man sich oft, warum so kleine Loks wie die Hübner 64er oft hier so gut abschneiden: Kurzer fester Gesamtachsabstand und Gewicht von den Wasserkästen.
Für die 45er ist der 1550 Radius wahrscheinlich bei dieser Steigung nicht so gut mit 20 Schüttgutwagen. Aber probieren sollte man es.
MfG. Berthold

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8

Samstag, 30. März 2013, 16:30

Reibung in Kurven

Hallo,

Das erinnert mich an meine Heizerzeit,als wir Militär und Güterzüge von Ulm über Blaubeuren nach Immendingen fuhren.
Dort war sogar eine 15% Mehrlast im Buchfahrplan vermerkt,wenn der Zug aus 100% Rollenachslagern bestand.

Gruss Wolfgang

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