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  • »Hartmut Schäfer« ist ein verifizierter Benutzer
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1

Samstag, 24. Januar 2009, 20:49

Halter für Zugschlußsignale

Hallo zusammen,

mal eine Frage, an die Vorbildkenner unter Euch bzw. an die ehemaligen Lokführer hier im Forum.
Mir ist aufgefallen, dass an den Güterwagen oft nur an einer Seite Halter für Zugschlusslaternen bzw. -schilder angebracht waren. Es hat doch sicher nicht immer so gepasst, dass diese Wagen dann richtig herum in den Zug eingereiht waren. Wie wurde verfahren, wenn nun die Halter auf der falschen Seite waren?

Viele Grüße
Hartmut

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2

Samstag, 24. Januar 2009, 22:27

RE: Halter für Zugschlußsignale

Hallo Hartmut,
Das Anbringen eines einfachen Schlussignales war nur auf Nichtbundeseigernen Bahnen erlaubt.
Ferner für Arbeitszüge,Schiebeloks,Lokzüge, usw.
Nicht für Regelzüge.
Siehe auch noch diesen Link:
http://www.eisenbahn-harzvorland.de/htm/…k.htm#sig_fahrz

Wenn nun an jeder Stirnseite eines Wagens auf der -Rechten Seite --ein Halter angebracht ist,so ist er doch immer an der gleichen(rechten )Stelle,auch wenn der Wagen gedreht wird,oder?

Gruss Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ospizio« (24. Januar 2009, 22:27)


  • »Peter Fiedler« ist ein verifizierter Benutzer

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3

Samstag, 24. Januar 2009, 22:39

RE: Halter für Zugschlußsignale

hallo wolfgang,

ich glaube fast,hartmut meint zwei laternenhalter auf einer stirnseite =) =) =)

gruß peter








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4

Samstag, 24. Januar 2009, 23:52

RE: Halter für Zugschlußsignale

Hallo Hartmut,

Habe jetzt mal Bilder alter Wagen und auch meine Modelle (SBB grau von vor dem 2. Weltkrieg) angeschaut..
Konnte aber immer auf jeder Seite zwei Schlusslaternenhalter entdecken.
Wenn es so ist ,wie Peter meint,kannst Du mir mal Beispiele geben.(Gattung,oder Modell.
Gruss Wolfgang

5

Samstag, 24. Januar 2009, 23:53

RE: Halter für Zugschlußsignale

Hallo Hartmut,

die Laternenhalter stehen ja über die Seitenwände der Güterwagen, die üblicherweise schmäler sind als Personenwagen, hinaus so daß die Zugschlußscheiben bzw. Laternen auch am zum Zug stehenden Ende von hinten zu sehen sind.
<http://tbn3.google.com/images?q=tbn:TpVv…en/zg3-tz-e.jpg>
<http://tbn2.google.com/images?q=tbn:QzCa…en/zg3-tz-a.jpg>
Bedingung ist allerdings daß, wie vorgeschrieben, zwei Zugschlüsse angebracht sind.
Der vereinfachte Zugschluß (runde, rote Scheibe) musste jedoch grundsätzlich am hinteren, rechten Puffer angehängt sein - Puffer waren ja immer beidseits an den Wagen ;-)
Wichtig:
in den 60-70er Jahren bekam jeder Wagen beidseits Laternenhalter, die nicht mehr über den Wagen hinausragen, auch genügte da dann nur noch einer weil die Signalordnung nicht mehr unbedingt 2 Zugschlußscheiben bzw. -laternen verlangte.

Der Zugschluß dient den an der Strecke befindlichen Fahrdienstleitern zur Kontrolle, ob der Zug komplett den Blockabschnitt verlassen hat. Da genügt es, wenn der Schluß erkennbar am letzten Wagen ist - ob vorne oder hinten ist dabei relativ egal.

Gruß aus Reutlingen
Michael

Michael Thomasberg

unregistriert

6

Sonntag, 25. Januar 2009, 07:25

Hallo

Ich habe bei DSB (Dänische Staatseisenbahnen) in Pattburg (Grenzbahnhof zur Deutschland) in 1995 angefangen - jetzt Railion Scandinavia A/S. Ich erinnere mich, das die Güterzüge die nach Pattburg ankam und abfuhr nur EINE Schlussscheibe hättest. Später (ungefähr Jahr 2000) wurde es dann eingeführt, dass ZWEI Schlussscheiben angebracht werden musste. Ab 2006 fahren wir auch die Güterzüge so in Dänemark - bis 2006 war es mit zwei Schlussleuchten.


MfG
Michael Thomasberg
Dänemark

Reinhard Schäfer

unregistriert

7

Sonntag, 25. Januar 2009, 10:32

Hallo Hartmut,

Michael Staiger hat das generell richtig beschrieben. Allerdings hat sich die Signalordnung natürlich im Lauf der Epochen geändert.
Wer seine Anlage und/oder Fahrzeuge signalmäßig korrekt ausstatten möchte, dem empfehle ich die Miba-Broschüren Signale 1 bis 3 von Stefan Carstens. Darin wird die Entwicklung der Signalordnung über alle Epochen hinweg beschrieben. Es gibt auch noch einen vierten Band. Der ist m. E. aber überflüssig.

Gruß

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8

Sonntag, 25. Januar 2009, 11:05

RE: Halter für Zugschlußsignale

Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten. Meine Frage basierte auf der Tatsache, dass z. B. der Säuretopfwagen und der Kds54 von Hübner nur auf der Seite der Bremserbühne Zugschlußscheibenhalter besitzt. Ebenfalls konnte ich auf der Homepage von KM-1 beim "Villach" mit Bremserhaus auch nur auf einer Seite diese Halterungen entdecken.

Viele Grüße
Hartmut

9

Sonntag, 25. Januar 2009, 11:58

RE: Halter für Zugschlußsignale

Hallo Hartmut,

zu der Zeit, als diese Wagen gebaut wurden (Ep. I u. II ) musste der Zugschluß möglichst hoch angebracht und auch von vorne (vom Lokführer) erkennbar sein.
Das erforderte an jedem Wagen div. (unterhaltungsaufwändige) Stufen und Tritte zum hochsteigen.
Bei offenen Wagen waren dann die Bühnengeländer oft die höchste Stelle, an der die Laternenhalter noch einigermaßen zweckmäßig angebracht werden konnten. Dort war der Zugschluß dann noch ausreichend erkennbar und konnte sich Zugschlußhalter mit entspr. Aufstiegen am anderen Ende ersparen
Besonders gefährlich war diese Kletterei an G- u. Personenwagen, da dort die Zugschluß-Scheiben bzw. -Laternen übers Dach stehen mussten. Abstürze, besonders bei Eis u. Schnee waren an der Tagesordnung.
Hinzu kam dann noch die Stromschlaggefahr bei "elektrisierten" Strecken wie´s damals hieß da man über die Aufstiege dann der Fahrleitung näher als der geforderte Sicherheitsabstand von 1,5m kommen konnte.
Daraus resultierte dann in der ersten umfassenden Nachkriegs-Signalordnung von 1959 zunächst eine Tieferlegung des Zugschlußes, jedoch noch mit der Forderung von 2 Schluß-Scheiben bzw. Laternen, seitlich über den Wagenkasten hinausragend, die nach vorne und hinten erkennbar sein mussten. Laternen musste nach vorne ein weißes Licht zeigen. Im laufe der Jahrzehnte verzichtete man auf die Sichtbarkeit nach vorne, so daß die Halter an der Wagen-Stirnwand oberhalb der Puffer angebracht werden konnten, und auf die Bedingung von 2 Zugschluß-Signalen.
Intressant sind z.B. da die auf preussischen Fahrgestellen neu aufgebauten Umbauwagen, die erstgebauten Dreiachser 3yg bekamen, m.W. als erste Personenwagen überhaupt, hoch angesetzte, nach vorne nicht erkennbare Zugschluß-Leuchten während dann die vierachser 4yg bereits tieferliegende, einfacher zugängliche bekamen (da konnte dann auch das Zugpersonal mal eine Birne wechseln)

Gruß aus Reutlingen
Michael