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1

Montag, 29. Januar 2007, 14:02

F?hrungswechsel bei M?rklin

"Messeneuheit" bei M?rklin: Neuer Chef ab 01. Februar 2007.

Laut Darstellung in "Wiwo" mu? es sich um einen richtigen "Superman" handeln.
Hier die Kurzmeldung aus wiwo.de und der Link auf den vollst?ndigen, ausf?hrlichen Bericht:

"Neuer Lokf?hrer f?r M?rklin.
Markenspezialist steigt ein.
M?rklin bekommt einen neuen Chef. Neun Monate nach dem Kauf hat der Finanzinvestor Kingsbridge Capital einen ausgewiesenen Markenspezialisten f?r den schwer angeschlagenen Modellbahnhersteller gefunden. Axel Dietz, bis vor kurzem Gesch?ftsf?hrer bei M?ller-Milch, tritt in wenigen Tagen sein Amt an. Der 46-j?hrige beteiligt sich auch mit eigenem Geld an der G?ppinger Traditionsfirma."

Eine ausf?hrliche Darstellung findet sich hier:
http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/bui…ot/0/index.html

Gl?ck auf ! Wilfried Schneider

Reinhard Schäfer

unregistriert

2

Montag, 29. Januar 2007, 16:37

Ob Herr Dietz die von Kingsbridge geforderte Rendite von 20% aus seiner eigenen Kapitalbeteiligung finanzieren will? Vielleicht hat er nur deswegen den Job bekommen ;). Sonst m?ssten das ja die Kunden ?ber noch teurere und/oder schlechtere Modelle zahlen. Oder soll es zu Lasten der Mitarbeiter gehen? Da ist Spannung drin.

3

Montag, 29. Januar 2007, 19:26

schlechtere Modelle??

Hallo Herr Sch?fer,
das ist ja vielleicht die Chance f?r M?RKLIN. Mu? man sehen....
Nur das mit den schlechteren Modellen f?r mehr Geld in Ihrem Beitrag leuchtet mir nicht ein. Derzeit sind das doch durchweg Modelle, die sich f?r den handels?blichen Preis (z. B. ebay) nicht verstecken m?ssen. Werden die Modelle schlechter, kauft sie kaum noch einer?!??.

Gru?
Hubertus

  • »Andreas Reitmeier, Wien« ist ein verifizierter Benutzer

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4

Montag, 29. Januar 2007, 20:55

Einen Marken-Fritzen braucht M?rklin nun w?rklich nicht

M?rklin ist nicht VW

VW ist in weiten Teilen der Welt massiv angeschlagen. USA, S?damerika, Rotchina.
Da muss man sich was einfallen lassen, um das schlechte Image durch neue Modelle und Events zu adjustieren. Die Japanen haben in den USA in Latin America (und jetzt in China) den Wolfsburgern gezeigt, was der kleine Mann kaufen will: Zuverl?ssigkeit. Und da sind die deutschen Autos in den internationalen Statistiken weit hinten. Da hilft auch die Selbstbeweihr?ucheung nix: Er l?uft und l?uft und l?uft. Die ADAC Statistik sagt was anderes.

W?hrend es also schade ist, dass Bernhard von VW weggegangen ist, weil die Marke weltweit wirklich besser pr?sentiert werden muss, ist das bei M?rklin absolut nicht der Fall.

M?rklin hatte ja mit Herrn Unser einen solchen branchenfremden Marketing-Kaspar eingekauft. Es hat nix gen?tzt. Denn:

M?rklin ist Markf?hrer und so ist das Image.

Dass Spur 1er die Nase r?mpfen ?ber die M?rklin 01 er oder 44er , ist absolut in Ordnung. Aber die Produktion in Gy?r ist teuer und freilich ist immer auch der schw?bische Entenklemmer von Mo bis Do in der ungar. Produktion, um kostenm??ig zu quetschen, was zu quetschen geht. Und dabei kommt das eine 01er raus, die knapp ?ber Maxi Niveau ist, w?hrend die schlaue Konkurrenz in Korea heavy duty l?ten l?st, die gut anzusehen ist.

Marketing-Leute sind im Consumer-Bereich wichtig. Von M?ller Milch bis Media Markt.
M?rklin bietet f?r ein mehrheitlich deutschsprachiges alterndes M?nnerpublikum Modelle an, die man h?ufig schon hat und die im Preis inzwischen viel zu happig geworden sind.

