Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Spur 1 Gemeinschaftsforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Dienstag, 31. Oktober 2006, 22:57

neue Technologien im Modellbau

M?chte mal diesen Thread zum Erfahrungsaustausch bzw. Bekanntmachung er?ffnen.

Im Gegensatz zu herk?mmlichen CNC Fr?s- und Drehmaschinen erlauben die von mir gefundenen Anbieter absolute Kleinstmengen.

Die Schlagworte im Netz : Rapid Prototyping und Sterolithografie

Wie kommt man zu solchen Teilen:
Man sollte mittels CAD seine Entw?rfe auf Papier, ups also in eine Datei bringen, die dann vom jeweiligen Hersteller verwertet werden kann, was durchaus per email passieren kann.

Laserschnitt: Eignet sich vor allem f?r Bleche und Kunststoffplatten mit komplexen schnittverl?ufen, wobei die schnittkanten u.U. leicht nachbearbeitet werden m?ssen. Meiner Meinung nach hervorragend f?r
Personenwaggons neuerer Bauart geignet (ICE ?)

Stereolithografie: salopp formuliert ein 3D Drucker, der in verschiedenen Kunststoffarten Formen erzeugt, die aus einer 3D Fl?chendatei erstellt werden, neuerdings sogar mit ABS Kunststoff. Kein 3d Fr?ser k?nnte derartige Formen erstellen, da durch das Fr?serwerkzeug Grenzen gesetzt sind. Von diesen Formen k?nnen auch Silikonabdrucke gegossen werden, um eventuell auch Kleinserien gie?en zu k?nnen. Im Prinzip kann man damit ?hnlich wie bei Plastikbaus?tzen (zb. Faller) Bauteile erstellen. Drehgestell-Au?enteile nicht zu vergessen.
Nachteil: die rohlinge haben eine aufgrund des Verfahrens zwar eine genial hohe Genauigkeit, die oberfl?chen enthalten aber eine gewisse riffelung, die erst mit sehr feinem Schleifpapier nachbehandelt werden mu?. (bei meinem ersten Modell war das ?berhaupt kein Problem, die
Oberfl?che zu gl?tten)
Kosten: ca 40 cm3 Prototyp kostete ca 100EURO excl. Mwst.
abz?ge von Silikonformen ca 100 St?ck m?glich

Werde demn?chst ?ber die Konstruktion eines Schneepfluges berichten...

Wer hat noch Erfahrung auf diesem Gebiet?

lg. gmayer

Henry Wolf

unregistriert

2

Mittwoch, 1. November 2006, 01:12

Hallo Herr Mayer,

ich kenne das Verfahren.

M?rklin hat auf der Spur1 2005 in Sinsheim einen Personenwagen der im STL - Verfahren hergestellt wurde, ausgestellt.

Man hat es an der von Ihnen beschriebenen Riffelung gesehen.

Gru? Henry

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Henry Wolf« (2. November 2006, 16:24)


3

Donnerstag, 2. November 2006, 09:44

RE: neue Technologien im Modellbau

Ich nutze f?r Fahrzeugteile haupts?chlich gelaserte Bleche. Bei einer guten Planung lassen sich Nasen und Aussparungen vorsehen, die es erlauben, Teile erst einmal sehr pa?genau zusammen zu setzen bevor sie verl?tet werden.
F?r die Seitenw?nde von Personenwagen l??t sich auch gefr?stes PVC (o.?.) Material sehr gut einsetzen, hier kann man dann auch die Fenster noch pa?genau Einsetzen und mit hinterem Kleberand versehen. Auch hier generell Aussparungen und Nasen vorsehen, die es erlauben das Modell zusammen zu stecken bevor geklebt wird.
F?r ein LVT-Modell hab ich die Kopfform aus vielen ?bereinander geklebten Kunststoffplatten geschliffen - nach Augenma?. Der Nachteil der rechnergest?tzen Konstruktion ist, da? ich alle kanten irgendwie auch verma?en mu? und manchmal ist es eben sehr schwierig dazu eine brauchbare zeichnerische Grundlage zu finden. Interessant w?re es jetz herauszufinden, ob es eine M?glichkeit gibt, diese Konturen aufzunehmen, ggf am Rechner nachzubearbeiten und daraus dann ein neues Modell herzustellen.daf?r hab ich aber noch keine M?glichkeit gefunden.....
-----------------------------
www.spur1-leipzig.de

4

Donnerstag, 2. November 2006, 19:15

Hallo Matthias!

