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1

Montag, 20. März 2017, 13:41

Anlagenplanung - Jetzt geht es los, aber ...

Guten Tag zusammen,

im Beitrag 11 zu „WeihnachtsGrüßen“ hatte ich mich ja bereits vorgestellt. Also: Ich bin der Klaus, bin 61 Jahre alt und und
komme aus dem Ruhrgebiet. Ich entstamme einer echten „Eisenbahnerfamilie“, wie Ihr auf den dem Beitrag beigefügten Fotos entnehmen könnt. Wenn es Euch interessiert, könnt Ihr ja dort meinen „Werdegang“ als Modellbauer/Modellbahner noch einmal nachlesen. Wie bereits geschildert, soll auf dem Dachboden unseres Hauses eine „Spur 1-Bahn“ entstehen und zwar mit viel Modellbau drumherum. Leider sind die Planungen seit Weihnachten nicht entscheidend vorangekommen. Zur „Wiedereingewöhnung“ habe ich mich erst einmal um den Modellbau diverser Fahrzeuge gekümmert, die die Modellbahn bereichern sollen. Und es hat richtig Spaß gemacht, auch der erstmalige Umgang mit einer Airbrush-Pistole. Besonders der Opel-Blitz mit Anhänger hat es mir angetan. Er hat schon Baumaterialien für geladen, so dass es jetzt doch losgehen soll.

Nun zu meiner Planung: Der Dachboden hat mit zweimal 5 Metern Länge (Durchbruch ist möglich) und einer Breite von 4 Metern Platz für eine "schöne Anlage" – habe ich gedacht. Nach der Lektüre vieler Beiträge in diesem Forum habe ich folgende Grundideen für die zukünftige Anlage entwickelt:
  1. Epoche 3 - mein Vater war in dieser Zeit Lokführer.
  2. 2-3-achsige Personen- und 2-achsige Güterwagen mit Dieselloks wie die V-100/V-60 oder mit Dampfloks wie die BR-75/BR 82 (kein Schlepptender) z.B.von KM-1 oder mit dem „guten, alten“ Schienenbus.
  3. Aufgrund der Bauform des Dachbodens als „J“ (Schenkel links: 10 Meter – Schenkel rechts 2,50 Meter) könnte sich ein zweigleisiger Pedelzugbetrieb zwischen zwei Bahnhöfen anbieten. Ein „Kreisverkehr“ ist wegen des Zugangs zum Dachboden nicht möglich.
  4. Ein BW darf nicht fehlen und vielleicht ist ein Hafenbetrieb integrierbar.
  5. Ich möchte unbedingt mit Schraubenkupplungen fahren.
Und ich glaube, beim letzten Punkt fangen wegen der größeren Radien (in Planung 1550/1394) die Probleme an. Ich habe mich mal an eine digitale Planung mit WINTRACK gewagt, die noch sehr rudimentär ist, da ich gestern erstmalig mit diesem Programm gearbeitet habe. Schon muss
ich feststellen, dass meine Ideen wohl nicht umsetzbar sein werden. Natürlich kann ich die Breite der Anlage von 80 cm wegen der Dachschräge nicht komplett ausnutzen, 30 cm fallen nämlich schon wegen der zu niedrigen Aufbauhöhe weg. Möglicherweise werde ich auf 90/100 cm erweitern können. Ich habe ohnehin schon Zugeständnisse an die Plattenhöhe machen müssen, die jetzt knapp 80 cm beträgt und daher auf Dauer nicht „rückenfreundlich“ sein wird. Mit dem Unterbau aus IVAR-Regalen von IKEA habe ich am Wochenende mal angefangen; die tolle Anregung hierfür fand ich u.a. in einem Forumbeitrag von „DioramaSpur1“. Wenn ich bei der Grundplanung bleibe, ist der Einbau von Weichen für einen Rangierbetrieb kaum noch möglich. Muss ich auf den zweispurigen Pendelzugbetrieb zugunsten von Rangiermöglichkeiten verzichten? Oder muss ich sogar auf die Schraubenkupplungen verzichten?, was ich eher nicht möchte.

Daher meine Frage an die erfahrenen Planer unter Euch: Wie lässt sich der „gordische Knoten“ nicht nur in meinem Hirn, sondern auch auf der geplanten Anlage durchschlagen. Ich bin für jede Idee und Anregung dankbar.
Über den Fortgang meiner Planungen werde ich dann laufend berichten.

Danke an Euch und viele Grüße aus dem Ruhrgebiet.