Mit Marketing kann man diese Klientel nicht manipulieren. Speziell auch deshalb, weil die M?rklinisten wohl selbst am besten wissen, was sie n?chstes Jahr als Modell haben wollen... und noch'n Schienenbus ....

M?rklin m??te (wie alle erfolgreichen Spielwarenhersteller) die Produktion ausgelagert haben nach Rotchina. Dort gibt es High Tech-Werkst?tten, die auch die high end Produkte von Canon und Sony auf h?chstem Qualit?tsstandard fertigen.

Ich kann mir nicht vorstellen, da? ein M?ller-Milch-Mann in der Lage ist, die notwendige Produktionsverlagerung nach China bewerkstelligen. Gy?r ist zu teuer. Aber Gy?r kann man noch laufen lassen, w?hrend man die dtsch. Standorte nicht mehr halten kann. Und auch nicht mu?. Denn es ist betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll, zu hohen Kosten zu produzieren, wenn man billige Alternativen hat.

Das Produkt aus chinesischer billiger Fertigung findet sich mit 400 bis 1000 % Aufschlag auf die Produktionskosten als unverbildicher Verkaufspreis in dtsch. Katalogen.

Firmen in moderne National?konomien leben von diesen unheimlichen Aufschl?gen, wie sie jeder aus dem Bereich der Schuhe und Textilien kennt. EDin Adidas Schuh wird in Indonesien oder China f?r 3 Euro erzeugt und landet hier auf dem Ladentisch f?r 100 Euro. 97 Euro Wertsch?pfung f?r Deutschland. 3 Euro Wertsch?pfung f?r China. Wollen wir Ihnen die drei Euro wirklich neiden und selber wieder an die N?hmaschine.

  • »Peter Fiedler« ist ein verifizierter Benutzer

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5

Dienstag, 30. Januar 2007, 08:51

RE: Einen Marken-Fritzen braucht M?rklin nun w?rklich nicht

hallo andreas reitmeier,
prinzipiell sind ihre anmerkungen wohl richtig.
bleibt nur noch die beantwortung der wichtigsten frage offen.
W E R ? hat dann noch das geld hier zu kaufen wenn alle firmen in china produzieren lassen?
hartz 4 empf?nger? rentner mit immer weniger rente?
besonderen optimismus verbreitet diese entwicklung bei mir nicht wirklich. :(

gru? peter


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6

Dienstag, 30. Januar 2007, 09:02

RE: Einen Marken-Fritzen braucht M?rklin nun w?rklich nicht

Hallo Herr Fiedler, dem kann ich nur zustimmen. Ich vermute mal, dass als Konsequenz aus dem ganzen, die Chinesen (oder dem was von der Deutschen Modellbahnindustrie noch da ist) mangels Kaufkraft in Deutschland und Restwesteuropa nur noch Asiatische Modelle produzieren wird. Dann wird es vermutlich nur noch Firmen wie noch M?lkin, Tlix , Loco und H?bnel mit Sitz in Pekin geben . . . . . . . .

Mich begeistert diese Vrostellung auch nicht.

Gruss Uwe

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Uwe Göbel« (30. Januar 2007, 09:03)


Paul Schuhmacher

unregistriert

7

Dienstag, 30. Januar 2007, 09:15

RE: Einen Marken-Fritzen braucht M?rklin nun w?rklich nicht

Hallo Andreas
Das du ein bischen aus dem Gleis l?ufst ist dir schon klar?
Gru?
Paul

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8

Dienstag, 30. Januar 2007, 10:43

Chin Produktion schafft Arbeitspl?tze in D

Leider gibt es ein hartn?ckiges Missverst?ndnis, das kaum auszur?umen ist.

Eine Auslagerung der Produktion nach China hat keineswegs zur Folge, da? in Deutschand nichts mehr verdient und ausgegeben werden kann. Ganz im Gegenteil:

H?tte Adidas die Produktion nich nach Asien verlagert, w?re die Firma heute tot. Durch die Produktionsverlagerung hat Deutschland enorm gewonnen. Warum?

Hierzu muss man sich die Kalkulation eines Schuhes genau ansehen (n.b. ich war selbst ?ber viele Jahre in Ungarn Lohnproduzent f?r dtsch. Schuhmarken)

Ladenverkaufspreis M?nchen 100 Euro
Mehrwertsteuer , gerundet 20 Euro
Einzelhandel zw. 50 bis 300 % , bei Adidas -> 40 Euro
Herzogenaurach, Produktentwicklung, Beschaffung, Prod.steuerung, Vertrieb 20 Euro
Werbung, Sponsoring, Sportlerfinanzieruhng 10 Euro
Chin. Produktionskosten 1,50 bis 3 Euro
Logistik 1,50 bis 2 Euro

Die Recnung macht klar.

