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1

Sonntag, 4. November 2012, 09:15

BR 24 von Märklin öffnen

Guten Morgen,

ich benötige Hilfe in Sachen BR 24 von Märklin:

Es soll der Original-Dekoder gegen einen ESU XL 4 getauscht werden. Die Lok wurde gebraucht erworben, eine Bedienungsanleitung zum Öffnen der Lok
ist leider nicht dabei gewesen.
Bei Märklin ist keine Zeichnung, bzw. Anleitung gelistet.
Bevor ich mich dort per Mail oder auch Telefon durchfrage und dann doch evtl. keine sachdienlichen Hinweise erhalte möchte ich es auf diesem Weg versuchen .
Dazu jetzt die Frage:Wo sitzen die Schrauben, damit der Zugang zum Dekoder ermöglicht wird ??? Hat evtl. schon jemandden Dekoder getauscht und kann Hinweise geben ???
Wo ist der Dekoder untergebracht, im Tender oder im Lokkessel, bzw. Aschkastennachbildung ??

Über sachdienliche Hinweise würde ich mich freuen.

Mit fragenden Grüßen

Peter
der
nordhamburger

2

Sonntag, 4. November 2012, 10:20

Hallo Peter,
jetzt geht´s los ...

Vorbereitung:
Zuerst die Halter der Windleitbleche an diesen lösen.

Zwei große Schrauben von unten im Kessel, und zwei kleine Schrauben in den äußeren Ecken unter dem Führerhaus (dazu die Trittbleche aushaken):





Beim Abnehmen des Kessels mit dem Führerhaus auf die Leitungen, Rohrschellen und Stangen achten, natürlich erst recht beim Wiederzusammenbau!



Schöne Grüße vom Oliver.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Oliver« (4. November 2012, 10:58)


3

Sonntag, 4. November 2012, 11:08

neuer Lautsprecher

Tenderumbau:

eine Schraube mittig hinten lösen, Gehäuse abhebeln.
Mit ein paar Anpassungen passt ein großer Visaton FRS7s 8Ohm in den Tender, die Platine muss höher gelegt werden, die Stecker geneigt werden, da nicht mehr soviel Höhe wie vorher vorhanden ist.
Durch den Umbau erhält der Tender auch mehr Gewicht, und tänzelt weniger im Gleis, vom Soundunterschied ganz zu schweigen ...



Schöne Grüße vom Oliver.

4

Sonntag, 4. November 2012, 14:42

BR 24 von Märklin öffnen

Hallo Oliver,

herzlichen Dank für Deine Mühe,

damit komme ich auch weiter. Die Fotos helfen ungemein.

Ich wünsche Dir noch ein gutes Wochenende

Herzliche Grüße

Peter
der
nordhamburger

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5

Montag, 18. Februar 2013, 09:56

Bedienungsanleitung Br 24

Moin Oliver,
hast Du eine Bedienungsanleitung einer BR 24 als scan oder pdf Datei ? Bei meiner fehlt sowas leider.
Gruss
Sven

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6

Dienstag, 19. Februar 2013, 00:23

Hallo Sven,

habe eben versucht die pdf-Anleitung zu schicken... das Ding ist zu groß; bitte mal eine PN mit der Mail-Addy schicken....

Beste Grüße
Gerald Thienel

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7

Mittwoch, 8. Mai 2013, 07:14

Umbau BR 24 auf Esu 4.0 XL

Hallo,

ich baue ebenfalls gerade eine 24 um. Die Maschine lief mit dem Originaldecoder von Märklin einwandfrei, aber sie soll DCC-kompatibel werden und auch einen besseren Sound erhalten. Nach dem Umbau lief die Maschine im Probebetrieb mit dem Lokprogrammer zunächst. Dann gab es jedoch eine Notabschaltung durch den Programmer. Mit dem Originaldecoder funktionierte sie dann zunächst wieder, dann trat das Problem auch hier auf. Nachdem ich diverse Decoder erfolglos getestet hatte, habe ich schließlich die Originalplatine von allen Verbrauchern getrennt und alle Leitungen auf der Platine mit einem Durchgangsprüfer getestet. Es stellte sich heraus dass es zwischen Licht hinten bzw. vorne und U+ einen Kurzschluss gibt, der wohl durch die Verwendung des ESU 4.0 an den diversen Dioden auf der Platine verursacht worden sein könnte. Warum, ist mir allerdings schleierhaft. Die PIN-Belegung dürfte doch wohl bei Märklin Decodern und ESU Decodern gleich sein. Die Decoder sollten doch wohl aus demselben Haus sein. Auf dem Märklin Decoder steht XL 35, aber es ist kein DCC Decoder. Leider sind entsprechende Informationen bei Märklin offenbar Betriebsgeheimnis. Ich werde die Platine jetzt ausbauen, sie notgedrungen in den Ruhestand verabschieden und statt eines Decoders mit Stiftleisten einen mit Schraubleisten einsetzen.

Mich würde Eure Erfahrung interessieren: Ist dies ein singuläres Problem, das nur ich mit der Lok habe, oder tritt das bei Ersatz der Märklin Decoder durch ESU DCC Decoder häufiger auf? Der Umbau einer BR 94 von Märklin steht auch noch an und da möchte ich mir die Platine auch nicht gleich zerschießen.

Gruß

Ernst

8

Mittwoch, 8. Mai 2013, 07:35

Hallo Ernst,

der Lokprogrammer ist für Spur1 Lokomotiven zum Fahrtest ungeeignet.
Gerade beim 4.0 XL Decoder schaltet der Lokprogrammer schon ab wenn man den Sound voll aufdreht und die Pfeife drückt.
Wenn der Programmer sauber ausliest sollte man mit einer Digitalzentrale mit mindestens 2A weiter testen.

Grüße, Rainer

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9

Mittwoch, 8. Mai 2013, 07:39

Dann gab es jedoch eine Notabschaltung durch den Programmer.
Und du bist sicher, dass es ein Kurzschluss war und nicht eine Abschaltung wegen Überlast?
Das kleine Steckernetzteil des Programmers schafft bei meinen Loks höchstens Fahrstufe 1, danach schaltet es ab!

Grüße
Gunnar

10

Mittwoch, 8. Mai 2013, 08:22

Guten Morgen,

die Lichtsteuerung auf der Grundplatine der BR24 ist über eine Transistorschaltung geregelt, welche jeweils die Spannung für die zweipoligen Duo-LEDs umpolt.
Das kann also auch richtig sein, dass es dort eine Verbindung gibt.
Sollte einer der Transistoren defekt sein, kann man das normalerweise erkennen an der veränderten Oberfläche desselben, thermal verformt...

Kurzschlüsse treten bei der Lok eher durch nicht exakt positionierte Schleifdrähte an der ersten und zweiten Kuppelachse auf, und zwar auf der Lokführerseite.
Die Drähte dürfen nur die Abnahmescheibe berühren, nicht aber die Achse.
Wenn die Lok zur Kontrolle "auf dem Rücken" liegt, muss man die Achsfederung beachten, ob dadurch ein Problem sichtbar oder eher nicht sichtbar wird ...

Wünsche viel Erfolg!
Schöne Grüße vom Oliver.

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11

Mittwoch, 8. Mai 2013, 09:22

Kurzschluss in der BR 24 von Märklin

Hallo, liebe Forenteilnehmer,

vielen Dank für die schnellen Antworten. Ich hatte, nachdem der Lokprogrammer immer wieder abschaltete, mit Märklindecoder war vorher ein vorsichtiger Test wegen der sehr begrenzten Leistungsabgabe des Programmers schon möglich, ohne Licht auch mit dem LS 4.0 XL, bei dem Modell die Platine von allen Verbrauchern getrennt, nur die Lötanschlüsse hatte ich beibehalten. Der Motor hatte ich hinfür abgelötet, so dass von Seiten eines Verbrauchers keine Störung ausgehen können sollte. Wie geschrieben, der Durchgangsprüfer zeigte zwischen Licht vorn bzw. hinten und U+ ("Blauer" Rückleiter bei ESU H0-Decodern) auf der Platine, also ohne eingebautem Decoder, einen Kurzschluss an. Alle anderen Pinaufnahmen waren ok. Damit dürfte Oliver Recht haben, auf der Platine hat es einen Transistor zerschossen. Daraus würde ich schließen, dass ein Wechsel vom Originaldecoder zum LS 4.0 XL von ESU wohl nicht ohne weiteres möglich ist. Da die Lok in Zukunft nur noch im DCC-System betrieben werden soll, kann ich auf die Platine wohl verzichten und werde die Lok "frei" verdrahten. Die Schaltung für die Beleuchtung auf der Platine ist dann ohnehin nicht mehr erforderlich, allerdings werde ich eine kleine selbst gebaute Platine einsetzen, welche die notwendigen Vorwiderstände für die Lanpen tragen wird.

Ich werde aber auch ESU informieren. Alter Decoder raus, neuer rein, geht wohl doch nicht immer so einfach.

Damit sollte ich aber auch beim nächsten Projekt, der BR 94 von Märklin, die eine ähnlich aufgebaute Platine haben wird (Modell noch nicht zerlegt, daher ist mir der Aufbau der Platine noch nicht bekannt), wohl gleich auf den Einbau eines Steckdecoders verzichten und eine freie Verdrahtung vorsehen.

Beste Grüße
Ernst

12

Mittwoch, 8. Mai 2013, 10:57

Hallo Ernst,

es muss gar nichts kaputt sein!

Funktioniert die Beleuchtung inkl. Lichtwechsel, wenn alles angeschlossen ist?

Die Transistoren schalten jeweils die Spannung vorne und hinten um, es ist logisch, dass U+ bei Licht vorne und hinten zu messen ist.
Die Platine wegzulassen und einen Decoder mit Schraubanschlüssen einzubauen, bedeutet, dass die Lok neu verkabelt werden muss, und die Stromabnahme anders gelöst werden muss.

Dass der Xl-V4 die Lokplatine zerstört halte ich für ausgeschlossen, solange man beim Umbau weder Kabel einquetscht noch direkte Kurzschlüsse verursacht.
Schöne Grüße vom Oliver.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oliver« (9. Mai 2013, 17:57)


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13

Samstag, 11. Mai 2013, 19:39

Hallo zusammen,
auch ich habe gerade einen Umbau der Mä 24 laufen....

Da auch ich einen ESU XL 4.0 einbaue, habe ich mich zu einer "Radikalkur" entschlossen, damit die unglückliche Lichtschaltung der Märklin-Lok (es ist bei eingeschalteter Beleuchtung immer das hintere Licht rot....) korrigiert wird.
Gleichzeitig habe ich dabei schönere Laternen (KM1) und Bremsschläuche und Heizungskupplungen von Dingler montiert.

weiterhin soll ein KM1-Dynamic-Smoke verwendet werden.

Damit der Sound auch aus der Lok kommt, habe ich den neuen Decoder im Tender plaziert.... und ein paar zusätzliche Leitungen zwischen Lok und Tender verlegt....

Dazu gibt es aber hier schon einen anderen Bericht....

Beste Grüße
Gerald Thienel

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14

Mittwoch, 15. Mai 2013, 10:48

Vielen Dank für die guten Tips. Die Leitungen hatte ich ausgemessen, als weder ein Decoder eingebaut war noch Verbraucher wie Lampen angeschlossen waren. Dennoch trat der Kurzschluss auf. Märklin hat mir angeboten, die Platine zu testen. Die Platine werde ich dorthin schicken. Ob der LS 4.0 XL mit der Platine kompatibel ist, konnte Märklin nicht sagen.

Die Lichtsteuerung der Lok stört mich auch. Das rote Licht macht bei dem Modell ja nur Sinn bei Lz-Fahrt oder im Schiebebetrieb. Beides ist eher selten. Deswegen versuche ich noch heruaszufinden, ob das Licht vorn und hinten unter Beibehaltung des rot/weiß-Wechsels getrennt geschaltet werden kann, wenn die Lok neu verdrahtet wird. Falls nicht, wird nur das weiße Licht fahrtrichtungsabhängig aktiviert.

Der radsynchrone Rauchausstoß wäre bei diesem Modell natürlich auch sehr attraktiv, aber mit erheblichen Anpassungen am Gehäuse verbunden, wie hier im Forum ja schon ausführlich berichtet wurde. Ich werde mal KM1 fragen, ob sie beim Glaskasten und der "Berg" kleinere Raucherzeuger einsetzen, die dann auch als Einzelteile verkauft werden. Die wären dann in der 24 einfacher unterzubringen.

Bezüglich freie Verdrahtung: Rainer Herrmann z. B. (früher bei Kiss) bietet Platinen für Steckdecoder an. Falls es nicht dazu kommt, dass Märklin die Platine austauscht und sie dann verwendet werden kann, kommt eine solche Platine bei der 24 hinein. Ich werde versuchen, sie wie die Originalplatine im Modell zu befestigen. Die Verdrahtung sollte dann sauberer möglich sein als bei Schraubdecodern. Außerdem kann ich den bereits mit einem Stecker zum Anschluss des Hallsensors für das radsynchrone Geräusch versehenen Steckdecoder dann noch verwenden.

Ernst

15

Mittwoch, 15. Mai 2013, 15:27

Hallo Ernst,

noch einmal ganz langsam:

Es ist normal, dass U+ an den Lampen vorne und hinten an je einem Anschluß gleichzeitig zu messen ist !
Auch wenn kein Decoder eingesteckt ist !
U+ ist der gemeinsame Anschluß aller Verbraucher, Du kannst ihn also auch an allen anderen Anschlüssen (Rauchgenerator etc) messen !
Bei der Platine der BR 24 wird durch die Transistorschaltung nur plus und minus an den LEDs selber umgeschaltet (zB. plus links minus rechts gleich gelbes Licht, plusrechts minus links gleich rotes Licht)
Der Anschluß U+ ist immer da, auch wenn gar kein Licht eingeschaltet ist, bei den Funktionen wird IMMER der minus geschaltet !


Warum steckst Du den XL-V4 nicht nocheinmal ein, und probierst, ob die Beleuchtung richtig funktioniert?

Es macht anschluß-technisch keinen Unterschied, ob der Originaldecoder (mfx), ein ESU XL V3.0, ein XL-V3.5 oder ein XL V4.0 Decoder eingesteckt ist. Der zusätzliche Pin des V4 "geht ins Leere", dieser Steckplatz ist bei der 24er-Platine frei.

Man kann auch einfach einfarbige LEDs einbauen, bei Beibehaltung der Märklin-Platine, dann ist eben nur noch Licht in Fahrtrichtung eingeschaltet, oder eben genau umgekehrt, falls man die LEDs falsch herum montiert hat... :D
Schöne Grüße vom Oliver.

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16

Donnerstag, 16. Mai 2013, 14:15

Weil es dann eben doch einen Kurzschluss gibt. Ich habe die Platine, wie geschrieben, ausgemessen, als sämtliche Verbraucher, also auch alle Lampen, der Raucheerzeuger, Lautsprecher, abgeschlossen waren, und da trat der Kurzschluss dennoch auf. Ich schicke die Platine nach Märklin.

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17

Donnerstag, 16. Mai 2013, 14:20

Weil es dann eben doch einen Kurzschluss gibt. Ich habe die Platine, wie geschrieben, ausgemessen, als sämtliche Verbraucher, also auch alle Lampen, der Raucheerzeuger, Lautsprecher abgeschlossen und der decoder ausgebaut waren, und da trat der Kurzschluss dennoch auf. Ich schicke die Platine nach Märklin.

18

Donnerstag, 16. Mai 2013, 15:16

Ok,

es gibt also eine Kurzschluß-Abschaltung auch ohne Decoder und Lampen.
Habe ich erst jetzt so verstanden.


Dann würden die ich vermuten, dass der Defekt durch einen Kurzschluß zweier Kabel entstanden ist, entweder an den Anschlüssen der Hauptplatine direkt vor dem Motorblock, oder an den Lötstellen der Lok-Tender-Platine im Tender.
Das habe ich bei zwei Loks gesehen, da waren die Adern viel zu weit abisoliert, bei einer ging es gut, bei der zweiten nicht...
Also dort unbedingt nachsehen.
Schöne Grüße vom Oliver.

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19

Samstag, 18. Mai 2013, 21:02

Umbau BR 24 Märklin auf radsynchronen Sound mit DCC Decoder

Hallo, Oliver,

letztlich gab es sogar zwei Probleme. Das erste war eine hauchfeine Litze, die beim Löten der Platine wohl übersehen worden war und jetzt, als die Kabel beim Ausbau der Platine ein wenig bewegt wurden, den fatalen Kontakt herstellte. Der Lokprogrammer reagiert ja auf kleinste Kurzschlüsse. Die zweite Ursache ist aber in der Konstruktion der Lok zu suchen- Der U-förmige Schleifdraht rechts an der Mittelachse ist eine schlechte Konstruktion. Auf diese Schwachstelle war von Oliver ja schon hingewiesen worden. Es hätte zumindest hinter dem Rad noch einer Führung bedurft, um den Draht sicher in Position zu halten. Auch eine etwas längere Isolierbuchse am Rad zusammen mit einer entsprechenden Nut im Rahmen (ca 2 mm wie bei der ersten Achse wären völlig ausreichend) hätten das Problem sicher vermieden. Beim Märklin-Decoder funktioniert die Stromabnahme ja dennoch einigermaßen sicher, mit einem ESU LS 4.0 XL aber nicht. Durch die langen Stifte setzt der Decoder auf der anderen Kesselseite unten auf. Die Platine wird in ihrer Halterung dadurch etwas labil, und schon ist der Kurzschluss da. Mit dem ESU LS 4.0 und den langen Stiften scheint sich die Lok auch nicht schließen zu lassen. Die Stifte kürzer zu zwicken und so den Decoder in die Kesselmitte zu rücken wäre eine Möglichkeit, die Platine passend zu bekommen, aber für die Lok ist ein ESU LS 3.5 XL auch gut. Soundsteuerung mit Hallsensor geht auch problemlos. Also kommt jetzt ein LS 3.5 XL hinein und da gibt es auch kein Problem mit den freien Stiften an den Seiten des 4.0. Ich hatte sie schon isoliert, damit sie keine Kontakt zum Gehäuse erhalten (Schrauben unter dem Kesselscheitel). Der LS 4.0 kommt jetzt in eine 94 vom Märklin. Dort kann ich auch seine Fähigkeit nutzen, den Kupplungswalzer zu programmieren, da die Lok ja mit Telexkupplungen ausgestattet ist. Meine V 36 von Märklin kann ihn bereits mit einem LS 4.0 XL, und das ist wirklich beeindruckend, wie sie sich sanft vom Zug abkuppelt.

Die Anschlüsse an der Platine der BR 24 habe ich alle neu verlötet, jetzt sollte da Ruh sein. Im Tender ist ein FRS 7 S von Visaton, der nicht nur gut klingt, sondern dem Tender, wie anderswo im Forum schon beschrieben, ein wirklich gutes Gewicht verleiht. Obwohl sie keinen dynamischen Rauch hat, gewinnt das Modell durch einen solchen Umbau sehr. Ich möchte aber jedem Leser des Forums empfehlen, diesen Umbau nicht als Erstlingswerk zu versuchen. Die Lok ist in einigen Teilen sehr empfindlich und Ersatzteile gibt es leider nicht, falls etwas zu Bruch geht.

Gruß Ernst

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20

Donnerstag, 23. Mai 2013, 21:53

Update

Noch ein kurzes update. Da die 24 auf einen anderen Decoder wartet, konnte der LS 4.0 XL ist jetzt in eine Märklin 94 eingebaut werden. Er passt ohne Kürzung der Stifte knapp hinein. Die untere Kante des Kesselausschnitts über dem Decoder habe ich aber vorsichtshalber isoliert. Die Rauchkammer der Lok betet viel Platz für einen Raucherzeuger von KM1. Ich habe mir aus Lochblech eine Halterung gebaut, auf der die Universalhalterung von KM1 mit Uhu endfest 300 befestigt wurde. Die Sechskantschraube in der Rauchkammer bietet eine ideale Befestigungsmöglichkeit für die Halterung. Der Raucherzeuger ist über ein Relais mit zweimal ein direkt an den Schienenstrom angeschlossen. Das Relais zeiht sehr wenig Strom und kann so problemlos über den Decoder geschaltet werden. Einen Taktgeber mit Hallsensor hat die Lok natürlich auch bekommen. Den 32 Ohm-Lautsprecher habe ich durch einen 8 Ohm ersetzt. Da die Lok beidseitig Telexkupplungen aufweist, habe ich den "Kupplungswalzer" aktiviert. Statt wie bisher mit einem dünnen Zischen kommt die Lok nicht nur optisch, sondern jetzt auch akustisch kraftvoll daher, so wie ich sie aus ihrer letzten Einsatzzeit im Nordharz in Erinnerung habe. Jetzt soll sie noch ein professionelles Wheathering erhalten, dann ist sie ein schönes Abbild (fast, den die hatten zwei Dome und seitlichen Vorwärmer) jener Loks, deren Abschied aus Goslar ich noch wehmütig in Erinnerung habe.

Das Modell ist manchmal auf Ebay günstig zu bekommen und bietet sich wegen seines wartungsfreundlichen technischen Aufbaus meiner Meinung nach an für einen Einstieg in technische und optische Verbesserungen von Lokmodellen. Dies ist natürlich keine Empfehlung mit Erfolgsgarantie.

Ernst

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