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1

Dienstag, 21. November 2017, 12:45

Hübner Om 12 wird preußischer Ommk[u] der Verbandsbauart nach Musterblatt A10

Vor fast genau zwei Jahren hatte ich ;guckstduhier; hier mal dargestellt, dass der Om12 von Hübner im direkten Vergleich mit einem H0 Modell von Fleischmann gar nicht mal so gut aussieht. Da das nicht so bleiben sollte hatte ich mich damals schon an neuen Profilen für die Wagenlängsseiten versucht. Das Projekt lag jedoch erstmal eine Zeit auf Eis, konnte aber kürzlich mit dem aufbringen der neuen Beschriftung abgeschlossen werden.

Folgende Arbeiten wurden ausgeführt:
Entfernen der Kastenprofile an den Wagenlängsseiten (ohne die feinen Nieten in der Umgebung oder die Türscharniere gleich mit zu beseitigen :motz: :wallbash: Die lustigen Kringel, die wohl Binderinge darstellen sollen :lachtot: , wurden dabei mit entfernt)
Verspachteln einiger Bretterfugen um ein ebenes Anschriftenfeld zu bekommen
Entfernen sämtlicher Teile am Rahmen, die irgenwie mit der Bremse zu tun haben
Austausch der Hülsenpuffer gegen Stangenpuffer mit korrektem Puffertellerdurchmesser
Herstellen der neuen Kastenprofile aus Polystyrol
Anfertigen der neuen Bideringe aus Messingdraht
Lackieren
Erstellen und Anbringen der Beschriftung
Zusammenbau
Einsetzen von Nolte super finescale Achsen
Einbau von Originalkupplungen. (die für den alten Preußen eigentlich als Doppelhakenkupplung ausgeführt sein müssten)

Mein Fazit: Der Aufwand für den Umbau dieses Wagens erscheint mir im Nachhinein recht hoch. Einerseits, da das Modell für eine "gute Bastelgrundlage" nur viel zu teuer zu bekommen ist, andererseits ist der Arbeitsaufwand für den gewonnenen Effekt zu klein (auf den bei herbstlichem Schmuddelwetter aufgenommenen Bildern sehen die Profile an der Seite fast genau so aus, wie die nicht umgebauten der Stirnseite. Von den geprägten Nieten siht man nix ?( ). Die ebenfalls falschen Profile an den Wagenstirnseiten habe ich daher auch so gelassen. Es hat trotzden viel Spaß gemacht und ich freue mich über ein weiteres Unikat in meiner Sammlung :D .

Das nächste Modell wird aber wohl wieder kompletter Selbstbau. Die Zeichnung dazu liegt schon in der Schublade.

Viel Spaß mit den Bildern des fertigen Wagens.

Gruß Martin
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  • Essen 2.jpg
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »K.P.E.V.« (21. November 2017, 13:10)


2

Dienstag, 21. November 2017, 16:17

Hallo Martin,

ein Wagen schöner als der andere, Respekt.
Würde allerdings bei den Kastenprfilen würde ich Messing nehmen, die sind feiner.
Die Innenwände waren m. W. grau gestrichen. Fand das Schwarz von Hübner schon immer unpassend.

Gruß
Michael

3

Dienstag, 21. November 2017, 18:15

Hallo Martin,

welchen Klarlack verwendest Du für die abschließende Versiegelung?
Ich hatte einmal das Problem der Unverträglichkeit zwischen Klarlack und Schiebebildträgerfolie, die fing sich an zu kräuseln.
Jetzt verwende ich einen auf Wasserbasis, aber der macht Probleme beim Auftrag, die Tröpfchen des Sprühnebels (Spraydose) sind recht groß. Habe also den idealen Klarlack noch nicht gefunden...

Viele Grüße
Markus

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4

Dienstag, 21. November 2017, 19:43

Hallo Michael, hallo Markus.

bei den Kastenprofilen habe ich auch eine Weile überlegt. Messing ist vielleicht noch etwas feiner, aber die Polystyrolprofile haben auch ihre Vorzüge. Sie sind gefräst und haben auch nur 0,5 mm Wandstärke. Ich konnte die Nieten einprägen und die Verklebung mit dem Wagenkasten ist quasi untrennbar.
Das mit der Farbe im Laderaum kommt noch. Muss der Wagenboden eigentlich auch grau? Ich warte immer noch auf das Buch "Anstrich und Bezeichnung von Güterwagen". Ständig wird der Erscheinungstermin nach hinten verschoben :wallbash: . Ist fast so schlimm wie bei Messingloks :lachtot: .