?ber 95 % der Verkaufspreises bleibt im Land und kann dort ausgegeben werden (vom Finanzminister, vom Verk?ufer, vom Logistiker, von den Werbeagenten TV, Print)

Reitmeier, Wien

PS: BRAWA zeigt, wie man mit Auslagerung nach China doch h?chste Qualit?t zu unvertretbar hohen Preisen verkauft und dabei so gut lebt wie KISS und Co.

Danken wir es den Chinesen, dass sie uns f?r 2 Euro das Hemd schneidern, was die Chinesen ?brigens nicht als Ausbeutung empfinden.

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9

Dienstag, 30. Januar 2007, 12:03

RE: Chin Produktion schafft Arbeitspl?tze in D

hallo herr reitmeier,
obwohl prinzipiell richtig-ist das eine milchm?dchenrechnung.
es fehlen darin die einkommen von tausenden arbeitnehmern die hier ihren job verloren haben und verlieren werden,und somit als k?ufer (auch der modellbahn industrie)nicht mehr zur verf?gung stehen.

>>Danken wir es den Chinesen, dass sie uns f?r 2 Euro das Hemd schneidern, was die Chinesen ?brigens nicht als Ausbeutung empfinden.>>

damit h?tte ich auch kein problem,vorrausgesetzt als bundesb?rger bekommen wir ab sofort chinesische lebenshaltungskosten in deutschland.

eine l?sung f?r das dilemma hab ich auch nicht,w?r ja auch nobelpreisverd?chtig.
gru? peter

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10

Dienstag, 30. Januar 2007, 12:32

na sie sind ja ein nettes Kerlchen. . . . . .

geri

Gerald

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11

Dienstag, 30. Januar 2007, 13:07

... ?h, wo bleibt das Thema - "F?hrungswechsel bei M?rklin"?

Hallo zusammen,

hier ist mein Senf:
Es haben alle ein bischen Recht:
[list]
den Chinesen geht es saugut (rein wirtschaftlich betrachtet) durch unsere Auftr?ge
den Auftraggebern geht es 10 x saugut (siehe Chinesen)
den >nun nicht mehr produzierenden< Arbeitnehmer geht es saum?ssig
[/list]
Ich schaue als Verm?gensberater seit 16 Jahren in "fremde" Haushalte und sehe schon einen ganz deutlichen Wandel zur 2/3-Gesellschaft. Und nicht jeder schafft es, sich auf die Seite der Auftraggeber, Werbeleute und Lieferanten zu schlagen.
In meiner Stadt sind gerade 1.700 Menschen arbeitslos geworden und in den n?chsten Jahren werden es nochmal ca. 10.000 im Bergbau mit Zulieferern und Handel (Jokerfrage: in welcher Stadt lebe ich - aber nicht schummeln und nachschauen ;)). Wer bitte hat Arbeit f?r die alle???

Aber, Hand auf?s Herz, auch ich kaufe nicht alles im Handel um die Ecke und freue mich ?ber einen "Schnapper" beim Einkauf. Und genau das ist das Dilemma.
Liebe Grüsse,
gerald ehrlich

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12

Dienstag, 30. Januar 2007, 13:36

RE: Chin Produktion schafft Arbeitspl?tze in D

Hallo Herr Reitmeier,
Ihre Argumente sind richtig,
aber ich sehe es nicht als richtig an,dass die Steuern von der sogenannten Wertsch?pfung als Arbeitslosengeld oder f?r Umschulungsmassnahmen wieder ausgegeben werden,weil eben diese Arbeitspl?tze weggefallen sind.
Und in neuesten Berichten aus China ,wird immer ?fters gezeigt,dass der Wohlstand der Chinesen steigt,und Ihre Anspr?che an Wohnung,Fortbewegungsmittel(Motorr?der,Autos ) und sogar an einem zweiten Kind gr?sser werden.
Die Preise werden dann steigen,und irgendwann wierden die Arbeitsl?hne in China nicht mehr attraktiv sein.
Gruss Wolfgang

13

Dienstag, 30. Januar 2007, 13:37

Hallo zusammen.
Da hier zu weit vom Thema abgekommen wird.
Werde ich hier mal schlie?en.
Danke f?r euer Verst?ndnis.
Gru? Thomas