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Samstag, 1. Dezember 2012, 14:18

Bau von wetterfesten Modulen

Guten Tag,
um Spur 1 Module auch im Freien einsetzen zu können, interessiert mich die Bausausführung und was dabei beachtet werden muß. Dabei sollen die Module auch einen kräftigen Regenschauer überstehen, so dass nicht gleich alles abgebaut werden muß. Da die Module in einer eher feuchten Region eingesetzt werden sollen, gibt es auch das Thema ein grundsätzlich hohen Feuchtigkeit in der Luft.
1.) Was muß bei der Planung von solchen Modulen beachtet werden, hat schon jemand Module für den Freilandeinsatz gebaut und kann über Erfahrungen berichten ?
2.) Wie sieht es bei dem Einsatz von Weichen und deren elektrische Ansteuerung aus ? Wie bekommt man dies feuchtigkeitsgeschützt hin ?
3.) Zäune, Büsche, Bäume und weitere Landschaftsgestaltung, ist dies wetterfest möglich ?
Über Hinweise und Erfahrungen zu diesem Thema bin ich sehr dankbar,
viele Grüße
Reiner

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Erzzug« (26. Oktober 2017, 11:13)


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Samstag, 1. Dezember 2012, 14:35

Hallo Rainer,

ich denke das geht nur mit Kunststoffmodulen oder getränkten Holz, woraus auch Sitze in Fußballstadien gebaut sind.
Als Weichenantriebe würde ich Servos nehmen für Schiffsmodelle, die sind geschützt.
Decoder in eine kleine Box, diese aber nicht völlig versiegeln, gibt Kondensat !!!
Kabel möglichst löten, keine Schraubverbindungen oder Stecker.
Büsche oder Bäume würde ich Echte nehmen, Häuser und Zäune von Pola oder Piko, sind zwar oft eher 1:22,5 , dafür aber Wetterfest.

Ergänzung: Niemals mit Holz- oder Schotterleim arbeiten beim schottern, sondern mit Fliesenkleber für Aussenanwendung.


Grüße, Rainer

www.spur1-werkstatt.de
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-Ich behalte mir vor auf Beiträge nicht zu antworten, wenn sie nicht mit vollem Namen unterschrieben sind.



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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rainer Herrmann« (1. Dezember 2012, 17:04)


Gerald

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3

Samstag, 1. Dezember 2012, 17:00

Bei Modulen aus Holz, wie Rainer richtig schreibt, wasserfest verleimte Platten verwenden. Sind bekannt unter Siebdruck- oder Fahrzeugbauplatten und allerdings sehr schwer. Die raue Seite (Siebseite) sollte oben sein, damit alles gut darauf zu befestigen ist.
Liebe Grüsse,
gerald ehrlich

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4

Samstag, 1. Dezember 2012, 17:08

Hallo Rainer,

ich würde mal versuchen mit Thomas Schluppeck (hier aus dem Forum) in Kontakt zu treten.
Ich weiß, dass Thomas parallel zu seiner Fertigung der schönen Lokboxen aus Blech, damals auch wetterfeste Module aus Metall gebaut hatte.
Vielleicht bietet er so was noch an.
Hier der Link zu seiner Seite:

http://www.lokbox.de/

Viele Grüße, Thomas

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5

Samstag, 1. Dezember 2012, 18:06

Modulkästen lassens ich problemlos aus zB 5mm Polystyrol fräsen. Das haben wir schon gemacht. Die Teile können sehr viel Gewicht tragen, bis zu 100cm lang sein ohne das man sie zusammensetzen muss und sind freilandgeeignet auch unter Wasser.

Wenn man Poly in entsprechend grossen Mengen kauft ist es auch nicht mal so teuer, es geht dann mehr um die Arbeitszeit zum fräsen.

Grüsse vom Länderbahner
H Schürr

6

Samstag, 1. Dezember 2012, 18:13

Wetterfeste Module

Hallo Rainer,

Zum Bau den Kästen bietet sich auch WPC Holz/Polymer Verbund an. Sieht aus wie Holz ist aber wetterfest und verzieht sich nicht.

Schönen Abend,

Robert Deopito

7

Samstag, 1. Dezember 2012, 18:27

Decoder in eine kleine Box, diese aber nicht völlig versiegeln, gibt Kondensat !!!

Nicht wenn man ein kleines Tütchen Silika Gel mit in die geschlossene Box legt.
Mut zur lebensbejahenden Farbe.

RAL 7011 oder 7021

Gruß vom Michael

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8

Sonntag, 2. Dezember 2012, 01:00

Wetterfeste Module

Hallo,

Also bei Verwendung von Siebdruckplatten müssen die Sägekanten auf jeden Fall sehr gut wasserfest gemacht werden,da sonst die Platten aufquellen.
Eine bessere Lösung und auch nicht so schwer sind wohl die Polistrolplatten.
Was hier eventuell noch zum Tragen kommt,ist die Verformung bei Kalt/warmzuständen.
Eine gute Möglichkeit sind auch die Module aus Alu,sie sind als Platte ohne viel Austeifung relativ stabil und wetterfest.
Noch eine Möglichkeit,wenn auch etwas schwerer,aber auch noch günstig,wären Fensterbänke aus Granit.

Beim Einschottern wäre auch noch die Möglichkeit,den Schotter mit Harz zu binden.

Gruss Wolfgang

9

Sonntag, 2. Dezember 2012, 07:53

Modulbau wetterfest

Müssen denn die Module unbedingt im Regen stehen?

Wenn ein Modulkasten, z.B. aus dem üblichen Multiplex-Sperrholz, rundherum lackiert wird, dann würde sich dieser zwar auch bei erhöhter Luftfeuchtigkeit nicht so schnell verziehen, aber eine Ausgestaltung in wetterfester Form halte ich für nicht machbar. Spätestens, wenn eine Weiche, die wetterfest eingebaut und geschottert ist, doch mal repariert oder getauscht werden muss, ist eine wasserresistente Verklebung das Aus.

Meiner Meinung nach wäre es besser, für den Fall des Falles, also Regen, eine andere Lösung zu suchen. Diese könnte z.B. in 6x3 m Gartenzelt-Elementen bestehen oder in einer veränderten Beinkonstruktion der Module.

Wenn man außen die Beine befestigt, aber höher macht, könnten diese eine Aufnahme für eine Plane beinhalten, die einfach über die Module heruntergelassen wird.

Ansonsten bleibt aus meiner Sicht nur die klassische Gartenbahner-Lösung: Gleise in einer wetterfesten Bettung, Betonrinne, Hochbeet aus Kies o.ä. und die Natur mit einbeziehen als Ausgestaltung.

Grüße

Diesel

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Dienstag, 22. Mai 2018, 11:43

Bau von wetterfesten Modulen

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Antworten und Hinweise auf meine Fragen.
Zwischenzeitlich konnte ich beim Modulbau einiges umsetzen.

Bei den Modulkästen habe ich mich für Siebdruckplatten entschieden. Ein zweijähriger Versuch mit in Regenwasser gelegten Siebdruckplatten zeigte keine Spuren von aufgequellten Platten. Zusätzlich wurden die Schnittkanten der Platten bei den Modulkästen mit Hirnholzlasur gestrichen. Für die Spannungsversorgung habe ich mich für wasserfeste Verbindungen (AMP-Superseal) aus der Kfz-Branche entschieden. Die Versorgung der Module erfolgt über eine 2,5 mm²-Ringleitung mit jeweils einer Verbindung von der Ringleitung zum Modul. Da die Module in einem großen Kreis aufgebaut werden sollen, erfolgt eine zusätzliche Einspeisung der Ringleitung in ca. 25 Meter Entfernung. Für diese Zuleitung habe ich den Querschnitt von 4 mm² gewählt. Die Verbindungen wurden/werden weitestgehend gelötet.

Die Weichensteuerung erfolgt über Servos mit dem SwitchPilot Servo. Die Servos werden unter der Anlagenplatte montiert und die Verbindung zur Weiche über einen senkrechten (beweglichen) Stelldraht hergestellt. Ggf. kommen wasserfeste Servos zum Einsatz. Die Servos/die Ansteuerungen werden zudem über eine Abdeckung vor mechanischen Schäden geschützt.

Um bei plötzlich umschlagenden Wetter relativ zeitnah die Anlage abzudecken, werde ich wohl (Pkw-)Anhängerplane nehmen, und diese mit Klettband befestigen. Sicher auch gut für die trockenen Nächte, denn es ist schon einiges an Vögeln und Insekten in den Nacht-/bzw. Morgenstunden unterwegs. Ein reduzierter Reinigungsaufwand kommt mir da entgegen.

Ggf. erstelle ich nach der Fertigstellung noch zwei Module, um eine Kompatibilität zu den vorhandenen Modulnormen herzustellen, da ich weder die Übergänge, noch die Längenmaße in den bekannten Modulnormen erstellt habe. Dies erschien mir wegen den erheblichen zusätzlichen Arbeiten (Verschnitt bei den Siebdruckplattenrohmaßen, zusätzliche Sägeschnitte und Lackierarbeiten) als zu aufwendig.

Mit der Fertigstellung (es fehlen noch der Unterbau, die Zuleitungen und die Weichenantriebe) rechne ich in diesem Sommer. Ein überschaubarer Zeitabschnitt, wenn ich so an die ersten Überlegungen zurückdenke.

Viele Grüße

Reiner

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Erzzug« (22. Mai 2018, 14:41)


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Wohnort: Crailsheim

Beruf: Lokführer

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Dienstag, 22. Mai 2018, 18:36

Hallo

Sehr interessant zu lesen, da ich irgendwann das auch bei mir machen (lassen) möchte. Ich mag es nicht so sehr, wenn die Gleise einfach nur so draußen daliegen. Auch Bäume , Büsche , Häuser sollten draußen genauso zu sehen sein, wie drinnen. Gut zu wissen, dass es machbar ist. Bin auf eventuelle Bilder von den fertigen Modulen gespannt. Das Extreme wäre noch eine funktionierende Oberleitung. Ich denke diese ist wohl eher nicht machbar, da diese bei starker Veränderung von Kälte und Wärme zu Zerrungen führen würde. Oder kann jemand aus eigener Erfahrung was dazu schreiben?

Gruß
Tayfun

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Samstag, 2. Juni 2018, 18:32

Hallo Zusammen,


aus Stabilitätsgründen kann man auch verzinktes Stahl oder Edelstahl nehmen. Bei Kurventeile kann man bei Metallbaufirmen die einen Plasmaschneider haben die Teile in den gewünschten Radien schneiden lassen. Ist halt schwer aber dafür trittfest

beste Grüße

Frank
Mein avatar ist als Bausatz noch käuflich trittfest und freilandtauglich

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