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Roland Hesse

unregistriert

1

Sonntag, 24. März 2013, 13:19

Wiegebunker

Hallo Leute !

nachdem ich gestern Abend noch "Eisenbahn"-Besuch hatte und wir ne ganze Weile gespielt hatten , kam irgendwann die Frage auf wie wohl ein Wiegebunker funktioniert. Ich konnte es nicht sagen - "Onkel Erich" wustte es nicht und auch im www. hab ich nichts Verwertbares gefunden.

Das Wort Wiegebunker lässt vermuten , daß beim Bekohlen (automatisch?) eine Verwiegung stattgefunden hat. Und nun zur Frage ! Wird die Lok vorher/nachher gewogen ? -ist ggf unter dem Gleis ne Gleiswaage integriert - Oder wird im bzw. am Bunker dessen "Gewichtsverlust" ermittelt - nach dem die Kohle im Tender "versenkt" wurde ? Ober werden irgendwelche "Portionen" erstellt und gewogen ?

Wer weis dazu ne Antwort.

Grüße Roland

  • »ospizio« ist ein verifizierter Benutzer

Beiträge: 3 031

Beruf: Triebfahrzeugfortbewegungskünstler im Unruhestand

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2

Sonntag, 24. März 2013, 13:46

Wiegebunker

Hallo Roland,

Wie der Name Wiegebunker schon ausdrückt,steht der Trichter mit Lokkohle auf einer Waage.Etwa vergleichbar wie eine Kohlenwaage mit der der Kohlenhändler die Kohlensäcke befüllt,nur eben halt im Tonnenbereich.
Die Klappen am unteren Teil des Trichters,werden mit Druckluft geöffnet und geschlossen.Bedient wird das ganze im Steuerstand mit Ventilen,wo auch die Anzeige für das Gewicht des Bunkers ist.
Bei uns hatten wir so ein Teil in Ulm und Tübingen.
Einmal,als unser Starheizer,genannt "Inspektor" mit einer 44iger in Tübingen unter dem Bunker zum Bekohlen stand,klemmte das Luftventil,welches die Klappen schloss,und der ganze Trichter lief leer.Der Tender der 44 stand also in einem Berg von Lokkohle.Unser Inspektor soll zum Bekohler hinaufgerufen haben:
Euer Ehren,es reicht!!
Die Reaktion des Bekohlers darauf soll nicht jugendfrei gewesen sein.
Dieser Spruch ging wie ein Lauffeuer durch die ganze Direktion Stuttgart und war Gespräch an jedem Stammtisch in den Eisenbahnerkantinen.

Gruss Wolfgang

Roland Hesse

unregistriert

3

Sonntag, 24. März 2013, 22:08

Danke

-für die gute Beschreibung und vor allem die lustige Geschichte - obwohl ich nie dienstlich mit der richtigen Bahn zu tun hatte - kann ich mich durchaus gut in die rauen Sprüche reindenken .

gerade von / über die Lokführer hört man ja so manche Geschichte. ........ Toll -

Danke Roland

4

Montag, 25. März 2013, 00:23

Hallo Roland,

hier kann man die "Hebelei" (Waagbalken) eines Wiegebunkers sehen.

http://www.google.de/imgres?imgurl=http:…ved=0CEQQrQMwDA


Wolfgangs Geschichte kann ich nur bestätigen, die ging natürlich rund - und wir Betriebsschlosser waren schuld. Beim Tübinger Wiegebunker hatte ich in den 70ern noch beim Abbruch mitgeholfen, der war erst Baujahr 1962. Davor gab es nur 4 einfache Kohlendrehkräne.

Gruß
Michael