Sie sind nicht angemeldet.

  • »Joerg Krause« ist ein verifizierter Benutzer

Beiträge: 214

Wohnort: Ruhrgebiet

Beruf: Veranstaltungsmeister

  • Nachricht senden

41

Dienstag, 15. September 2009, 15:29

Hallo Oliver,

bei einer einfach gleichgerichteten Spannung fehlt jede 2. Halbwelle der ursprünglichen Sinushalbwellen, das heißt, die negative Sinushalbwelle wird einfach abgeschnitten. Diese Art der Gleichrichtung wird durch den Einsatz einer einfachen Diode in einem Spannungszweig erreicht. Ohne den Einsatz eines Kondensators entsteht somit eine gepulste Gleichspannung.

Bei einer "normalen" gleichgerichteten Spannung wird die negative Halbwelle durch den Einsatz eines Gleichrichters (der aus 4 verschalteten Dioden besteht) in den positiven Spannungsbereich gespiegelt. Man spricht von einer 2-Wege-Gleichrichtung mittels eines Brückengleichrichters.

Anschaulich dargestellt ist das hier: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0201071.htm

[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/2432,180pxeinwegzweiweggleichrichtungM36OY.png][/url]

Der sogenannte "gemeinsame Rückleiter" ist der Pluspol oder die postive Versorgungsspannung (bei dem hier verwendeten Dekoder - das blaue Kabel), da die Funktionsausgänge zumindest bei Märklin und/oder ESU-Decodern "Low-aktiv" sind, das heißt - wird eine Funktion z.B. F1 eingeschaltet, liegt hier eine negative Spannung (-)an.



Gruß Joerg
Tradition und Verbundenheit heißt nicht die Asche zu bewahren sondern das Feuer weiterzutragen.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Joerg Krause« (15. September 2009, 15:46)


42

Dienstag, 15. September 2009, 18:08

Servus!
Um einen Decoder VOR dem Einbau in Ruhe konfigurieren und besounden zu können, habe ich mir eine "Testplatine" gebaut.
Meine erste Variante (siehe Bild) hatte einen Motor, Lautsprecher und Lampen für das Licht.
Weiters hatte sie (ich verwende hauptsächliche ZIMO MX69x) die passende Steckkontakte, damit ich den Decoder nur aufstecken musste.
Zusätzlich habe ich die wichtigsten Anschlüsse wie Schiene, Motor, Licht (FA0f/FA0r), PLUS, Lautsprecher als Schraubklemmen herausgeführt.
Inzwischen habe ich eine "Luxus-Testplatine" bei der alle Funktionsaus- und Eingänge herausgeführt wurden. Bis auf das Licht, dass immer noch mit Lampen beschalten ist, sind alle anderen FAs mit LEDs beschalten.
Damit kann ich also wirklich alle nur erdenklichen Funktionen prüfen und über die Schraubklemmen auch "Fremddecoder" anschließen.

Der im Bild ersichtliche Schalter dient dazu, zwischen "fahren" und "programmieren" umzuschalten. So kann ich Decoder über einen "Programmer" auch einfach updaten, besounden etc. ohne den Decoder selbst umstecken zu müssen...
»ozoffi« hat folgendes Bild angehängt:
  • Dscn4057.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ozoffi« (15. September 2009, 18:10)


Beiträge: 2 155

Wohnort: Erfurt

Beruf: jetzt Rentner, programmieren nur noch im Hobby

  • Nachricht senden

43

Dienstag, 15. September 2009, 18:41

Hallo,
ich habe schon einige Decoder (Schaltdecoder) selbst gebaut, dort gibt es immer grundsätzlich einen Brückengleichrichter, der den Schienenstrom gleichrichtet und die komplette Stromversorgung macht.
Dahinter dann zum Restglätten ein ElKo. Da der Schienenstrom nicht Sinusförmig ist sondern kürzere oder längere ständig umpolende Rechtecke hat, ist danach fast reiner Gleichstrom zu finden (den Rest besorgt der ELKo).

