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Freitag, 14. Juli 2017, 15:14

Bitte um Hilfe (Anleitung) bei Programmierung langer Adressen

Liebe Forumsmitglieder,

kann mir mal jemand eine Schritt- für Schrittanleitung (für weniger versierte Digitalbahner) hier einstellen zum Thema lange Adressen. Vorgaben:
als Zentrale SC 7, programmiert werden sollen ESU-Decoder (Vers. 2 - 4) aber auch Märklin mfx. Wie werden sie aufgerufen?

Vielen Dank vorab, vielleicht freuen sich ja auch noch andere Leser über eine Anleitung.

Schnauferle

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2

Freitag, 14. Juli 2017, 22:05

Guten Abend,

würde dies helfen?
https://m.youtube.com/watch?v=xWGooThstcc
Im Web findet man sehr viele Tutorial dazu.

Peter
FREMO:32 / FREMO:32e
http://schmalspur1.blogspot.de

3

Freitag, 14. Juli 2017, 22:19

CV – Rechner für DCC – Programmierung

Hallo es gibt beim Service von Märklin den
CV – Rechner für DCC – Programmierung damit lassen sich lange Adressen im DCC Format einstellen.
Grüße aus dem Pott
Peter

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4

Samstag, 15. Juli 2017, 08:55

Hallo Schnauferle,
laut DoKu zur SC7 kann man ab Seite 151 nachlesen, wie man lange Adressen programmiert.
Die CVs 29 , 17 , 18 werden hier automatisch gesetzt.

Ansonsten:
1.)
In CV29 muss das Bit 5 gesetzt werden, das wäre der Dezimalwert 32, der addiert werden muss, falls noch nicht gesetzt.
Also zuerst CV29 auslesen, wenn der Wert unter 32 ist, dann ist das Bit 5 nicht gesetzt, dann zum ausgelesenen Wert 32 addieren und zurück schreiben.
2.)
Nun müssn CV 17 + 18 programmiert werden. Die höherwertige Adresse befindet sich in CV17, die niederwertige in CV18

Beispiel Adresse 4007:
Zuerst die Adresse 4007 durch 256 teilen und den ganzzahligen Wert merken = 15 = höherwertige Adresse
Dann diese 15 mit 256 multiplizieren = 3840
Dann von der Adresse 4007 diese 3840 subtrahieren = 167 = niederwertige Adresse
die 167 dann in die CV18 schreiben.
die 15 muss dann in die CV17 , aber es muss noch ein konstanter Wert von 192 (Bit 6 + Bit 7) immer addiert werden = 207
207 muss nun entgültig in die CV17 geschrieben werden.

Mit Hexadezimalen Werten geht das natürlich einfacher, aber dezimal können ja fast alle rechnen, deshalb obige Ausführungen.

Der Märklin- Rechner macht das allerdings einfacher :):
https://www.maerklin.de/de/service/techn…en/dcc-rechner/
MfG.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bbenning« (15. Juli 2017, 10:38)


5

Samstag, 15. Juli 2017, 13:39

Hallo,

wenn die lange Adresse über die Einzel-CVs programmiert werden soll, so ist es zweckmäßig, zunächst die CVs 17 und 18 zu programmieren, und erst danach auf CV 29 die lange Adresse zu aktivieren.
Ansonsten kann es sein, dass der Decoder nicht alle Änderungen übernimmt, weil er zwischenzeitlich auf eine andere Adresse lauscht, als man erwartet ...

Bei den Märklin-Decodern muß die Änderung der CV29 mit PoM erfolgen, also Hauptgleisprogrammierung.
Schöne Grüße vom Oliver.

6

Samstag, 15. Juli 2017, 13:50

Hallo bbennig,

vielen Dank für die klaren Angaben zur Programmierung langer Digitaladressen.
Eine Frage noch: ab wann liegt überhaupt eine "lange" Adresse vor? Eigentlich müsste das 256 und höher sein, da bei Adressen 255 oder niedriger beim Teilen durch 256 eine Zahl unter 1,0 herauskommt.
Beispiel: Die Adresse soll 128 sein, diese geteilt durch 256 ergibt 0,5. In diesem Fall müsste man in CV 17 ja 192 + 0,5 eingeben, was nicht geht (vorausgesetzt in CV 29 ist Bit 5 gesetzt). Also ist 128 eine niedrige Adresse.

Grüße und vielen Dank
Jürgen
PS: Mit der SC7 oder dem Märklin-Rechner sind diese Überlegungen natürlich unnötig. Was "hexadezimal" ist werde ich noch nachlesen.

7

Samstag, 15. Juli 2017, 14:56

Hallo Jürgen,

nicht ganz, der Wert 192 in CV17 definiert den Adressbereich 0 - 255.
Laut DCC-Norm ist eine kurze Adresse im Bereich 1 bis 127, lange Adressen von 128 bis 10239.

Es gibt aber auch Decoderhersteller, die definieren eine lange Adresse ab 100 ...

Hier noch ein screenshot der ESU Loksound-Anleitung:
»Oliver« hat folgendes Bild angehängt:
  • lange_DCC_Adressen.jpg

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8

Samstag, 15. Juli 2017, 16:07

lange DCC-Adressen

Hallo zusammen,

da lobe ich mir die einfache MS2 von Märklin.
Beim Modultreffen in Apolda hat Marc W. in weniger als einer Minute, ohne Umrechnung oder Ablesen von Werten aus einer Tabelle, eine lange DCC-Adresse direkt eingestellt .... und das funktionierte auch!

Schöne Grüße
Hans-Otto

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9

Samstag, 15. Juli 2017, 16:12

Hallo Jürgen,
das funktioniert auch mit Adressen unter 256:

Beispiel Adresse 128:

128 geteilt durch 256 ist ganzzahlig = 0 = höherwertige Adresse (bitte keine Gleitkomma-Division)

0 multipliziert mit 256 ist 0 (kann man sich sparen)

128 minus 0 = 128

Also käme in CV 17 0 hinein + der konstante Wert 192
In CV18 kommt also 128 hinein.



Man kann es auch einfacher haben, bei Adressen unter 256 einfach den Wert direkt in CV18 speichern. In CV17 dann den konstanten Wert 192.
Der konstante Wert 192 = Hex C0 oder Bitweise 1100 0000 ist eine DCC Definition, diese beiden höchsten Bits müssen immer gesetzt werden.

@Oliver , ja stimmt, bei POM müssen erst CV17 + CV18 und dann CV29 programmiert werden.
MfG.

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10

Samstag, 15. Juli 2017, 21:16

Hallo,

fast alle Zentralen haben eine Funktion um die "lange Adresse" bequem zu nutzen und die CV Werte zu berechnen (und auch CV 29 automatisch programmieren). Daher mal in die Anleitung der jew. Zentrale schauen.

Weiterhin würd ich kurze Adressen nur bis 99 nutzen (so hat es Lenz auch gemacht und alle Lenz kompatilen Zentralen machen es bis heute so), weil eben einige Zentralen alle höheren Adressen als "lang" interpretieren.

Peter

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