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Dienstag, 19. April 2016, 22:56

Styrodur

Hallo in die Runde,

nachdem mein Unterbau mehr oder weniger fertig ist, stelle ich mir die Frage: direkt für mein BW mit Drehscheibe und Lokschuppen auf die "Platte" bauen, oder auf 2cm dicke Styrodur Platten zu bauen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Material?

Danke und Gruss

Uwe

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Dienstag, 19. April 2016, 23:44

Hallo Uwe

Styrodur ist in erster Linie Dämmmaterial für Hausbau. Ich würde Sperrholz nehmen. Ist günstiger und stabiler.
17mm Sperrholz sind bei vielen Möbelschränken verarbeitet. Das Material bekommst du kostenlos bei jedem Sperrmüll.
Da bleibt mehr Geld für Gleismaterial übrig

Beste Grüße

Frank
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3

Mittwoch, 20. April 2016, 07:45

Styrodur

Hallo,

wozu soll es dienen? Als Schallschutz ist es nichts weil zu hart.

Styroporplatten gibt es in unterschiedliche Kwalität/Härte und Preis wobei Styrodur wohl das teuerste ist. Schau mal in der Abteilung Bodenbeläge , Trittschallschutz.

Wenn Gruben usw. nachgebildet werden sollen ist es sehr nützlich weil es leicht herausgeschnitten werden kann.

Als Schallstutz würde ich Schallschutzmatten empfehlen wie z.B. für Waschmaschinen angeboten wird. Im Netz gibt es alle mögiche abmessungen für kleines Geld.

Gerald

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4

Mittwoch, 20. April 2016, 08:00

Hallo Uwe,

auch ich habe den Sinn deines Wunsches nicht verstanden, auf den Modulboden Styrodur zu kleben.
Ich arbeite viel mit dem Material bei der Geländegestaltung. (Siehe hierzu u.a. meinen Blog: http://www.ig-du.de/blog/ , dann beispielhaft die Beiträge vom 21.01.16 + 14.04.16)
Entgegen den Aussagen meiner Vorschreiber, ist das Material auch nicht teurer als Sperrholz, ausser man besorgt es sich, wie erwähnt, vom Sperrmüll.
Der Vorteil liegt eindeutig in der leichten Verarbeitung, der Verträglichkeit mit (lösemittelfreien) Klebern und Farben, Spachtelmassen und dem geringen Gewicht.
Als Schallabsorber dient es nicht.
Will man später Dinge wie z.B. Lampen, Signale, o.ä. installieren, ist zu bedenken, dass Schrauben nicht halten, sondern nur kleben.

Ich liebe das Zeug wegen seiner guten Eigenschaften, aber man muss halt wissen, wo es "nicht" zu gebrauchen ist.
Ich habe mal ein komplettes Modul (1500 x 1410) daraus gebaut. Das war Mist. Ich habe dann 12er Pappelsperrholz aufleimen müssen um darauf Eisenbahnverkehr machen zu können.
Liebe Grüsse,
gerald ehrlich

5

Mittwoch, 20. April 2016, 09:48

Sorry für die ungenau Beschreibung meines Anliegens. Meine "Anlage" ist ca. 5 Meter lang und 1,25 tief, hat noch ein "L" für den Lokschuppen. Sie besteht aus 4 Teilen, die wieder voneinander gelöst werden können. Die Deckplatte ist 9mm Muliplex.

Meine Frage bezieht sich jetzt darauf, das Schienenmaterial einfach auf die "Platte" aufzubringen? Dann hat man halt null Spielraum für den kleinsten Buckel im Gelände. Daher kommt die Idee mit Styrodur. Ich glaube auch KM1 hat das als Untergrund seiner neuen Messeanlage verwendet.
Mehr als 2 cm kann ich aber nicht verwenden, da die Einbauhöhe der KM1 DS nur 4 cm beträgt.

Ich hoffe, meine Frage ist nun klarer formuliert.

Vielen Dank und ein lieber Gruss

Uwe

Gerald

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6

Mittwoch, 20. April 2016, 09:55

Ah o.k., Du meinst also sozusagen als Trassenbrett.
Hier kannst Du sowohl Styrodur, als auch Styropor nutzen. Letzteres ist noch günstiger.
Auch muss es nicht 20 mm sein, 10er reicht auch. Wenn Du es mit dem Cuttermesser leicht unregelmässig (also ohne Stallineal) im Winkel von 30°-45° in entsprechender Trassenbreite trennst, hast Du direkt einfaches Spiel beim Einschottern.
Liebe Grüsse,
gerald ehrlich

7

Mittwoch, 20. April 2016, 10:01

Moin

auf meiner Anlage verwende ich auch Styrodur als Untergrund und bin damit sehr zufrieden.
Eine Geräuschdämmung entsteht dadurch nicht aber das Abrollgeräusch der Fahrzeuge ist doch um einiges dumpfer als vorher. Für mich klingt das angenehmer als direkt auf Sperrholz montiert.

