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  • »gschmalenbach« ist ein verifizierter Benutzer
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1

Dienstag, 9. Oktober 2018, 19:44

171095 AW-Aufenthalt Betriebsprobe.-und Abnahmeprobefahrt

Nachdem der passende Wagenzug eingetroffen ist zeigte sich das die Aufnahme ins AW notwendig und gelungen ist .

Ich will hier ein paar Stationen des Umbaues der Lok aufzeigen . Ein gewagtes und langwieriges Unternehmen das hier wegen dem Rampenbetrieb notwendig war .
Zudem gibt es einige Einblicke in den hervorragenden Modellbau .

Es zeigte sich rasch das die Zugkraft und Standfestigkeit der Lok auf 24 Promille Steigung mit 3 schweren Messingwagen an der Grenze war . Anfahren in der Steigung nicht mehr möglich .
Das ist nicht typisch nur für diese Lok , bei vielen anderen ist das genau so .

Bild 1 zeigt die Vielteiligkeit der Lok , allein zerlegen und Zusammenbau ist schon nicht besonders ratsam .

Bild 2 u. 3 Einbaulage des Antriebs ab Werk und nach dem Umbau . Die Schwungmasse u.a. verbessern die Laufeigenschaften im Rangiergang erheblich , die Dynamik der rollenden Lok ebenso .
Den gewonnen Platz in der Höhe brauchte ich damit die Gelenkwelle zugänglich von unten ist und man das Getriebe erreicht .

Bild 4 zeigt den nach unten verlegten Antrieb und die geänderte 2 te Stufe mit Stirnradgetriebe wegen der hohen Zugbelastung . Dazu den nachgerüsteten KM1 Magnetträger zum Hallsensor .

Bild 5 der neue Zimo-Decoder MX 699 KV vom Tender in den Stehkessel verlegt . War notwendig weil der Kabelbaum zum Tender sonst nicht für die Zusatzfunktionen gereicht hätte .
Zusatzfunktionen neu : tiefe Feuerkiste , Achskastenflackern , Servo-Tenderwasserkasten , Raucherzeuger

Bild 9 Raucherzeuger Neubau , Direktanschluss an Zimo-Decoder

Bild 10 Kesselgewicht Alt 1250 Gramm Neu 2500 Gramm , passte ohne Änderungen da rein . Schwerpunkt 20mm weiter nach hinten verlegt , Drehgestell entlastet .

das waren die wesentlichen Änderungen neben ein paar anderen um die Zugkraft zu erhöhen .

Optisch wollte ich die Lok mit Gasbeleuchtung haben . Also Umbau mit Dingler-Laternen und zusätzlich eingebauten Reflektor .
Dazu gab es eine Betriebsversammlung der ganzen Planpersonale mit Einweisung durch ROA Hermann Benfer Bild 6

Es folgten dann die ersten Leerprobefahrten Bild 7 -8

Bild 11 Jetzt geht es zur Sache : Abnahmeprobefahrt durch Reichsbahn Ober Amtmann Hermann Benfer ; Lokführer Reichbahn Sekretär Otto Straubel ; Lokführeranwärter - Heizer Reichsbahnsekretär karl Strasser


Von den Betriebsprobefahrten habe ich unten ein paar Film eingestellt . Den Anfang macht die P10 mit dem D6 ; gefolgt von der S10 mit D4 ; Gegenverkehr auf der Rampe ( leider rauscht ein Bosterventilator im Hintergrund ; Anfahrt der S10 vor dem Blocksignal

https://www.youtube.com/watch?v=OEFylZgGsOE

https://www.youtube.com/watch?v=b-1_FZVz29s

https://www.youtube.com/watch?v=3XINyQy-vTE

https://www.youtube.com/watch?v=FfQP6azA0lw

Die Lok wurde bis auf ein paar unwesentliche Kleinigkeiten abgenommen und dem Betrieb übergeben .

Die Maschinen beleiben mit dem angehängten Wagenzug ohne zurückzurollen in der Steigung stehen . Bergab wird der Zug kontrolliert gebremst und kann auch angehalten werden . Die Lok sind weiterhin schiebbar .

Die neuen Sound.-und Betriebsprogramme wurden nach meinen Wünschen von Matthias Henning - Arnstadt angelegt . Der Dampferzeuger der P10 ist wieder in Betrieb , dazu ein später Mal .

Filme sind unser Erstlingswerk kann nur besser werden .

Viel Spaß
Günter
»gschmalenbach« hat folgende Bilder angehängt:
  • P1070225.jpg-Lok-zerlegt.jpg
  • P1070020.jpg-S10.1--Motor-a.jpg
  • P1070036.jpg-S10.1-Motor-na.jpg
  • P1070248.jpg-Getriebe-S10.1.jpg
  • P1070132.jpg-Decoder-MX-699.jpg
  • P1070333.jpg-Betriebsversam.jpg
  • P1070359.jpgProbefahrt-S10..jpg
  • P1070358.jpg-Probefahrt-S10.jpg
  • P1070174.jpg-S10.1-Dampferz.jpg
  • P1070339.jpg-S10.1-Kesselge.jpg
  • 20181007_141109.jpg-171095-.jpg
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Oliver« (10. Oktober 2018, 10:10) aus folgendem Grund: Videolinks korrigiert


Beiträge: 181

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Beruf: Schaumstoffexperte für die Automobilindustrie.

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2

Dienstag, 9. Oktober 2018, 20:37

17 1095 Generalüberholung

Hallo Günther,

tolle Arbeit, Respekt!
Es gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu so eine Lok zu zerlegen, dazu auch noch nagelneu, und auf einen deutlich besseren Stand zu bringen.
Andererseits auch ein nicht besonders gutes Zeugnis für den Hersteller, dass eine Lok aus dieser Preisklasse doch deutliche Mängel aufweist und für den Betriebsdienst nur bedingt tauglich ist.
Man kann nur fragen, warum nicht gleich so?
Auf den Preis hätten solche Verbesserungen bestimmt keinen grossen Einfluss.


Schönen Abend und noch viel Vergnügen mit deinen tollen Loks!

Alain.

Beiträge: 23

Wohnort: Berlin

Beruf: Lehrer für besondere Fälle

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3

Dienstag, 9. Oktober 2018, 21:04

"Generalüberholung"

Guten Abend,
als immer noch einigermaßener "Neu-Einser" bin ich begeistert von dieser fachmännischen Leistung, die hier auch noch detailliert dokumentiert wird.
Also herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung und herzlichen Dank für die Möglichkeit des Teilhabens!
Andererseits bin ich doch auch etwas nachdenklich geworden.
Ich habe bereits Produkte aus dem Hause Dingler schätzen gelernt, das steht völlig außer Frage.
Ich glaube aber auch, dass sich nicht jeder diese feinen Modelle in die Vitrine stellen wird.
Wenn jetzt auch noch zur S10 passende Schnellzugwagen angeboten werden, darf man doch eigentlich davon ausgehen, dass die Lokomotive aus gleichem Haus mehr als nur 3 Wagen auch über eine Rampenstrecke zieht?
Ist mein Anspruch hier zu hoch angesetzt oder sehen dass auch noch andere "Einser" so?
Ich habe mich hoffentlich sachlich geäußert und bin niemandem auf den "Schlips" getreten.

Herzlicher Gruß
Wilfried

Beiträge: 154

Wohnort: Brandenburg

Beruf: Privatier

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4

Dienstag, 9. Oktober 2018, 23:34

Hallo Wilfried ,

deine Nachdenklichkeit finde ich durchaus berechtigt ! - Denn ein Modell in dieser Liga sollte durchaus in der Lage sein , anstandslos einen vorbildgerechten D-Zug von mind. 3-4 Wagen ziehen

OHNE einen feinmechanischen Eingriff , den die wenigsten von uns in dieser Art und Weise bewerkstelligen können …

Wieviel von den ansonsten WUNDER-schönen Loks der S10.1 auch denn tatsächlich in irgendeiner Form ihre Runden drehen , oder denn doch direkt in die Vitrine gestellt werden ,

dass wissen wohl nur die Statisker ;( oder wir machen eine Umfrage hier unter den stolzen Besitzer der S10.1 .. =)

Schöne Grüsse

Pierre

Beiträge: 23

Wohnort: Berlin

Beruf: Lehrer für besondere Fälle

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5

Dienstag, 9. Oktober 2018, 23:45

Entschuldigung an Firma Dingler

Liebe Einser,
Asche über mein Haupt und eine ausdrückliche Entschuldigung an die Firma Dingler.
Natürlich ist die BR17 von der Firma Wunder.
Ich möchte aber ausdrücklich betonen, dass ich meine Kritik konstruktiv verstanden wissen möchte und Produkte der Firma Wunder sehr schätze, weil ich selbst schon 2 aktiv nutze und sehr zufrieden bin.
Herzlicher Gruß
Wilfried

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »wilfmolz« (10. Oktober 2018, 10:23)


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6

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 09:01

ich sehe jetzt gerade das die Kurzfilme nicht geöffnet werden . Vermutlich habe ich bei der Eingabe einen Fehler gemacht . War der erste Versuch . ich arbeite daran .

Man kann Youtube aufrufen und dann dort Günter Schmalenbach eingeben , wird sichtbar .

Grüße Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

7

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 10:11

Die Links sind korrigiert, sollte jetzt klappen.
Schöne Grüße vom Oliver.

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Beruf: jetzt Rentner, programmieren nur noch im Hobby

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8

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 14:49

Hallo Günter,
toller Umbau zur Reibungslast- Steigerung. Besonders interessant ist der Getriebeumbau. Ist die Gesamtübersetzung dabei gleich geblieben?
Wo hast Du die Stahlzahnräder eingekauft?
MfG. Berthold

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9

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 15:18

Oliver , Danke für die Hilfestellung .

Berthold , die Gesamtübersetzung hat sich durch die Änderung der zweiten Stufe nur geringfügig geändert . Original 23,65 / 1 ; Umbau 20,9 / 1 . Damit ist die Lok etwas schneller geworden . Treibradumdrehung max. 210 min-1 ; also ca. 80 km/h
Die Zahnräder sind Modul 0,65 und übrig geblieben aus meinen Umbauten Märklin BR 78 .
Es sind Messingzahnräder . Exakt auf Rundlauf und schlagfrei nachgearbeitet , auf die vorhandenen , nachgearbeiteten Naben aufgepresst . Wichtig ist das die Zahnflanken keinerlei Grate mehr aufweisen .
Es sind 3 Zahnräder , ein Zwischenrad eingefügt und das Ganze spielarm eingestellt .
Zur Wartung kann die Lok auf den Kopf gelegt werden , der Aschkasten mit 2 Schrauben gelöst werden , dann kommt man an die Zahnräder , Gelenkwelle und das Schneckengetriebe heran .
Bei den niedrigen Drehzahlen gibt es keine Antriebsgeräusche und von dem Molykotehaltigen Lagerfett wird auch nichts abgschleudert .

Hintergrundgeräusche : Dummerweise gab es ab der Anfahrt der P10 ein Rauschen von dem Lüftermotor eines Boster . Ich hatte schon einen neuen Lüftermotor hier liegen , diesen hatte mir die Fa. Esu unkompliziert und kostenfrei geliefert .
Danke , ich hoffe das Problem taucht nun nicht mehr auf .

Viele grüße
Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

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