Sie sind nicht angemeldet.

Bolivar

unregistriert

1

Mittwoch, 23. April 2008, 10:02

Schalldämmung / Unterbau

Guten Tag allerseits!

Welches Material verwendet Ihr zur Schalldämmung? Ich habe es mit dem ca.4mm dicken styrodurähnlichen Material zur Trittschalldämmung probiert, hatte aber den Eindruck, daß es gar nicht so gut funktioniert. Abgesehen davon, daß man mit Klebern und Farben wg. Lösungsmitteln aufpassen muß.
Was verwendet Ihr?
Nebenbei: gerade G-Wagen wirken wahrscheinlich wie ein Resonanzkasten. Macht Schalldämmung dann Sinn?

Viele Grüße

Bolivar

2

Mittwoch, 23. April 2008, 10:12

Hallo,

ich vermute es ist der Trassenunterbau gemeint...
Dafuer verwende ich Meterware von einem Kork/Gummi Gemisch in 4mm Staerke. Gekauft habe ich das im Parkettfachhandel. Diesen Tip hatte ich dem alten Forum entnommen, leider existiert der Link nicht mehr.
Ich klebe 3 Lagen mit Korkkleber und schraege sie direkt ab, dadurch spare ich spaeter hoffentlich etwas Schotter.
Erste Fahrversuche haben gezeigt, dass die "Stoer"-Geraeusche erheblich abgenommen haben. Die Loks und Waggons fahren jetzt schoen leise ueber die Anlage.

Gruss


Martin

Leisi71

unregistriert

3

Mittwoch, 23. April 2008, 12:38

RE: Schalldämmung / Unterbau

Hallo,

beim Einschottern und Verkleben desselbigen, sollte darauf geachtet werden, dass der Schotter nicht direkt mit dem Trassenbrett oder der Holzplatte in Kontakt kommt, da die Wirkung dann wieder aufgehoben wird. Deshalb an der Schräge des Gleisdammes auch noch eine dünne Schalldämmung unterlegen.

Beiträge: 2 185

Wohnort: Erfurt

Beruf: jetzt Rentner, programmieren nur noch im Hobby

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 23. April 2008, 12:44

RE: Schalldämmung / Unterbau

Hallo Bolivar,
es gibt schon eine Menge Infos zu diesem Thema, suchen Sie einmal unter "schottern" oder ähnlich.

Ich hatte 4mm Kork für Trittschalldämmungen genommen , den sollte man aber vor dem Einschottern aber saugfest machen mit Klarlack, vielleicht noch Papier dazwischen, sonst läuft das Leimwassergemisch
in die Poren und der Kork wird hart und spröde. Alle Durchgänge,wie kabel usw.. sind abzudichten.

trotzdem ist nach dem Aushärten des Schotterklebers meistens der Geräuschpegel wesendlich höher, es ist ja eine verbundene Gesteinsmasse, aber ohne solche Maßnahmen wäre es noch viel schlimmer.
MfG. Berthold

5

Mittwoch, 23. April 2008, 17:12

RE: Schalldämmung / Unterbau

Hallo,
für meine wenigen Aufstellgleise verwende ich nach einer Idee vom "Hosenträger" grünliche Leichtholzplatten für Trittschalldämmung aus dem Baumarkt. In Streifen gesägt, wie Unterbaubreite, die Ränder mit der Klinge schräggeschnitten. Zum Abdichten werden die Streifen an der Oberseite mit Acrylpaste (Abdichtmasse) gespachtelt und danach aufgeklebt und die Gleise normal eingeschottert. Dadurch, daß die Flächen und Schrägen mit Acryl verschlossen wurden, kann der Leim nur wenig in den Dämmkörper eindringen und die Dämmwirkung bleibt erhalten. Teuer ist es auch nicht, manchmal bekommt man auch beschädigte Pakete oder einzelne Platten.
Gruß G-F7
Gruß G-F7

Stereohans

unregistriert

6

Mittwoch, 23. April 2008, 23:41

Ich hatte mal probehalber Merkur-Gleisbettung gekauft. War zwar sauteuer und ist inzwischen wohl nicht mehr lieferbar, wirkt aber definitiv sehr gut sowohl von der Optik her als auch in Sachen Geräuschdämmung. Bei Gelegenheit will ich die Gleisbettung von den Freiburgern ausprobieren, die kommen aber offenbar mit dem Liefern nicht nach, was man so hört und liest. Was eigentlich auch gut funktionieren sollte, sind die etwas dickeren Korkplatten, die man im Baumarkt für wenig Geld als Bodenbelag und Wanddämmung nachgeschmissen bekommt. Da ist aber wieder Schneidemeier und Schottermüller am Zug - und dazu bin ich ehrlich gesagt zu faul...

Gruß, Hans

7

Donnerstag, 24. April 2008, 12:14

Schottern von 1-Anlagen

Lieber Bolivar,

für den Teil der 1-Anlage im Bw-Krefeld, der nicht transportiert werden soll, haben wir im Selbstversuch das Thema Natur gewählt:
Der Schotter wird auf die Gleise aufgebracht, entsprechend "gerüttelt" und "gestopft" und durch Nachschottern zu einem natürlich gewachsenen Bahndamm aufgefüllt.

Hersteller von Schotterkleber mögen es mir verzeihen.

Da sich links und rechts der Schotterbetten geklebte Wiesenflächen, Steinformationen und natürliche Begrenzungen befinden, liegt unser Schotter quasi in einem U-förmigen Bett; die einzelnen Steine setzen sich nach und nach unter dem Druck der darüberfahrenden Massen, ein Brummen/Summen/Rauschen des gesamten Bahndammes wird mit dieser Methode verlässlich vermieden.

Und auch der warnende Hinweis auf Kinderhände, die die Schotterbetten immer wieder auseinander ziehen, ist verpufft; es sind die Erwachsenen, die sich ständig genötigt fühlen, mit den vielen kleinen Schottersteinen zu spielen.

Fazit:
Das erste Betriebsjahr in der 1-Arena im Bw-Krefeld hat bewiesen, dass für feststehende Anlagenteile die Methode des unverklebten Schotterns
von ungeheurem Vorteil gegenüber allen bisher vorgestellten Methoden des Klebens ist.
Wie sich nichtverklebte Schotterbetten langfristig bewähren, werden wir in den nächsten Jahren sehen und natürlich auch darüber berichten.

mfG Bernhard Uhlemann

8

Freitag, 25. April 2008, 17:10

RE: Schottern von 1-Anlagen

Lieber Herr Bodenburg,

die Staubentfernung ist fürwahr ein Problem. Zumal die direkte Auflage von Rad auf Schiene weithin geringer ist als wir speziell bei der Spur-1
immer glauben wollen.
Neben möglichst vielen solcher Kontakte Rad/Schiene lösen wir in der 1-Arena im Bw-Krefeld dieses Problem folgendermaßen:

>Schienenoberkanten:
Mit dem Reinigungswagen von Bernd Koch lösen wir den Dreck auf den Schienenoberkanten mit dem vorne befindlichen feuchten Schwamm (Terpinersatz) und binden ihn mit den dann folgenden trockenen Schwämmen.

>Geländeteile:
Die neben den Gleisen befindlichen Wiesen und sonstigen Geländeteile sind mit wasserlöslichem Ponal geklebt; sie können problemlos abgesaugt werden.

>Schotterbett:
Da wir über keine negativen Erfahrungen verfügen, überlassen wir das Schotterbett zur Zeit seinem Schicksal.
Ich denke aber in ferner Zukunft daran, das Schotterbett - falls nötig - mit einem Pinsel zu lüften und damit zu lockern.

Eine ErFAHRung: Je mehr Räder und Züge - natürlich nach gründlicher Säuberung - über unsere Anlage rollen, um so sauberer erscheinen die Schienenoberflächen.

Also: Fahren, fahren und nochmals fahren.

Außerdem wird das lose - nicht geklebte - Schotterbett ständig von den darüberfahrenden Zügen zusammengedrückt und "geglättet".

Das wichtigste:
Das Fahrgeräusch entschädigt für alle Mühen.

Der vorbeifahrende Zug hört sich auch wie ein Zug an, und nicht wie eine blecherne Dampfwalze in dröhnender Bergabfahrt.

mfG Bernhard Uhlemann

Bolivar

unregistriert

9

Freitag, 25. April 2008, 17:22

Vielen Dank erstmal an Euch allerseits!
Ich habe mich zwischenzeitlich an einen alten Beitrag in der Miba oder im EM erinnert. Da hat ein Kollege Teppichboden (Schlingenware, das schien wichtig) zur Schallisolierung im Schattenbahnhof benutzt. Es scheint so zu sein, daß es das ultimative Material nicht gibt.
Die Idee mit dem frei im Schotterbett liegenden Gleis ist sehr interessant, kann ich mir bei Märklin- oder Hübnergleis vorstellen. Da ich aber Flexgleise verwende, brauche ich doch eine sichere Befestigung; ebenso will ich jaWeichenantriebe verwenden, die bauartbedingt unterflur montiert werden müssen.

Grüße aus Schwaben,

Bolivar

10

Freitag, 25. April 2008, 17:48

RE: Schottern von 1-Anlagen

bei losem Schotter könnte man es ja wie beim Vorbild versuchen und die Saugleistung des Staubsaugers so einstellen daß keine Steine eingesaugt werden?

Gruß aus Reutlingen
Michael