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1

Freitag, 22. Januar 2016, 10:12

Augsburger Spur 1er vor dem Aus?

Hallo Spur 1 Freunde,

scheinbar geht es wieder einmal einem Club unserer Nennweite an den Kragen:

Zeitungsartikel - die 1er unter dem Dach der MIGA werden ihre noch unfertige Anlage wohl nicht mehr zu Ende bauen können... Sie können da nur noch ihren, wie man inzwischen weiss, vergeblichen Investitionen nachtrauern. Offensichtlich hat mal wieder der Kommerz gesiegt.

Da freut man sich (noch), das es bei uns in diesem Jahr zumindest mal bis zum 20sten gelangt hat und wünscht den Kameraden aus Augsburg einen in jeder Form - hoffentlich - positiven Ausblick in die Zukunft.

Gruß Peter
Du willst mehr? Mehr gibt´s hier:
http://www.spur-1-freunde.de ;)

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2

Freitag, 22. Januar 2016, 11:49

Hallo,

traurig, ein wenig Hoffnung besteht ja noch. Vielleicht hat der Architekt ja eine Idee wie man das Gute mit dem Nützlichen verbinden könnte, gute PR ist ja immer nett.

Tatsächlich ein Grund immer (selbst im Eigenheim) so zu bauen das man es ohne große Verluste zerlegen und abbauen kann.

Bei mir war es alleine schon ein Umzug mit der Bahn in ein größeres Zimmer. Da hatte es sich schon gelohnt die Bahn auf Segmenten anzulegen die man heile durch die Zimmertüren bekommt...

Peter

3

Samstag, 23. Januar 2016, 13:57

Hallo Leute,

das wäre echt schade, hätte mir die Anlage zu gerne mal angeschaut, wenn ich mal die Zeit gefunden hätte.

aber vielleicht kann man doch noch was retten.

Schöne Grüße
Norman

4

Freitag, 5. Februar 2016, 10:29

MIGA Augsburg

Hallo,

retten wird schwierig. Unser Vorsitzender versucht es mit Öffentlichkeit. Hier findet man ein kurzes Video von A-TV.

http://www.augsburg.tv/mediathek/35544

Das ist zwar "nur" H0, aber damit haben wohl die meisten von uns angefangen. Spur-1 ist nicht mehr so präsentabel, weil das rollende Material weitgehend gesichert wurde.
Hier kann man von der im Bau befindlichen Anlage noch einen Eindruck gewinnen.

Modellbahn Interessengemeinschaft Augsburg e.V.

Grüße
Hermann Schnetzler

5

Freitag, 5. Februar 2016, 10:55

Das ist das Typische Verhalten eines Konzerns ohne Emotionen, das hätte wenn die Herren der Entscheidungen
nur einmal 2 Minuten darüber nachgedacht hätten auch anders enden können.
Zumal das eh schon auf Grund laufende Image der Bahn diesen Anlass zum polieren hätte nehmen können, und
auch noch schlank raus gekommen wäre.

Schlagzeile: "Deutsche Bahn rettet den Bestand eines alt eingesessenen Modelleisenbahnvereins" Hurra!!!

Statt dessen ist das abgetan mit normalen Geschäftsgebaren und normaler Marktwirtschaft, einfach mal was nicht normales machen,
eventuell laufen dann auch die Züge in 1:1 besser.

Eventuell hätte der Verein noch energischer in der Öffentlichkeit auftreten müssen, und eher an den Bürgermeister ran gehen,
ich habe ja keine Ahnung wie lange das alles schon läuft.

Das ist für mich wieder ein Stück Kulturgut das da verschwindet. Die Unterstützung der Öffentlichen Hand von Vereinen
mit Öffentlichkeitsarbeit ist echt beschämend zurück gegangen, und das seit Jahren.

Aber bei der Bundes - Landes- und Kommunalpolitik wundert einen ja nichts mehr. Rekordsteuern, Rekordeinnahmen, aber für nichts
ist Geld da. Schon sehr bedenklich. ?(

Viele Grüße
Peter Hornschu
Peter

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6

Freitag, 5. Februar 2016, 17:17

Augsburger Spur 1er vor dem Aus ?

Wie Peter schon schreibt , Konzern ohne Emotionen . Aalglatte Bahn würde ich sagen . Jeder kocht sein Süppchen und alle sprechen aneinander vorbei .

Vor nicht allzu langer Zeit nannte sich das noch Beamtenbahn . Man war bemüht Arbeit zu vermeiden und freute stillschweigend über jeden Mitbewerber der die Geschäftsfelder in der Fläche übernahm .

Gut in Erinnerung noch die große Freude " Die Bahn hat sich das Rauchen abgewöhnt " Danach konzentrierte man sich auf das betriebswirtschaftlich optimale Netz .

Gut erhaltene Anlagen wurden geschliffen oder einfach nur dem Verfall überlassen so das man sich eigentlich mancherorts über diesen Zustand nur schämen kann .

Güterverkehr als Haupteinnahmequelle findet zur Erbauung der Allgemeinheit auf der Straße statt . Jetzt müsste man nur noch die lästige Personenbeförderung los werden .

In den 60 gern gab es in fast jedem größeren Bahnhofsgebäude Modellbahnanlagen , meist unter Glas , die für wenig Geld in Betrieb gingen . Gerne gesehen und umlagert .
Es gab Clubanlagen und auch mobil in alten Reisezugwagen . Offensichtlich war damit nicht genug Schnitt zu machen . Leerstand ist billiger ?

Es gibt leider fast keine emotionalen Anknüpfungspunkte mehr bei der DB . Bleibt zu hoffen das man das noch früh genug erkennt und siehe Meiningen auch noch darin investiert .
Vielleicht wäre das ja auch ein idealer Anlaufpunkt für eine dauerhaft ortsfeste Spur 1 Anlage . Spur 1 ist dort zumindest unterrepräsentiert .

Viele Grüße
Günter Schmalenbach
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

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7

Freitag, 5. Februar 2016, 17:27

Augsburger Anlage vor dem Aus.

Hallo und guten Tag Spur 1er,
mit Behörden und Firmen in der Größenordnung der DB AG vernünftig zusammen zuarbeiten ist fast nicht möglich.
Ich habe das selbst erfahren dürfen als ich 1979 weit vor den Gebr. Braun in Hamburg die Miniatur Wunderwelt nach
Kassel (mitten in Deutschland) bringen wollte (auch Spur 1).
Die längste Gerade für die Gleisanlage wären ca. 200 m gewesen!
Ich hatte 1975 auf dem Gelände meine 2. H0 Anlage in der Größe 38 x 17 m fertig das war eigentlich mein Gesellenstück
für dieser Vorhaben.
Die Nutzung des Geländes habe ich gleichzeitig (Kraft meines Amtes) dem Verein Hessen Kurier mit mehreren Dampf-und Diesellokomotiven und
zahlreichen historischen Wagen mehrere Jahre in der Liegenschaft ermöglicht.

Es ging um einen riesigen Gebäudekomplex in dem man diese Wunderwelt locker unterbringen konnte, wesentlich größer
als in Hamburg und es hätte dem Steuerzahler nichts gekostet da ich die Mittel für das Vorhaben hatte.
Weiter hat das Gelände (37 000 m² ) einen Gleisanschluss, Fußballfeld große Räume, ca. 250 Parkplätze usw.

Der Krieg zwischen den Kasseler Parteien machte das Vorhaben unmöglich.

Als dann viele Jahre später Hamburg die Türen öffnete wurde ich von dem Kasseler Kultur Dezernenten kontaktiert das
könnten wir doch auch machen.
Ich habe den Politikern dann zu verstehen gegeben das Hamburg jetzt nicht mehr zu toppen ist und ich mein
Geld anderweitig ausgeben will. :P

Übrigens das besagte Gelände mit zahlreichen Gebäuden steht noch immer ohne Nutzung es zerfällt immer mehr. :(
Das einzige was hier wächst ist das Unkraut und die Birken auf den Dächern und das mitten in bester Lage Kassels.

Soweit meine Erfahrung zu diesem Thema
Gruß Ernst-Reiner

8

Freitag, 5. Februar 2016, 18:27

Hallo Ernst - Reiner,
was ein Jammer!
Die Miniaturwelt vor der Haustür, was würde ich dafür geben.
Wenn es sich um Frankfurt am Main gehandelt hätte, hätte ich vermutet, der Magistrat spekuliert auf teure Flächen für Wohngebäude, aber Kassel!?
Die haben damit eine einmalige Chance auf einen Besuchermagneten vertan, der der Innenstadt gut getan hätte.

Aber nach einer so langen Leerstandszeit ohne erhaltende Maßnahmen, kann man das Ensemble getrost vergessen, stünde es als Bauruine nicht weit sichtbar im Weg herum.

Nochmals schade, schade, schade.

Beste Grüße aus Künzell,
Steffen
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9

Freitag, 5. Februar 2016, 18:55

MIGA Augsburg ade ?!?

Hallo,

da sieht man auch mal wieder, welche Wertschätzung dem sogenannten nichtkommerziellen Ehrenamt von gewissen Personenkreisen letztendlich entgegen gebracht wird. Bei Sonntagsreden wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig freiwilliges Engagement ist und nicht immer alles nur unter monetären Aspekten betrachtet werden dürfe. Aber wenn sich dann mal ein paar Leute über Jahrzehnte zu so einer Leistung zusammen finden und auch Jugendlichen zeigen, daß es nicht immer nur Playstation oder Smartphone sein muß, dann wird es gerne mal dem schnellen und schnöden Mammon zum Fraße vorgeworfen. Das hier auch gleich noch ein mittlerweile überregional bekanntes Besucherziel ausradiert wird; was soll's.

Und um es auf die Spitze zu treiben, stelle ich hier einfach mal die Frage in den Raum, ob dieser Immobiliendeal auch so gelaufen wäre, wenn der bayerische MP kein bekennender Modellbahner aus Ingolstadt, sondern ein gebürtiger Augsburger wäre ???

Ich finde es einfach nur schade, daß einmal mehr privates Engagement in dieser Zeit keinen Wert als Solches mehr darstellt.

Auch wenn es wahrscheinlich nichts nützt, wünsche ich den Augsburgern doch noch alles Gute verbunden mit der Hoffnung, daß sich vielleicht irgendwelche Kommunalpolitiker noch rechtzeitig darüber klar werden, was privates Engagement für eine Kommune bedeuten kann und gemeinsam nach einer immer noch möglichen Lösung suchen.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Viel Erfolg den Leuten von der MIGA in ihren Bemühungen wünscht
Martin

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10

Freitag, 5. Februar 2016, 19:55

Ich würde vorschlagen diese Probleme - es ist vielerorts doch so - einmal Herrn Grube vorzustellen.
Der Mann kassiert soviel Monatslohn, dass er vielleicht einmal 10 min. über das Geschehen am Rande der Bahn nachdenken sollte,
Den Freunden der 1:1 Bahnen geht es leider auch nicht besser -
z.Bsp. SVG Stuttgart musste für viel Geld den verwahrlosten BBW-Boden in Horb kaufen um seine Fahrzeuge vor Stuttgart 21 zu retten.
Auch hier in Gotha mußte der stillgelegte Ostbahnhof von der Modellbahn geräumt werden, damit das Gebäude in Ruhe zerfallen kann.

;bahn;

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11

Freitag, 5. Februar 2016, 20:02

Die Bahn

Hallo Freunde,

Liege mit Erkältung und Durchfall im Bett und es ging mir warlich nicht besser,als ich den Thread von Peter Hornschu gelesen habe.
Alles richtig.
Als nicht mehr aktiver Eisenbahner in diesem Unternehmen,der Eisenbahner nicht als Beruf sondern als Berufung verstand(wenn auch Beamter),muss ich mich schämen.

Zwei ähnliche Situationen habe auch ich mitgemacht.In beiden Fällen war die Gier nach DM oder € stärker.
Modelleisenbahnclub Stuttgart musste aus dem Bahnhof Untertürkheim heraus und bekam nachdem die stationäre HO-Anlage zu 80% abgrwrackt werden musste in der zweiten Ebene vom Haltepunkt Universität eine neue teure Bleibe.Den Einbau einer geforderten Brandschutzfluchttreppe brachte den Verein fast an die Grenzen.
Den zweiten Fall erlebte ich in Rottweil,wo das Bahnhofsgebäude an einen Privatmann verkauft wurde und der seit jahrzehnten im Dachgeschoss weilende Modellbahnverein Rottweil,seine neue,um ein vielfaches höhere Miete nicht mehr bezahlen konnte und seine stationäre Anlage abbrechnen musste.Er hat mittlerweile wieder im Eschachtal eine Bleibe privat gefunden und ist am Aufbau einer neuen Anlage.
Ich glaube kaum,dass es Chancen für den Augsburger Club auf dem jetztigen Gelände geben wird,welches ja in bester Stadtlage direkt am Hauptbahnhof liegt.In der heutigen Zeit,wo Geiz geil ist,jeder versucht immer noch mehr und weiter zu kommen,ohne Rücksicht auf andere und sich ja keinen Fehler zu leisten oder sentimental zu werden,geht es auch in anderen Branchen wohl nur um Zuwächse und verdienen.