Von dieser Stromversorgung werden alle Komponenten versorgt, auch die Schaltausgänge, das mit der Einweggleichrichtung klingt nicht überzeugend.

Das Steuerteil mit Microprozessoer und RAM usw. hat dann nochmal eine Spannungsregelung, oft
5Volt +, moderne Prozessoren oft noch weniger.

Das Leistungselement = H-Brücke für den Motor und auch die Funktionstreiber bekommen aber wieder die Hauptstromversorgung.

Das sind so die Grundkomponenten eines Decoders in vereinfachter Darstellung. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

@ozoffi
gute Idee mit dem Testboard.
MfG. Berthold

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »bbenning« (15. September 2009, 18:51)


44

Mittwoch, 16. September 2009, 09:12

Servus!
Ganz ehrlich, dass ein Decoder, der u.a. einen Prozessor drauf hat nur eine "einfache Gleichrichtung" hätte, halte ich für mehr als sehr unwahrscheinlich - so schlecht kann auch ein alter ESU nicht sein!
Selbst die ersten Märklin Decoder hatten einen "normalen" Brückengleichrichter verbaut ...

Eines ist mir noch nicht ganz klar: @EinsteigerTom: was verstehst Du unter "Flackern"?
Bei einer, wie von Joerg erklärten "einfachen Gleichrichtung", würde die LED kaum merklich flackern - sieht man im Grunde nur aus den Augenwinkeln ...
Selbst eine PWM ist normalerweise kaum zu bemerken - verhält sich ähnlich wie die Sache mit dem "einfachen Gleichstrom".
Wenn Du jetzt noch einen Elko zur Glättung an Plus und Minus hängst, wäre in jedem Fall so ein Flackern beseitigt.

Ich habe da einmal wegen diverser Dimversuche rumxperimentiert:
http://zoffi.net/MOBAZI/fernlicht/index.htm

Zitat

da die Funktionsausgänge zumindest bei Märklin und/oder ESU-Decodern "Low-aktiv" sind, das heißt - wird eine Funktion z.B. F1 eingeschaltet, liegt hier eine negative Spannung (-)an

Hallo Jörg! Wegen "liegt hier eine negative Spannung " möchte ich doch wiedersprechen!
Wie Du richtig schreibst sind die FAs (bis auf wenige Ausnahmen und spezial FA bei allen Decodern) "Low-Activ" - es handelt sich hier meist um Transitoren mit "Open Colector", die gegen MASSE Schalten. Es liegt als keine negative Spannung an, sondern einfach Massepotential des Decoder.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ozoffi« (16. September 2009, 09:39)


  • »Joerg Krause« ist ein verifizierter Benutzer

Beiträge: 214

Wohnort: Ruhrgebiet

Beruf: Veranstaltungsmeister

  • Nachricht senden

45

Mittwoch, 16. September 2009, 10:21

Hallo Olli,

das war es was ich damit zum Ausdruck bringen wollte, war vielleicht im Eifer des Gefechts etwas missverständlich ausgedrückt.

Ich glaube auch nicht, das ESU eine Einwegegeleichrichtung verbaut hat. Aber was mich eben stutzig macht ist, das (so wie Tom schreibt) die LED´s am Anfang, als er sie irrtümlich in Sperrichtung geschaltet hatte, ebenfalls flackernd geleuchtet haben, was ja eigentlich jeglicher Logik widerspricht. Daher würde ich denn doch mal den Tip mit dem Brückengleichrichter versuchen - Allerdings, und da schließe ich mich allen anderen an - in einem Versuchsaufbau ausserhalb der Lok, wenn es dann immer noch flackern sollte.

Gruß Joerg
Tradition und Verbundenheit heißt nicht die Asche zu bewahren sondern das Feuer weiterzutragen.

Zurzeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher