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  • »ArnoldS« ist der Autor dieses Themas

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Mittwoch, 15. Februar 2017, 21:14

DRG Dampflokomotiven der BR 94 mit oder ohne Glocke

Liebe E1nser,

meine zu stellen Fragen möchte ich richten an jemand die technische Kenntnis hat von der Läutewerkausstattung zu DRG Dampflokomotiven in der zwanziger und dreißiger Jahren des voriges Jahrhundert:

Wann und welche Lokomotiven sind ausgestattet worden mit einer Glocke?
War das Einsatzbereich der Lokomotive das Kriterium, z.B. Strecke- oder Schiebelokomotive?
Oder Maximalgeschwindigkeit der Lokomotive?

Ich frage dies weil ich auf der Bestellliste der BR 94 von KM1 die einzige DRG Ausführung kein Glocke hat, was ich übrigens zweifellos als richtig glaube.
Doch davor habe ich nämlich (offensichtlich falsch) gedacht dass die letzte etwa hundert Lokomotiven ab Werk sowieso mit Pressluft bediente Glocken Bauart Knorr ausgestattet wären.
Wer könnte mir über diese Sache mehr erzählen? Besten Dank im Voraus.

Grüße,

Arnold
DRG Epoche II, 1923 bis 1928, überwiegend mit preußischer Charakteristik

  • »gschmalenbach« ist ein verifizierter Benutzer

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Donnerstag, 16. Februar 2017, 08:33

Hallo Arnold ,

bei der pr. T16 handelt es sich zunächst von Anbeginn um eine schwere Rangierlokomotive . Geringfügige Reichweite , kaum Streckenbetrieb .

Erst mit der Verwendung der Lokomotiven im Streckendienst vornehmlich auf Steilstrecken wurden die Druckluftläutewerke teilweise ab Werk angebracht . ( EK 1973 Die Baureihe 94 )

Das hat nichts mit der Höchstgeschwindigkeit der Lokomotive zu tun !
Gerade im Nebenbahndienst mit den vielen unbeschrankten Bahnübergängen der damaligen Zeit waren die Läutewerke sehr wichtig .
Siehe dazu auch die allenthalben aufgestellten L.-und P.-Tafeln . Damit geht immer eine erhebliche Reduzierung der Geschwindigkeit teilweise bis zum Stillstand einher .
Stellenweise müssen die Übergänge noch heute zusätzlich durch den Zugbegleiter mit Handflagge gesichert werden . ( prominentes Beispiel Gevelsberg-Nirgena )
Das gehört dann allerdings nicht mehr zum " betriebswirtschaftlich optimalen Netz " .

Welche Lok im Detail diese Ausrüstung mit Druckluftläutewerk erhalten haben ist kaum nachvollziehbar . Vielleicht bringt der neue EK-Band mehr Erkenntnisse .

Grüße
Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

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