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Mittwoch, 11. März 2009, 13:41

Blinklichter am Bahnübergang - Baubericht

Moin, Modellbahnkollegen,

auf meiner vergangenen Modellbahnanlage musste auch unbedingt auf einem der mobilen Streckensegmente ein Bahnübergang installiert werden. Aufgrund der relativ geringen Bedeutung der kreuzenden Straße genügte als Sicherung eine Blinklichtanlage, wie sie auch heute noch an vielen Stellen anzutreffen ist.

Die elektronische Steuerung der Blinklichter von Conrad war noch vorhanden aus HO-Zeiten und wurde unter dem Segment installiert. Die Abmessungen für die Andreaskreuze holte ich mir hier http://www.spur-1-team-mosel.de/___Tipps…dreaskreuz.html und die restlichen Maße bei einer in der Nähe befindlichen Blinklichtanlage, die ich mit Zollstock ausgerüstet aufsuchte.

Nachdem die Vorbildmaße ermittelt waren, wurden die vier Lichtanlagen gebaut. Die rechteckigen Schirme (Originalmaße 90 x 75 cm) und die Andreaskreuze entstanden aus einer 0,5 Millimeter starken Plastikplatte, wobei die Schirme mit einem vier Millimeter durchmessendem Loch versehen wurden.

Anschließend wurden diese Teile bemalt, die Schirme hinten schwarz und vorne zinnoberrot, die Kreuze vorne weiß und hinten mit Revell Matt 79 hellgrau.

Aus einem mit zinnoberroter Farbe bemalten Klebeetikett wurden die Enden für die Andreaskreuze passend ausgeschnitten und aufgeklebt. Die Vorderseite der Schirme wurde mit per Computer und Drucker hergestellten rechteckigen Papierstücken beklebt, die schwarz mit weißem Rand waren. Anschließend wurde dass Papier in der Mitte, wo sich das Loch für die LED befand, durchstochen.

Der Haltbarkeit wegen wurden dann die Vorderseiten der Kreuze und der Schirme mit mattem Klarlack überzogen.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1025,1blinklichterRXQ3R.jpg][/url] Die Rückseite der Schirme wurde wie beim Original mit Versteifungsstreben versehen.

Aus einem drei Millimeter durchmessendem Plastikröhrchen wurden die im Original 2,5 Meter langen Halterohre geschnitten und aus einem Stück Kunststoffplatte vier acht mal acht Millimeter große Stücke (nicht vorbildgerecht) als Halterungen für die roten LED.

Die Halterungen mit der LED darin wurden oben auf die Rohre geklebt und die beiden Kabel innen nach unten geführt. Dort wurde ein zweipoliges Stück aus einer Steckerleiste (Stecker- und Buchsenleiste unten im Bild 1) angebracht, wobei für diesen Stecker ebenfalls aus Kunststoffplatte eine Halterung gebaut worden war, die mit einem Vierkantrohr aus Plastik verkleidet und auf deren Oberseite der Mastfuß nachgebildet wurde.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1026,2blinklichter1HG0R.jpg][/url]

Als Gegenstück wurde aus einer Buchsenleiste jeweils ein zweipoliges Teil abgeschnitten und ebenfalls in ein passendes Stück Vierkantrohr eingeklebt. Diese Teile waren für den festen Einbau im Segment vorgesehen, und von hier gingen die Kabel zur Blinkelektronik. Die Blinklichter selber konnten so jeweils einfach ein- oder ausgesteckt werden.

Um „Fertigungstoleranzen“ auszugleichen, wurden sowohl die Lichter als auch die „Erdbodenbuchsen“ nummeriert, so dass sichergestellt war, dass immer das gleiche Blinklicht in die gleiche Buchse gesteckt wurde.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1027,3blinklichterHLTIH.jpg][/url]

Die Masten wurden in hellgrün mit Revell Matt 59 bemalt.

Die schlechte Bildqualität rührt übrigens daher, dass ich zu dieser Zeit noch mit Kleinbilddiafilm die Bilder gemacht habe.

Nachfolgend noch zwei Bilder des noch unfertigen Bahnübergangs, auf denen einmal die leeren Fundamente und einmal die eingesteckten Blinklichter zu sehen sind.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1028,4bahnuebergangCG2X8.jpg][/url] [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1029,5bahnuebergangRZKOD.jpg][/url]

Ein- und ausgeschaltet wurden die Lichter manuell über einen Taster. Weil diese Aufgabe in der Modellbahnwelt durch den Fahrdienstleiter im nahe gelegenen Stellwerk durchgeführt wurde und damit eine automatische Aktivierung der Sicherungsanlagen entfiel, konnte ich auf den Nachbau der Kontrollblinklichter für die Lokführer verzichten (Signal Bü0/1).[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1030,6blinklichterSVH5H.jpg][/url]

Das Teile der Andreaskreuze und Blinklichter aus Papier aufgeklebt sind, ist kaum sichtbar, sorgt aber für klare Trennkanten.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1031,7buemit23010FCMYE.jpg][/url]

Auf der Straße müssen im Abstand von 240, 160 und 80 Metern Warnbaken mit drei, zwei und einem Schrägstrich aufgestellt werden. Diese Schilder kopierte ich aus einem HO-Schildersatz auf dem Farbkopierer hoch, aufgestellt wurde aber nur die Bake mit dem 80-Meter-Abstand :) siehe hier http://s1gf.de/attachment.php?attachmentid=4995

Die Warnbaken müssen etwa 13 – 19 mm über dem Boden beginnen und der Abstand zur Straßenkante muss bei 19 – 27 mm liegen.

Der Michel

Die Abmessungen der Schirme habe ich heute berichtigt: 90 x 75cm

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »michel« (12. März 2009, 08:49)


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Donnerstag, 12. März 2009, 08:52

Vorbildmaße

Moin,

ich habe noch diese beiden Bilder und Abmessungen in meinen Unterlagen gefunden.

[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1047,blinklichtmasseFYBNT.jpg][/url]

[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/1048,blinklichtseiteB6UV8.jpg][/url]

Der Michel