Das hab ich jetzt nicht kapiert, was mu?t du verma?en? als ?si :D ist mir auch nicht ganz klar, was ein LVT ist. Bin leider nicht umbedingt vom Fach.


Ich h?tte mir folgende Vorgehensweise ?berlegt:
Ich mache vom Triebfahrzeug mehrfach Fotos von allen Seiten, wobei ich dabei 2 verschiedene Typen unterscheide, 1) schr?gri?fotos, um f?r mich selbst die r?umliche form zu verstehen und 2) sogenannte Orthofotos evtl mit einer farbigen messlatte. Bei orthofotos versucht man, m?glichst verzerrungsfrei Fl?chen zu fotografieren (ideal w?re eine unendlich gro?e Entfernung mit dem Blickwinkel null, ist zwar nicht m?glich, aber man versucht dem m?glichst nahe zu kommen)

Diese Orthofotos skaliere ich im CAD so, da? sie mit den Haupma?en zusammenpassen, und lege dann aus einfachen Kurven Querschnitte und F?hrungskurven im 3d-Raum an. AutoCAD2007 bietet hier ganz neuen Befehl an ("anheben") wo man wirklich tolle stromlinienf?rmige Volumenk?rper erstellen kann. Bei einem Volumenk?rper hat man den Vorteil, danach diverse L?cher, Dachaufbauten usw. zu bearbeiten.
durch das cad kann man jederzeit das ding r?umlich betrachten und formfehler sofort erkennen, Farben und Materialdefinitionen definieren und die Sache per Stereolithografie ausgeben.
Als Endkontrolle der Form erstelle ich noch ein Stereoperspektive, die ich in einem Stereobetrachter einlege, womit ich ?hnlich wie bei einer 3d-Brille die Form betrachten kann.

Liebe Gr??e

geri

Gerald

  • »geri« ist ein verifizierter Benutzer

Beiträge: 1 569

Wohnort: Niederrhein

Beruf: Finanz-Magier

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 2. November 2006, 20:50

Hall?chen,

also daf?r das "nix verstanden" wurde, wird hier ganz sch?n gefachsimpelt.

Wenn das alles so funktioniert mit euren Fotos und CAD-Programmen und Kunstoffformern, k?nnte man das dann auch f?r meinen Wasserturm (siehe Eigenbau - Wasserturm) verwenden? Eigentlich doch schon oder? Und wenn ja, wer macht so was - vielleicht hier aus dem Forum jemand?
Liebe Grüsse,
gerald ehrlich

6

Donnerstag, 2. November 2006, 21:50

Nat?rlich w?rde das auch funktionieren, leider sind die Kunststoffprototypen f?r mein geldb?rsel sauteuer. mein erstes modell hatte ca 40 cm3, maschinenzeit ca 4 stunden und ich brannte ca 100 Euros :((das ?ber meinen nachbar, der arbeitet bei so einer firma). zum gl?ck kostet mich die cad software nichts, da ich meine ganze arbeitszeit eh nur mit dem krempel verbringe. also ich wei? nicht, ob sich das von den kosten rechnet???

ich will in den n?chsten tagen meinen Pflug in ABS formen lassen, das ding hat ca 60cm3:

Folgender Link installiert den Autodesk 3d Dwf viewer, falls es sich wer anschauen will:

pflug.htm

lg.

7

Donnerstag, 2. November 2006, 22:06

STL hat (noch Grenzen)

Hallo,

f?r das Erfassen der Ma?e und die Konstruktion mag die beschriebene Computerunterst?tzung ein guter Weg sein, f?r eine Ausgabe ?ber STL f?r gr??ere Geb?udemodelle wohl eher nicht.
Die Kosten f?r Rapid Prototyping richten sich nach den Faktoren
- Gr??e des belegten Bauraumes im STL-Drucker
- Menge des verbrauchten Harzes in ccm
- ggf. Rechen- und Laufzeiten des Druckers

Bei einer Gr??e wie z.B. dem Modell des M?rklin Wasserturmes d?rfte da ein nicht unerheblicher Preis f?r den Ausdruck zusammmenkommen.

Noch dazu kommt, das die heute ?blichen STL-Harze noch nicht unbedingt langlebig sind. Sie sind oftmals Licht-, W?rme oder Bruchempfindlich. Man kompensiert das meistens durch Abgiessen mittels Silikonformen und PU-Kunststoffen. Wobei dabei das Silikon wieder das teuerste ist und der Verbrauch bei kompletten Geb?uden in Spur 1 irrsinnig sein d?rfte.

schwellenkarle1

unregistriert

8

Freitag, 3. November 2006, 13:23

Hallo, hier zum Beispiel ein Bild von einem Wasserturm in Kartonbauweise mit Balsa 2mm verst?rkt. Es ist nur ein Musterbau. Kann durch zur?cksetzen der T?ren und Fenster mit Leibungen und Mauerabsetzungen noch wesentlich verbessert werden. Das kann auch mit jedem anderen x-belibigen Modell praktiziert werden. Als Ma?tab diente die T?rh?he. Das ganze ist durch scannen eines H0-Modells und vergr??ern um den Faktor 2,7 entstanden. 200 gr. Papier und ein DIN-A3 Drucker sind dazu allerdings notwendig.
»schwellenkarle1« hat folgendes Bild angehängt:
  • Papierbau 001.jpg

9

Freitag, 3. November 2006, 21:14

Hallo Arne!

Bez?glich Kosten ist ganz klar, die sache ist sauteuer eind eignet sich f?r geb?udemodelle wohl eher nicht, da w?rde ich auch die herk?mmlichen Wege beschreiten.

Bez?glich Harze hast du auch recht, da sie bei den herk?mmlichen STL-Maschinen zb mit UV Licht ausgeh?rtet werden, bekommt das ding sp?ter in der sonne noch mehr UV, dann wirds spr?de und .... peng.

Darum verwende ich bei STL nur ABS Kunststoff, der mit einer 5-Achsmaschine "aufgespritzt" wird. Die eigenschaften von ABS sind wohl im netz leicht nachzulesen.

Interressant wird die sache eben nur bei sehr komplexen r?umlichen Formen. Der Taurus (?BB 1116), Hercules (2016), ICE oder auch der Talent haben Formen, wo ich mit meinen handwerklichen M?glichkeiten ?berfordert bin, wenn ich ein absolut symetrisches Geh?use ben?tige.
Ich w?rde ja sowas gerne bauen, traue mich aber momentan noch nicht ?ber das fahrwerk mit dem antrieb dr?ber (wenn ich diverse beitr?ge ?ber Kleinserienhersteller lese, die auch so ihre antriebsproblemchen haben oder hatten)

lg.

hschmeisser

unregistriert

10

Sonntag, 26. November 2006, 23:55

Eigenbau mit Polystyrol

Wenn Sie sich die Kosten f?r die Technikausr?stung nicht Leisten k?nnen ; aber das Machenlassen auch ?ber Ihre M?glichkeiten geht , ist es an der Zeit ?ber das Selbermachen nachzudenken. Lesen Sie den Artikel ?ber den Polystyrol-Eigenbau im Br?ckelforum im Lexikon durch. Vielleicht entdecken Sie dann auch meine anderen Werke. Auf meinen Internetseiten ist auf den Bilder manches zu sehen von Bahnhofshalle, Drehscheibe oder Loks. M.f.G.

11

Donnerstag, 7. Dezember 2006, 20:59

Der Schnee kann kommen

... auch wenns nicht so aussieht.

Hab heute meinen FDM-Pflug bekommen, bin im gro?en und ganzen ganz zufrieden mit dem Ergebnis, ein bisschen schleiferei (Riffelung)wirds noch brauchenund und nat?rlich Farbe.
Das ganze ist ein reines Phantasieprodukt und hat kein Vorbild.

Nat?rlich kann man das in Polystyrol, oder in Messing, oder Stahl, oder sonst was, auch machen und nat?rlich viel g?nstiger.
H?tte man das vor 20 jahren bei den Edv Druckern auch gesagt, naja es wird auch heute noch mancherorts mit schreibmaschine geschrieben. Die alte K.u.K Monarchie machte auch die Erfindung der Schreibmaschine nieder.

Mich interessiert diese Technologie, eine Feilerei und L?terei weniger, soviel dazu.

Ganz ungewollt pa?t das ding auch auf einen Gls, die Puffer st?ren nicht.
Selbst die L?cher f?r die LEDS sind passgenau.
»gmayer« hat folgende Bilder angehängt:
  • pflug-ren.jpg
  • pflug.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gmayer« (7. Dezember 2006, 21:03)


12

Montag, 11. Dezember 2006, 04:51

RE: neue Technologien im Modellbau

Hallo HiTech-Modellbauer,

die Stereolithografie ist ein aufbauendes Formgebungsverfahren im Gegensatz zu den abtragenden Verfahren, wie Drehen, Fr?sen und Bohren. Ein besonderer Vorteil ist, da? keine Werkzeuge, selbst f?r komplizierteste Formen, hergestellt werde m?ssen und da? Formgebungen mit Hinterschneidungen und Aush?hlungen, die mit den abtragenden Verfahren nicht herstellbar sind, realisiert werden k?nnen. Gro?er Nachteil, sind die langen Bearbeitungszeiten, die eine Serienfertigung noch nicht beg?nstigen.
Man spricht deshalb auch von RPT (Rapid ProtoTyping), also nur zur Herstellung von Protptypen geeignet. Grenzfall ist die Kleinstserienfertigung. Hier ist sicherlich in Zukunft ein Anwendungsgebiet zu vermuten. Hauptanwendungsgebiete z.Zt. sind Messemuster bzw. Bemusterungsexemplare. Z.Bsp. Messemuster f?r die Modellbahnindustrie, neue Handyformen f?r die interne Bemusterung, in der Autoindustrie k?nnen komplette Felgen polymerisiert werden, die nach Lackierung einer Aluminiumfelge t?uschend ?hnlich sehen. usw. usf.
Verfahrensbedingt sind alle Teile aus einem Polymer. M?chte man ein Metallteil, so mu? das Kunststoffteil umformt werden und mit dem Gru?werkstoff, ?hnlich wie beim Wachsausschmelzverfahren, ausgeschmolzen werden. Sofern Metalle mit niedrigerem Schmelzpunkt zur gen?gen, ist der Umweg ?ber Silikonformen m?glich.
Wer gleich Ergebnisse in Metall haben m?chte, muss etwas tiefer in die HighTech-Kiste und auch ins Portemonnaie greifen, und landet beim Elektronenstrahlsintern. Hierbei werden d?nne Metallpulverschichten mit Hilfe eines Elektronenstrahls gesintert (zusammengebacken).
Dieses Verfahren ist noch im Laborstadium und es wird auch noch einige Zeit dauern, bis man von ?Rapid Manufacturing? sprechen kann.
Als weiteres aufbauendes Formgebungsverfahren ist das ?Galvanoforming? zu nennen bei dem die Formteile, in einem Elektrolyth h?ngend, an einer Elektrode wachsen, indem sich Metallionen kontrolliert anlagern. An der Umsetzung f?r den Hobbykeller arbeitet ein begabter Modellbauer, der vor einiger Zeit seine Werke im Buntbahnforum vorgestellt hat.

Interessante Technologien mit vielversprechenden Perespektiven f?r unser Hobby.

Meint

Ernst
.