Ich habe meinen Klarlack bei Conrad bestellt.
;guckstduhier; https://www.conrad.de/de/nespoli-bravo-8…-ml-704895.html
Bisher bin ich ganz zufrieden. Die Trocknungszeit ist angenehm kurz.
Man muss aber genug Abstand einhalten, damit's wirklich matt wird.


Gruß Martin

5

Dienstag, 21. November 2017, 19:56


Das mit der Farbe im Laderaum kommt noch.
Muss der Wagenboden eigentlich auch grau [sein]?


@ K.P.E.V.

- Laderaum innen seitlich grau
- Wagenboden: Holz-Bohlen mit "Firnis" eingelassen (also " holzfarben")

mit freundlichen SPUR 1 Grüßen, dr. wolf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr. Wolf« (21. November 2017, 20:05)


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6

Dienstag, 21. November 2017, 20:07

Hallo Dr. Wolf,

besten Dank, so wird es gemacht.

Ich hätte natürlich auch bei meinem Omk von Km-1 nachsehen können, die haben's nämlich auch richtig gemacht.

Gruß Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »K.P.E.V.« (21. November 2017, 20:19)


7

Dienstag, 21. November 2017, 20:47

@ Martin:
Danke für den Link zum Lack.

Zitat

Buch "Anstrich und Bezeichnung von Güterwagen"

Das Buch ist in Auslieferung, hab es am vergangenen Wochenende bereits in Händen gehalten.

Viele Grüße
Markus

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8

Mittwoch, 22. November 2017, 19:41

Lager der Stirnklappen zu hoch

Heute wurde ich sehr freundlich per Mail darauf hingewiesen, dass bei dem Hübner Om12 die Lager der Stirnklappen zu hoch sind. Das hatte ich zwar schon bemerkt, war aber den Umbau wegen schlechter Aufwand-Nutzen-Relation nicht angegangen. Ich dachte mir, "dass sieht doch außer dir sowieso wieder Niemand".
Falsch gedacht. Mindestens Einer hat es gesehen. Aber genau Einer hat sich auch gemeldet. Vielen Dank also für den Hinweis an Hartmut Stöver. Und wenn sich so ein Künstler ;guckstduhier; http://hartmutstoever.jimdo.com/ schon mal bei mir meldet, dann aber nicht lange fackel und ab an den Küchentisch. Zeichnung, Säge und Feile zur Hand und ran ans Werk.
Erst sägen dann feilen.... passt. Noch dreimal das Ganze und dabei bloß Nichts von dem bisher Geschafften versauen :S ;( . Den Rest mach ich aber später. Das Licht ist mir jetzt zu schlecht.
Unten das "Beweisfoto".

Wird fortgesetzt.

Gruß Martin
»K.P.E.V.« hat folgendes Bild angehängt:
  • Lager der Stirnklappe.jpg

9

Freitag, 24. November 2017, 09:37

Hallo,

ich finde schon, dass man das Ändern der Profile sieht. Und es hat sich auch gelohnt. Leider sieht man den meiner Meinung nach aber auch grössten Schwachpunkt des Wagens. Die Brettermaserung. Da aber davon zu viele am Markt sind, wird wohl kein Hersteller einen neuen Wagen bauen.
Von daher muss man das Beste daraus machen und das bedeutet eben Hand anlegen. Das hast du gemacht und es sieht echt gut aus.

Grüsse
Wilfried

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10

Freitag, 24. November 2017, 17:19

Ommk(u) A10

Hallo Martin ,

das ist schon eine ganz schöne Leistung was Du da aus dem Om12 herausgeholt hast .
Gut das Du nicht vor weiteren Anregungen zurückweichst .

Gerade war der neu Band von Wolfgang Diener in der Post .
Da können wir uns in den Schaffenspausen noch manche Anregung holen .

Viele Grüsse
Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal