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Dienstag, 4. September 2018, 12:38

Offener Güterwagen Gattung F der Königlich privilegierte Actiengesellschaft der bayerischen Ostbahnen (B.O.B.)

Wieder mal was von meinem Küchentisch: Ein (fast komplett) selbst gebauter offener Güterwagen F mit Bremse der BOB von 1858.
Vor etwa einem Jahr habe ich mit den Vorbereitungen des Modells begonnen (Recherche, Zeichnung, Bestellung der Einzelteile). Es entsteht wieder in bewährter Mischbauweise Kunststoff (3D Druck) und MS-Guss.


Das Modell stellt den Zustand eines Wagens kurz nach der Übernahme durch die Staatsbahn dar, alle konstruktiven Detail noch im Ursprungszustand, nur der Anstrich hat von braun nach grün gewechselt:


- Rahmen und Aufbau komplett in Holzbauweise,
- Stirnwände mit Rundgiebel, die dem Bremserhaus gegenüber liegende Stirnwand zum Einstecken mit Bügelverschlüssen zu den Seitenwänden,
- Federpuffer Ostbahn Bauart (Stangenpuffer mit Schwimmhäuten),
- Funktionsfähige Bremsanlage,
- Türen zum öffnen mit Beschlägen wie beim Original.


Inzwischen ist das Fahrgestell fertig, nachfolgend einige Bildchen dazu, die wohl keiner weiteren Erläuterung bedürfen.
Falls es Fragen gibt: jederzeit gern!
Fortsetzung folgt, viele Grüße,


Claudius
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Dienstag, 4. September 2018, 14:35

:thumbsup:
Viele Grüße Norman

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3

Mittwoch, 5. September 2018, 21:48

SUPER! Kann mich an solchen Modellen alter Güterwagen gar nicht sattsehen!
Die Puffer sind ein echter Hingucker, toll umgesetzt.
Bin gespannt auf das fertige Modell!
beste Grüße
Anton

4

Freitag, 7. September 2018, 09:25

Ja, die Ostbahn Puffer mit Schwimmhäuten sind für deutsche Verhältnisse recht ungewöhnlich. Meines Wissens gab es diese Bauart sonst nur in Frankreich.
Sehr speziell finde ich auch die Aufhängung der Federschaken an langen geschmiedeten Eisenbändern, die wohl den hölzernen Längsträger auf der Unterseite verstärken sollten.
Gruß,
Claudius

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Claudius« (7. September 2018, 17:36)


5

Freitag, 7. September 2018, 19:57

Puffer mit "Schwimmhäuten"

Auch in Baden gab es solche Puffer, hier zwei Beispiele von Wagen der 1. / 2. bzw von der 3. Klasse in der Ausführung von 1864.
Ob das eine eigenständige Entwicklung war oder ob man sich vom "Ausland" inspiriern lies, vermag ich nicht zu beurteilen.
Vermutlich traute man damals den Gusskonstruktionen ohne diese Abstützungen die Aufnahme von Querkräften nicht zu.
Auf jeden Fall interessante Ausführungen.

Wolfgang
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6

Samstag, 8. September 2018, 12:33

badische Puffer

Hallo Wolfgang,
danke für die interessanten Zeichnungen!
Sehe ich das richtig, dass auf der zweiten eine Verbindungsstange zwischen den Puffern eingezeichnet ist?

Gruß,
Claudius

7

Samstag, 8. September 2018, 15:43

Hallo Claudius,

genau. Die Stange diente wohl in erster Linie als zusatzliche Abstützung der Haken für die damals üblichen "Notketten" und des Hauptkuppelhakens.
Diese waren ungewöhnlich lang.

Man beachte auch die damals üblichen Verzierungen an profanen Gegenständen, unvorstellbar für die heutige Zeit.

Wolfgang
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8

Sonntag, 9. September 2018, 13:11

Hallo Wolfgang,
faszinierend, was sich damalige Waggonbauer alles einfallen ließen, würde mich reizen, so was nachzubauen. Ich teile auch Deine Begeisterung über die wunderschöne Ausgestaltung technischer Details 100% ig.
War das eigentlich noch Breitspur, oder schon Normalspur?
Gruß,
Claudius

9

Sonntag, 9. September 2018, 15:04

Hallo Claudius,

die Konstruktionen waren von 1864 und damit Normalspur. Die Umspurung von Breit- auf Normalspur erfolgte 55/56.
Die Wagen waren schon urig, Zuglokomotiven müsste man selbst bauen, aus der Zeit gibt es an Loks nur die Esslingen von Märklin.
Betrachtet man Dein Wägelchen, bekommt man schon Lust.

Wolfgang

10

Mittwoch, 12. September 2018, 10:37

Die Fortsetzung des Zusammenbaues wird noch eine Weile brauchen, weil die Seitenwände des Kastens so verzogen sind, dass sie trotz Anwendung diverser Ticks nicht brauchbar sind, und deshalb neu gemacht werden müssen.
Heute deshalb nur ein paar Bilder von Einzelteilen, die schon rumliegen.
Gruß,
Claudius
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