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Dienstag, 14. November 2017, 22:16

Schmalspurbahn im Betriebswerk?

Guten Abend lieber Spur-1 Freunde,

ich habe mal eine Frage an die Exprtrn des Forums.
Derzeit bin ich in den letzten Zügen der Planung einen Betriebswerkes in meinem Arbeitszimmer. Das Betriebswerk wird auf einer Fläche von 680 mal 100 cm entstehen.

Jetzt war ich mit der Planung praktisch fertig und wollte den Modul- und Gleisbau in Auftrag geben (habe hier sehr nette, kompetente und tatkräftige „Helfer“), da kam mir, nachdem in den letzten Tage hier im Forum Fotos von Schmalspurweichen gepostet wurden, die Idee auch ein Schmalspurstrecke mit einzuplanen, um in Zukunft auch das ein oder andere Schmalspurmodell fahren zu lassen.

Nun aber die grundlegende Frage, ist einem der hier Mitlesenden bekannt, ob es überhaupt Normalspurbetriebswerke gab in denen auch die Schmalspurbahn fuhr... Und wenn hat die Schmalspurbahn besondere Güter geliefert (Sand, Kohle, Schlackeabtransport, Diesel...) oder wurden die Loks nur „mitverhandelt“? Ich könnte bei meiner Internetrecherche nur reine Schmalspurbahnbetriebswerke finden.

Bilder, Pläne etc. werden hier sicherlich noch eingestellt, wenn die Planungen abgeschlossen sind.

Nun erstmal danke für den ein oder anderen Hinweis.

Liebe Grüße aus Bamberg

Robert

  • »ospizio« ist ein verifizierter Benutzer

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Dienstag, 14. November 2017, 22:40

Feldbahn

Hallo Robert,

Also in der Bw Aussenstelle Böblingen hatte wir zum Bekohlen einen Schrägaufzug.Steiner Modellwerke baut diesen nach; https://www.steiner-modellwerke.de/produ…kohlungsaufzug/

Der Bekohlungsaufzug wurde mit Feldbahnkipploren gefüllt.Die Gleisanlage war als Y ausgebildet.Am unteren Strang war der Kohlenaufzug,links wurden diee leeren Kipploren geparkt und rechts waren die befüllten Loren aus einem daneben im Stumpfgleis abgestellten O-Wagen mit Lokkohle befüllt.Es wurde geschaut,dass man die Loks in Rottweil,Tübingen oder Freudenstadt mit dem Bagger oder Wiegebunker bekohlte,denn mit dem Schrägaufzug war es eine Schinderei,besonders,wenn die Loren leer waren und erst befüllt werden mussten.Dann war meistens die Pause am A....

In Rottweil gab es im Kohlebansen noch Gleise für die Kohlenhunte.Es wurde aber mit dem Fuchsbagger bekohlt.



Gruss Wolfgang

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3

Mittwoch, 15. November 2017, 07:40

Moin,

ich glaube es geht Robert wohl eher um die wirkliche Kombination von Behandlungsanlagen für Schmal- und Regelspurfahrzeugen.

Da ist mir persönlich kein BW bekannt, wo dies so eingerichtet war. Wenn überhaupt, hätte man das ja auch nur dort antreffen können, wo Regel- und Schmalspurbahnen zusammentreffen.
Habe so ziemlich alles, was über BW´s und deren Anlagen veröffentlicht wurde und kann mich auch nicht erinnern, jemals ein solches kombiniertes BW auf Abbildungen entdeckt zu haben.

Anders würde es in einem AW ausschauen (z.B. auch in Meiningen), denn dort wurden/werden ja Fahrzeuge aller Spurweiten aufgearbeitet.

Gruß Andreas

4

Mittwoch, 15. November 2017, 15:14

Hallo Robert,

mir fallen da spontan einige Betriebswerke ein in denen Normal- und Schmalspurlokomotiven behandelt wurden, z.B. in Zittau oder, wenn ich mich korrekt erinnere, in Freital-Potschappel.

Beste Grüße

Malte

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Mittwoch, 15. November 2017, 21:50

Guten Abend Robert,

ich gehe davon aus, daß Sie mit "Schmalspur" nicht eine "Feld-, Wald- und Wiesen-Lorenbahn" meinen, sondern eine schmalspurige Eisenbahn nach der "EBO" (Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung), also eine "richtige" Eisenbahn, nur schmalspurig, mit vereinfachten Betriebsbedingungen.

Ich kann es jetzt nicht mit Sicherheit sagen, aber m. W. gab es in Sachsen eigenständige Bahnbetriebswerke oder zumindest angeschlossene Lokbahnhöfe, in denen Regelspur- und Schmalspur-Lokomotiven gemeinsam behandelt wurden, wie auch "Schmalspur" schreibt. Ich würde hier ein Studium der sächsischen Schmalspurbahnen empfehlen.

Als Primärliteratur über Bahnbetriebswerke generell empfehle ich den Band 143 der "Eisenbahn-Lehrbücherei der Deutschen Bundesbahn" = "Betriebsmaschinentechnische Anlagen für Dampflokomotiven", 1957, ca. 210 Seiten.

Grüße Jürgen Stadelmann

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