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Freitag, 14. Juli 2017, 01:27

Weiche für Mischbetrieb mit Finescale und 1Pur möglich?

Hallo Einser

Hier am Campingplatz im Frankreich mit kaum Internet vorhanden habe ich versucht heraus zu finden ob es theoretisch möglich ist Weichen sowohl für FS als 1 Pur zu entwerfen. Ich denke es ist möglich.

Ich bin sehr interessiert in Reaktionen ob meine Kalkulationen richtig sein ob Fehlern haben oder Vorschläge für Verfeinerungen.

Grüße,
Robbedoes
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2

Freitag, 14. Juli 2017, 07:25

Hallo Robbedoes

selbst wenn das funktionieren sollte, stellt sich mir die Frage, für wen die Weichen interessant sein könnten?
Für die Weichenselbstbauer, die sowohl FS- als auch pur-Fahrzeuge haben? Vielleicht Modulisten???

Die Puristen werden sich an den zu großen Rillenweiten stören.

Viele Grüße
Michael

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3

Freitag, 14. Juli 2017, 08:54

Hallo Robbedoes,
es funktioniert ja jetzt schon, ich habe eine Hübner Weiche 2,31m mit den bekannten Hütchen verbaut.
Die Hütchen werden vorher an der Spurkranzseite so lange abgeschliffen, bis eine NEM- Achse sauber durchläuft.
Danach auch der Test mit FS- Achsen und siehe da, es geht.

Natürlich ist es keine echte FS- Weiche, aber geeignet, falls beide Fahrzeugtypen zum Einsatz kommen.

Die Innovationsfreude der Weichenhersteller ist eh nicht besonders ausgeprägt, wie wäre es beispielsweise mit verstellbaren Radlenkern und auswechselbaren Herzstücken (je NEM oder FS oder 1Pur)? So könnte man eine Anlage relativ leicht noch von NEM auf FS umrüsten.
Auch gefederte Radlenker wären möglich.
MfG.

4

Freitag, 14. Juli 2017, 09:34

Ja, es ist möglich.

Dafür ist auch keine höhere Mathematik nötig.
Wenn beides drüber fahren soll, müssen alle Werte der gröberen Norm berücksichtig werden!

Da das Rad-/Schiene-System eigentlich eine Einheit bildet, sind Kompromisse für die feinere Norm einzugehen.

Normalerweise sollen Flügelschienen und Radlenker den Radsatz sicher durch die Weiche führen. Wenn durch eine gröbere Norm die Rillenweiten in Richtung Grand Canyon gehen, kann ein feinerer Radsatz nicht sauber geführt werden.
Man kann nun aber zumindest auf einer Seite eine Führung "erzwingen", in dem man hier die Rillenweite der feineren Norm anwendet. (Optisch sieht es dabei besser aus, wenn man dies im Herzstückbereich macht.)
Auf der anderen Seite muss hingegen die Rillenweite der gröberen Norm angewendet werden und um die Differenz aus der gröberen minus der feineren Norm vergrößert werden.
Damit hält man die Rillenweiten für die grobe Norm ein und hat gleichzeitig zumindest die einseitige Führung des Radsatzes der feineren Norm.

Ob dies sinnvoll ist, sei dahingestellt.

Das Thema wurde auch schon öfter behandelt.


Gruß
Joachim

P.S. Die Toleranzen nicht vergessen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JoachimW« (14. Juli 2017, 10:03)


5

Freitag, 14. Juli 2017, 09:58

Hallo Michael,

Bis kurz war es nicht möglich Loks mit Pur-Räder ab Werk zu kaufen, weiterhin möchte ich gerne an Fremo-Treffen teilnehmen, und deshalb habe ich das größte Teil meines Wagenparks schon mit (Super) FS ausgestattet. So hauptsächlich praktischen Gründen, weil ich meine Loks auch manchmal will fahren lassen.

Dennoch bevorzuge ich Pur, das ist für mich einfach das Schönste. Ich fahr zu Hause etwas hin und her auf vier Module mit angepasste Märklin Weichen mit meine eigene einzige 1Pur Lok - BR 78 -, Wagen mit Nolte Super FS Räder, einige KM1 FS Loks und manchmal mit 1Pur Loks von meinem Bruder. Das fährt alles Ok über die Weichen, keine Unterfütterung usw, aber nicht super und nicht genau wie ein wirkliches Schienenfahrzeug :-) Die Ursache ist das ich Keine gute Werkzeuge für genaue Anpassingen an die Weiche besitze, und die Radius des Abweichgleises minimal (und Winkel sehr groß = 10 grad) ist.

Grüße,
Robbedoes

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Robbedoes« (14. Juli 2017, 12:36)


6

Freitag, 14. Juli 2017, 12:20

@ Joachim,

Danke für die Erläuterung und ja mir ist bekannt das über dieses Thema hier bereits viel ist geschrieben. Die Frage für mich war aber nicht mehr oder weniger, ob es theoretisch eine saubere Führung geben kann, d.H. keine Unterfütterung wobei Räder auf den Spurkranzen laufen und keine nach unten Fallen bei der Herzspitz-Lücke. So ohne Kompromisse wie Unterfütterung, denn es muß vor allem sauber Rollen :-)

Obwohl ich auch denke das höhere Mathematik hier nicht benötigt ist, ist m.E. eine einfache Kontrolle von Werten nötig um tatsächlich fest stellen zu können ob gebrauch FS und Pur neben einander (zumindestens theoretisch) möglich ist. Eine solcher Berechnung wird sicherlich durch viele Leute schon durchgeführt sein, doch hier am Forum habe ich das jetzt noch nicht können finden. Deshalb habe ich versucht diese 'einfache' Berechnung im Großen und Ganzen, unterstützt mit Zeichnungen, hier zu machen.

Toleranzen sind wichtig, habe ich hier in der Tat auf verzichtet. Jedoch im Hinblick auf der für die Herzstuck-Überbrückung verfügbare Laufflächenbreite, vermute ich das es unter Berücksichtigung akzeptabeles Toleranzbereiches auch muß gelingen. Vielleicht eine nächste mathematische Ferienabendübung.

@ bbenning

Ja, austauschbares Herzstückbereich würde superB sein, dabei geht es dann insbesondere um angepasste Flügelschienen, die Herzstücke selbst können m.E. ungeändert bleiben. Die Radlenker sind dann noch das kleinste Problem.

Viele Grüße,
Robbdoes

Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von »Robbedoes« (14. Juli 2017, 18:44)


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