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81

Montag, 13. November 2017, 00:08

zum Glück hier noch nicht ;-)

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82

Montag, 13. November 2017, 13:33

Hallo Michael,
M. E. hat die Märklin E18 im Vergleich zum Kiss-Modell ein hervorragendes Fahrwerk und so eines dem Kiss-Modell zu verpassen wäre deutlich schwieriger zu lösen als ein bisschen Farbe an den Rädern.
das würde mich interessieren: Was ist an dem der Fahrwerk des Kiss-Modells im Vergleich zum Fahrwerk des Märklin-Modells schlechter (Detaillierung, Fahrverhalten)?

Grüße,
Bernhard

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83

Montag, 13. November 2017, 15:29

Fahrwerk E18

Hallo Bernhard,

ist in Punkto Detaillierung wohl eher eine Geschmacksache. Ich meine, die Modelle geben sich hier nichts. Bei beiden Maschinen sind allein die Rahmenwangen nachgebildet. Bei Kiss laufen die Achsen tatsächlich in den dazugehörigen Achslagern und sind über Schraubenfedern ausgleichend abgefedert. Die Lok liegt dadurch sehr ruhig im Gleis. Der Antrieb erfolgt jedoch ausschließlich mit Zahnriemen, da die Lok ihre Kurvengängigkeit über eine extreme Seitenverschiebbarkeit der Treibräder erzielt.
Da hier nur ein Umsetzgetriebe auf dem jeweils führenden Treibrad sitzt, ist der Lauf sehr leichtgängig. Offensichtlich überfordert das die derzeitigen Decodergenerationen jedoch erheblich. Bergab bremst da nichts mehr. Wirklich langsam fährt die Maschine selbst mit ESU 4.0 und Faulhaber auch nicht. Die Zwischenzahnriemen verspannen sich dazu wohl einfach zu sehr. Also eine nahezu perfekt detaillierte Lok. Für den Anlagenbetrieb jedoch nur bedingt geeignet, wenn die Ansprüche hier etwas höher sind.


Die Märklin E18 bedient sich dagegen zweier Hilfsdrehgestelle. Von außen aber nicht sichtbar. Die Fahreigenschaften sind ab Werk schon sehr ausgeglichen. Die Zugkraft klasse. Allerdings liegt die Lok deutlich härter im Gleis, da hier keine Treibradfederung vorhanden ist. Dafür ist sie gerade bei Anlagen mir Gefäll- und Steigungsstrecken 1. Wahl. Wenn auch die Langsamfahreigenschaften perfekt sein sollen, hilft Zimo problemlos weiter. Dann ist diese Lok ein Hammer.


Fazit: Bewegst Du eine der beiden Loks nur gelegentlich vor allem auf der Ebene, ist beides ein guter Kauf. Möchtest Du auf einer Modellbahn fahren, so mit Tunneln, Bergen, Steigungen und Gefällen und hier unverschämter Weise auch noch ab und zu mal anhalten, ist Märklin die 1. Wahl. Deshalb habe ich mich von meiner Kiss Maschine getrennt. So schön sie auch gemacht ist.


Liebe Grüße
Stefan

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84

Montag, 13. November 2017, 15:54

Hallo Stefan,

herzlichen Dank für Dein Posting. Das mit Motoren- und Dekodertausch des Kiss-Modells war für mich sehr aufschlussreich. Ich nehme an, dass Du das Märklin-Modell mit einem Zimo ausgestattet hast?

Viele Grüße,
Bernhard

85

Montag, 13. November 2017, 16:01

Hallo Berhard
Hallo Stefan

möchte noch ein paar Dinge ergänzen:
Bei der Kiss-E18 sind alle Achsen seitenverschieblich und die Rückstellfedern der Laufachsen sind auch zu schwach um die Lok "auf Mitte" also gerade und mittig ins Gleis zu bringen. Kommt sie aus dem Bogen läuft sie u.U. sehr unschön schräg im Gleis. Mit Zug ist das natürlich deutlich besser denn dann wird sie über die Kupplung gerade gezogen.

Die "Federung" der Märklin-E18 entspricht leider dem heutigen vorgehen der Hersteller daß die Achsen nur nach unten ausfedern also auch auf unebenem Gleis eine Allradauflage zur guten Stromaufnahme gewährleistet ist. Diese Art der Federung ist eingentlich keine da die Loks, wie Stefan bereits beschrieb, sehr hart laufen da sie z. B. in Herzstücken oder "Aufwärtsstößen" (Schienenstoß der in Fahrtrichtun höher wird) sehr hart anschlagen. Denkbar ist hierbei daß man mit härteren Federn eine bessere Lösung hinbekommen könnte, die Lok kann dann allerdings knapp 2mm höher stehen. Am besten wäre natürlich ein "schwebender" Zustand so daß die Lok ein- als auch ausfedern kann. Da ich eine gute Federnfabrik ums Eck habe, werd ich da mal experimentieren.

Gruß
Michael

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86

Montag, 13. November 2017, 19:36

Fahrwerk E 18

Hallo Bernhard,
hallo Michael,

@ Michael,
ist exakt so, wie Du sagst. Ich hatte noch Distanzscheiben in den beiden äußeren Treibrädern (Achsen). Dadurch war die Auslenkung etwas weniger stark ausgeprägt.
In der Tat haben auch bei mir die Loks mit konventioneller Federung die ruhigeren (besseren) Laufeigenschaften. Allerdings sind die Loks mit Ausfederung wiederum in der Zugleistung deutlich im Vorteil.
Du hast die Wirkung ja sehr treffend beschrieben.

@ Bernhard,
wie gesagt, kommt darauf an, was Du mit der Lok machen willlst. Ich persönlich lege sehr großen Wert darauf, dass meine Maschinen in den Fahreigenschaften dem Original möglichst nahe sind.
ESU ist hier einfach noch nicht soweit. Für Zimo kein Problem. Allerdings solltest Du beim Einstellen wissen, was die Lok vom Decoder haben möchte. Viele scheuen die Großbahndecoder von Zimo. Sicher auch deshalb, weil hier einfaches rumprobieren nur sehr selten zum Erfolg führt. Die Einstellparameter befinden sich eben in einer starken Abhängikeit voneinander.
War bei der E 18 (Märklin) aber kein Problem. Die Lok hat eine klasse Mechanik.

Liebe Grüße sendet
Stefan

87

Donnerstag, 16. November 2017, 12:04


.. man sollte doch einmal akzeptieren, daß die Räder einschließlich der Radreifen bei der DB gestrichen wurden und waren..


hallo 39 201,

und vermutlich deshalb hat Fa. Fleischmann seiner neuen E 52 in DB-Ausführung rote Radreifen
spendiert.

Siehe hier auf deren hp:

http://www.fleischmann.de/responsebinary…553148652217202
--viele Grüße, Dieter--

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dieter Birk.« (16. November 2017, 12:12)


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