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Montag, 16. Januar 2017, 16:57

Bau eines Otmm 61

Hallo

angeregt durch den Artikel "Bau eines Otmm 70" von Michael Foisner und der Ankündiung von Dingler für den Otmm 61/64 habe ich meine Bausätze des Otmm 61 von Hegob/Muschalek aus dem Keller geholt. Muschalek hat ca. 1988 den Otmm 61 in damals wohl nicht gekannter Vorbildtreue als Fertigmodell und Bausatz aufgelegt. Da die Firma Muschalek aufhören musste, hat Hegob die Bausätze übernommen und bietet sie heute auch noch an. Im Thread über den Otmm 70 wurde gefragt, wieviel der Muschalek gekostet hat. Das weiß ich nicht, würde mich aber auch interessieren. In Bahn & Modell 8/88 wurde das Modell vorgestellt, Preise wurden aber nicht genannt. Auch in einer Muschalek Anzeige wurden keine Preise genannt. Die Hegob Modelle kosteten im Jahr 2.000 1.700,- DM als Bausatz und 5.700,- DM als Fertigmodell.
Auch würde mich interessieren, wie viele Modelle/Bausätze hergestellt/verkauft wurden. An Fertigmodellen habe ich bislang nur vier Stück auf Fotos und eines im Original gesehen. Vielleicht hat ja jemand auch noch Bausätze im Keller liegen und outet sich.

Im Laufe der Jahre hat sich folgendes bei mir angesammelt:


Ein Muschalek Bausatz


Zwei Hegob Bausätze


Und ein "Fertigmodell", welches jedoch schief und falsch zusammengelötet wurde.


D.h. hier ist erstmal entlöten angesagt.

Die Bausätze bestehen laut Bahn & Modell aus über 400 Teilen. Respekt flöst mir der Zusammenbau des Trichters ein. Ich weiß auch nicht, wie ich am besten beginne. Ich habe mich jedoch dazu entschlossen, zunächst einmal alle vier Bausätze auf den gleichen Stand zu bringen. D.h. alles soll erst einmal so aussehen wie der Muschalek Bausatz und dann soll es weitergehen.


Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Wilfried« (16. Januar 2017, 17:36)


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Montag, 16. Januar 2017, 18:34

Wie viele dieser Bausätze verkauft wurden, würde mich auch sehr interessieren. Und wie viele davon fertig bis zum Ende gebaut wurden, ist dann eine weitere Frage, deren Antwort sicherlich interessant wäre.
Bei dem genannten Preis aus dem Jahr 2000 schätze ich die Stückzahl auf einen mittleren zweistelligen Wert. Ist aber reine Spekulation (nicht Spekulatius - Weihnachten ist vorbei :D ).

Ich finde die Mitglieder der Otmm-Waggonfamilie sehr ansprechend - für die Konstruktion und den Zusammenbau eines Messingmodells allerdings auch sehr anspruchsvoll.

Das Korrigieren eines schief zusammengelöteten Modells kann eine Herausforderung werden. Ist der gesamte Aufbau in sich verwunden, so wird man am besten den ganzen Waggon zerlegen und nochmal neu zusammenlöten.
Sind nur einzelne Komponenten und Details schief angebracht, so kann man versuchen, sie zu erhitzen, bis sie sich lösen.
Sollen dabei benachbarte Lötstellen verschont bleiben, kann man mit einer Haarklemme, auf deren abgekniffenen Enden man je ein halbes Wattestäbchen aufspießt, die Lötstelle kühlen (Wattestäbchen natürlich unbenutzt und in Wasser getränkt :D ).


Ich wünsche viel Erfolg beim Zusammenbau - hoffentlich sehen wir in den nächsten Wochen und Monaten ab und zu ein paar Bilder über den Baufortschritt.



»Manufaktur-FT« hat folgendes Bild angehängt:
  • _MG_7801_bearbeitet-1.jpg
MANUFAKTUR FT Modellkartons und mehr ...
Franz Thiele
(www.ManufakturFT.de )

3

Samstag, 21. Januar 2017, 09:01

Mit dem Bau der Wagen habe ich nunmehr begonnen.Zunächst habe ich die langen Seitenbleche des Trichters gekantet. Nach dem Bau einer einfachen Hilfsvorrichtung (hierdurch werden die Kopfbleche im 90° Winkel gehalten) konnte mit dem Löten des Trichters begonnen werden.







Nachem beide Kopfseiten gelötet waren, konnte mit dem zweiten Seitenblech fortgefahren werden.





Das ERgebnis sah dann schon mal vielversrprechend aus. Es lagen nicht mehr nur einfache Bleche vor einem, sondern so ein bischen konnte man sich jetzt schon mal vorstellen, dass das Gebilde mal ein Güterwagen werden würde.

Danach wurden die Sättel in die Trichter gelötet. Hier merkte ich zum ersten mal, dass wenn man zwei Wagen baut, nicht unbedingt das Gleiche dabei herauskommt. Beim ersten Wagen passten die Sattelbleche einfach viel besser in den Trichter. 8o Trotz intensiven Probierens, wurde es nicht
besser. ?( Bei einem Wagen passte es richtig gut, beim anderen musste getrickst werden. Auch die Muschalek Anleitung hilft hier nicht wirklich weiter mit dem Satz nun folgt das Einlöten der Sattelbleche und noch ein Hinweis darauf gegeben wird, wie man den Winkel am besten einhält. Der Winkel hilft nämlich nicht viel weiter, wenn der Winkel im Trichter anders ist. Anhaltspunkt für das Einlöten der Sattelbleche waren die Schrägen am Seitenblech.
Immerhnin hat es bei beiden Wagen gklappt, wobei die Löcher für das Entladen des Ladguts unterschiedlich gross waren. der Unterschied betrug ca. 2mm.


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4

Sonntag, 22. Januar 2017, 14:18

Hallo Wilfried,

eine Montagemöglichkeit bei den Blechen für den Trichter wäre z.B. ein Drahtgerüst aus dickerem Draht
das die Bleche vor dem Verlöten exakt in Position hält. ( einfach an die Bleche an geeigneter Stelle anlöten )
So ähnlich hat man das im Original ja auch gemacht.

Gruß
Michael

5

Montag, 23. Januar 2017, 17:20

Hallo Michael,

danke für den Tipp. Irgendwie war bei mir das Problem, dass die Sattelstütze nicht passte. Der Winkel der Bleche zueinander war einfach zu gross. Bei kleinerem Winkel waren Gucklöcher im Wagen. ich habe aber leider nicht herausgefunden, was ich falsch gemacht habe. Naja, ich habe es ja jetzt geschafft ;)
Ein neues Problem, habe ich beim Einlöten der Auslaufrutschen. Da habe ich mir einen Halter gebastelt. Aber erst, nachdem ich festgestellt habe, dass die Rutschen beim ersten Wagen zu hoch sitzen 8o . Bei so einem Projekt wäre ein gute Anleitung mit Bildern und Maßen schon sehr hilfreich.


Grüsse
Wilfried

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6

Montag, 23. Januar 2017, 17:40

Hallo Wilfried,

und ....
bei Bausätzen dieser Preislage würde ich einen Satz Lötlehren erwarten. ( z.B. aus GFK gefräst, wie Petau das macht )

Wenn man selbst konstruiert .... Ösen- und Laschenverbindung, um die Teile in Position zu halten.
Aber das ist natürlich ein Riesen-Konstruktionsaufwand.


Grüsse
Michael

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