Es halten auch Schrauben, natürlich keine Feingewindeschrauben aber Spaxschrauben schon. Ausschlaggebend war für mich aber das Gelände neben dem Gleis zu modellieren, damit nicht alles auf einer Fläche ist und so habe ich eine einfache Möglichkeit um etwa Entwässerungsgräben darzustellen oder Baumwurzeln einzuarbeiten oder.......
.
Gruß Uwe

Module/Segmentanlage im Bau - System Control 7/DCC++ - Rocrail/Rocweb - Epoche V - KBS 393
Meine Anlage - Bahnhof Sommerburg
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8

Mittwoch, 20. April 2016, 12:03

Hallo Uwe,

so wie du es gemacht hast habe ich es auch vor. Einfach flächendeckend Styrodur als Untergrund. Ich nehme allerdings an, dass man die Obefläche auch mit dem Kleber bepinseln muss. Sonst hält vermutlich auch nichts auf dem Material. So ist es glaube ich auch in einem der letzten 012 Express Ausgaben beschrieben worden.

Gruss Uwe

9

Mittwoch, 20. April 2016, 20:06

Hallo Uwe,

Als Profi anlagen Bauer benutze ich auch styrodur.

Bei mir kommt nimals styrodur unterhalb die Gleise.

Styrodur ist nicht Formferst. Unter Gleise immer holz nehmen. Für Landschaft ist es okay.

Komm mahl vorbei auf Intermodellbau. Da habe ich ein Modul wo ich es zeigen kann.
Geschäftlich zu erreichen: [email]railkees@gmail.com[/email]

Bis 27 August wegen Sommerferien geschlossen.

Mit freundlichen Grüssen

Kees-Jan van Vessem

Gerald

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10

Mittwoch, 20. April 2016, 22:27

Styrodur ist nicht Formferst.

Das ist ja, wenn überhaupt, eher ein Vorteil. Beim Vorbild walgt der Zug das Gleis durchs Schotterbett, was ein schönes Bild auch im Modell gäbe, aber selbst mit NUR Styropor (leider) nicht funzt.

Selbst bei einer Messinglok mit 10 kg verteilt sich das Gewicht auf mind. 500 qcm. Was soll sich da verformen? Auf eine Styrodurplatte kann ich mich stellen ohne dass sie Schaden nimmt. Hier verteilen sich dann allerdings 65 kg auf 600 qcm.
Wie bereits nun mehrfach von mehreren erwähnt, für den Geländebau ist es ein tolles Material. Als Gleistrasse hat es den Vorteil günstiger zu sein als Sperrholz, sich leichter und schneller verarbeiten lässt, Gewicht spart und eine dumpfere Akustik bietet. Der Nachteil liegt darin, nur kleben zu können. Klar kann man schrauben - aber nur 1x. Muss mann bspw. einen Weichenantrieb mal aus- und wieder einbauen, zieht eine Schraube nicht mehr.

Mach doch einfach mal ein Selbstversuch mit 30 cm Gleis und entscheide, ob es das ist, was Du willst.
Liebe Grüsse,
gerald ehrlich

11

Sonntag, 24. April 2016, 07:56

Hallo Uwe,

ich habe bei meinen Modulen für die Landschaft Styrodur benutzt. Diese Styrodurstücke/Platten sind Reste aus meiner Hausdämmung. Das Trassenbrett ist zweilagig und dadurch massiv genug um auch Jahre lang in Form zu bleiben. Natürlich sollten alle Holzoberflächen vor der Landschaftsgestaltung mit einem Lack, z.B. Schnellschliffgrundierung überzogen werden, um ein Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Das macht das Kleben der Dämmplatten mit einfachen Holzleimkleber natürlich nicht einfacher. Aber man kann auch einfache Abtönfarbe zum Kleben der Platten benutzen. Die Styrodurplatten würde ich mit einem Heißdraht schneiden, vorzugsweiße mit einem Schneidegerät. Entweder in der im Bild gezeigten Bügelform oder als in der Hand gehaltenes Gerät. Zur Not kann man auch nur den Schneidedraht kaufen, in die gewünschte Länge schneiden, mit zwei stromführenden Krokodilklemmen an eine geeignete Spannungsquelle anschließen und von handgehalten die wünschten Schnitte machen.



Benno
Henschel-Industrie-Diesellok und Güterverkehr im eigenen Hafen.

Beiträge: 52

Wohnort: Eschweiler

Beruf: Dipl.-Ing. Schienenfahrzeugindustrie

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12

Donnerstag, 28. April 2016, 15:56

Hallo zusammen,

ich habe mit Styrodur etwas Erfahrungim Bereich H0 sammeln können.

Wie weit sich das übertragen läßt, möge jeder für sich selbst entscheiden.

Gruß

Peter

Beiträge: 103

Wohnort: Dieverbrug, Niederlande

Beruf: Pensionär

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13

Donnerstag, 28. April 2016, 16:40

Gutes Project

Hallo Peter,

Ein sehr gutes Project, was du dar gemacht hat.

Gruesse,
Bert
Neu mit spur 1, aber seit sehr lange Zeit mit Module Anlange beschäftigt.

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