Klaus
»Klaus1955« hat folgende Bilder angehängt:
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2

Montag, 20. März 2017, 13:55

Hallo Klaus,

bei 4 Meter Breite (abzüglich Dachschräge) kannst Du nunmal keine 2 Meter Radien verwenden. Das klappt einfach nicht ... :D

Mache es wie ich: Lege als Mindestradius den 1394 cm Radius fest, verwende WO ES GEHT, 1550 cm oder noch höher Radien. Auch Mischformen sind möglich: Fange z.B. einen Viertelkreis mit 140 cm an und vollende ihn dann mit größerem Radius bis zum Halbkreis.

Du kannst auch beim 140 cm Radius mit Schraubenkupplungen fahren, allerdings halt nur mit "kurzen" Wagen! Bei mir fahren die KM-1 Dienstschotterwagen mit Schraubenkupplungen problemlos durch alle 1394er Weichen. Auch Märklins Teleskophaubenwagen gehen ... grad noch. Das dürfte dann wohl die "Maximallänge" sein? Längere Wagen würden überpuffern und sicherlich entgleisen.

Alles was länger ist, bekommt bei mir die Hübner'schen Klauenkupplungen. Die Kupplung ist wahrlich keine "Zierde", aber halt betriebssicher.

Falls Du Fragen zu Wintrack hast, lass es mich wissen. Meinen Gleisplan habe ich komplett mit Wintrack erstellt.


Viele Grüße,

Kalle

3

Montag, 20. März 2017, 14:56

Hallo Klaus,
leider habe ich im Moment keine Tipps oder Lösungen für dich, aber eine Frage: Ist das auf dem 1. Foto ein TR4?
Um welches Fabrikat handelt es sich dabei?

Schöne Grüße von

Klaus
Schöne Grüße von

Klaus

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4

Montag, 20. März 2017, 15:17

Hallo Klaus,

ja, das ist ein TR4 und zwar von Airfix. Leider häufig ausverkauft, Du kannst es mal in der "Bucht" versuchen. Er ist im Maßstab 1:32. Ich habe ihn jetzt schon mehrfach in verschiedenen Farben gebaut. Ich will ihn zusammen mit den beiden anderen Oldtimern in ein Motiv "Autoreparaturwerkstatt" einbauen.

Gruß
Klaus

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5

Montag, 20. März 2017, 15:20

Hallo Kalle,

vielen Dank für die schnelle Antwort und die ersten Tipps. Ich habe gerade das erste Schienenpaket bestellt und kann dann mal Deinen Vorschlag nachbauen. Ich komme gerne auf Dein Angebot bezüglich "WINTRACK" zurück, danke

Gruß
Klaus

6

Montag, 20. März 2017, 15:28

Hallo Klaus,

bei der Fläche käme mir eine Idee ala gekippte "3" bzw "C" in den Sinn...

Da du 10m Länge und 4m "tiefe" hast, würde sich das doch anbieten, um den Pfeiler in der Mitte im Bogen herum zu fahren und somit auch räumlich etwas beide Bereiche zu trennen...
Die Bahnhöfe würde ich im leichten Bogen anlegen, mit Umfahrgleis am Ende. Ein Bahnhof sollte allerdings keine Prellböcke am Ende haben, um so den Weg in die weite Welt darzustellen...
Ein Bw könnte man dann gut, z.B. auf deinem 4. Bild hinten links ansiedeln, davor im Bogen nach rechts der Bahnhof... Auf den Schenkel rechts könnte ein Anschlussgleis, vlt sogar deine Hafenkante, hin...
Die Strecke von Bf zu Bf würde ich geschwungen darstellen um mehr "Landschaft" zu haben.

Im anderen Bahnhof bräuchtest du dann kein Bw darstellen, nur vlt ein paar Ladestellen und die Umfahrmöglichkeiten.
Vielleicht ein Bahnhof mit 3 Gleisen plus Ladestellen... Dann kannst du Zugkreuzung machen und hast noch ein Gleis frei für Rangieren und Güterwagen.

Wenn du möchtest, versuche ich dir das nochmal aufzuskizzieren, falls mein Text unverständlich geschrieben ist :D

Gruß Maik
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7

Montag, 20. März 2017, 15:47

Hallo Maik,

Du machst Deiner Bezeichnung "Lokführer aus Leidenschaft" alle Ehre. Das war mein Vater auch. Wenn es der Dienst verlangte, stand er auch mitten in der Nacht auf, um einem Kollegen zu helfen. Er hatte seinen Traumberuf(ung) gefunden.
Zu Deinem Plan: Du hast tolle Ideen entwickelt. Um den Pfeiler herum wird nicht funktionieren, da der Platz zu eng wird. Je nach ein- oder zweispurig muss ein Durchbruch wohl sein. Es wäre ganz toll von Dir, wenn Du Deinen Plan kurz skizzieren könntest. Mit einer gekippten "3" bzw. "C" kann ich als Anfänger noch nicht viel anfangen. Ich fand mein "J" schon recht kreativ.

Ich danke Dir jedenfalls herzlich.

Gruß
Klaus

8

Montag, 20. März 2017, 16:59

Hallo Klaus,

ich hab da jetzt einfach mal was zusammengewürfelt:


Form, Aussehen, Gleislängen und Lage der Weichen ist alles nur um die Idee darzustellen...
Wenn Dir soetwas zusagt, kann man in die Feinplanung gehen, mit genauen Maßen und individuellen Anpassungen.
Wichtig dafür sind dann die geplanten Zug-Kombo`s (Lok+ Wagenanzahl x / VT-Längen).
Bei meiner "Ranigeranlage" hab ich mir zusätzlich die Mühe gemacht und einen "Betriebsablauf" ausgedacht, wodurch selbst auf 3,5m Länge abwechslungsreicher Rangierbetrieb möglich ist :)

Im Grunde ist es ein großes "C" bzw. ebend eine "3" durch den Bogen in der Mitte...
Rechts konnte ich das 3.Gleis zum Beispiel nicht mehr darstellen, da die Software in der Version nur 50 Gleisstücke erlaubt.

Der Platz, der Dir zur Verfügung steht, bietet viel Potential für eine Beschauliche Punkt zu Punkt-Anlage, auf der auch rangiert werden kann.
Ein 2-gleisiger Verkehr würde meiner Meinung nach "zu viel" wirken... Eher eingleisig und "ruhiger", eine abzuwartende Zugkreuzung hat auch ihre Reize ;) .

Das wichtigste ist, es muss Dir gefallen. Den hinterher schaust Du jeden Tag darauf :] .

Ich hoffe, meine Skizze hilft Dir mehr, als Dich zu verwirren :D.
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung ;)

Gruß Maik
Lokführer aus Leidenschaft...

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9

Montag, 20. März 2017, 17:14

Hallo Maik,

Du bist ja wahnsinnig schnell. Der Plan gefällt mir, jetzt kann ich mit der "3" oder mit dem "C" etwas anfangen. Ich dachte mir schon, dass ein zweigleisiger Streckenverlauf zu viel Platz einnimmt.
Ein Problem wird folgendes sein: Der Dachboden besteht eigentlich aus zwei Räumen, was bedeutet, dass man im Raum 1 (rechte Seite Deiner Skizze) den Raum 2 nur bis zur oberen linken Seite Deiner Skizze einsehen kann. Der untere rechte Streckenverlauf wäre "unsichtbar". Es würde dann aber nur der untere rechte Streckenverlauf entfallen. Das wäre ärgerlich, aber zu verschmerzen. Wenn ich die Schienen habe, lege ich den Plan mal aus.

Welche Software benutzt Du für die Planung? Irgendwie ist "WINTRACK" nicht so komfortabel.

Ich danke nochmals.

10

Montag, 20. März 2017, 17:23

Hallo Klaus,

also für die Skizze hatte ich jetzt AnyRail(Demo) benutzt.

Dass Du die Anlage nicht von einem Punkt aus betrachten kannst, habe ich mir fast gedacht. Daher würde ich für jeden Bahnhof einen "Arbeitsplatz" vorsehen, an dem Weichen und ggf. Signale gestellt werden können.

Beispiel:
Du Rangierst in Bahnhof A deinen Zug zusammen und stellst dich auf Gleis 1 zur Abfahrt bereit... Du stellst die Weichen und Signale und fährst den Zug mit einem Handregler selber bis zum Esig des Bahnhof B. Dort stellst du dann ebenfalls Weichen und Signale und steuerst deinen Zug in den Bahnhof und rangierst dann dort entsprechend deines Zuges. Das "Fahrweg legen" in B könnte man auch vor der Abfahrt in A machen...
Alternativ kann dich eine Computersteuerung dabei unterstützen, z.B. Traincontroller Bronze müsste bei Dir reichen. Damit wäre auch eine Art Automatik-Betrieb möglich, wo Du zuschaust.

Gruß Maik
Lokführer aus Leidenschaft...

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