Und sich die gute alte Zeit zurückzuwünschen ist wohl auch nichts,denn was wäre dann aus unserem Spur1 Hobby??

Zitat

Vor nicht allzu langer Zeit nannte sich das noch Beamtenbahn . Man war
bemüht Arbeit zu vermeiden und freute stillschweigend über jeden
Mitbewerber der die Geschäftsfelder in der Fläche übernahm .

Übrigens Günter Schmalenbach,der Ausspruch stimmt nicht ganz,trifft aber wohl nur für einzelne Papiertaglöhner und nicht für die 99,9% Eisenbahner zu die Tag und Nacht ihren Dienst bei der Bahn machten und sie trotz allen hirnrissigen Entscheidungen der Politiker am Laufen gehalten haben.Die 0,1%standen warscheinlich unter dem Druck der Politiker und der Kraftfahrtloby oder haben sie es den Amerikanern abgeschaut,denn dort fiel ja auch die Eisenbahn zugunsten der Lastwagen und Buslobby zum Opfer.

Und im Übrigen hat die Eisenbahn den Wiederaufbau nach dem Kriege,trotz massiver Reparationsleistungen aus eigener Tasche erwirtschaftet.
Beispiel: Die Fima Baustoff Hohner (Strcke Rottweil Tuttlingen 14km)bestellt in Laufen bei Deisslingen bei Knauf einen Eisenbahnwagen voll Gipsplatten.Laufen ist 5km von Rottweil entfernt.
Der Wagen wird mittags nach Beladung von der V100 geholt und in Rottweil in den Nahgüterzug nach Kornwetheim eingereiht 122km.In Kornwestheim wird der Wagen behandelt und in den Ng nach Rottweil eingereiht.Am nächsten Tag fährt der Wagen zurück nach Rottweil wird da in die Übergabe nach tuttlingen eingereiht und kommt dann nach 263km Fahrt in Spaichingen an,welches nur 10km luftlinie von Laufen entfernt ist.
Fakt war halt,dass der Wagen mit der V100 etwa eine Stunde später schon in Spaichingen war,weil die V100 in Spaichingen planmässig Wagen abholen musste.
Es gäbe noch viele solcher Geschichten zu erzählen,aber dann würde ja die Beamtenbahn viel viel besser dastehen als die Volksmeinung es glaubt oder Ihr vorgemacht wird.Denn die Bahn war früher genauso kundenorientiert und keine Servicewüste wie allgemain angenommen.Aber auch nur weil der kleine Eisenbahner oder die Eisenbahner an der Front klar denken konnten.

Ich wünsche den Augsburgern dass sie vielleicht doch noch einen Fürspecher für Ihr Vorhaben bekommen.Bei der Bahn ist dort wohl Ihr Zug abgefahren,aber auf Komunalebene könnte doch noch was gehen.

Gruss Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »ospizio« (6. Februar 2016, 13:22)


  • »Ulrich Geiger« ist ein verifizierter Benutzer

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12

Freitag, 5. Februar 2016, 21:36

Probleme der Augsburger Spur 1er und der HOer

Hallo zusammen,
bei der MIGA in Augsburg ist es wirklich nicht gut gelaufen und es ist bedauerlich, wenn die Modellanlagen wegen Räumung des Gebäudes wirklich demontiert werden sollten. Ich war mehrfach bei meinem Freund in Augsburg, der bei der MIGA aktiv ist und mit ihm immer auch in diesem Gebäude zu Besuch. Insofern bin ich weitgehend im Bilde.
Und klar ist, dass sich die DB AG in diesem Fall nicht von der Sonnenseite gezeigt hat, aber sie ist, wie es der Gesetzgeber wollte, eine AG geworden. Und eine AG hat vor ihren Eigentümern, in diesem Fall ist es der Bund, die Pflicht, kaufmännisch zu wirtschaften und nicht mehr betriebsnotwendige Anlagen zu veräußern. Leider bleibt da kein Spielraum, sich überall wie ein "Sozialamt" zu verhalten. Das ist nun mal Fakt. Während meines langen Berufslebens bei dieser Bahn, sowohl bei der Behördenbahn als auch bei der späteren DB AG stand ich - als bekennender "Pufferküsser, Strecken-Erhaltungs-Liebhaber, Eisenbahn- und Modellbahnfreund" - immer wieder vor dem Dilemma, in der obersten Zentrale strategische Entscheidungen zu planen und zu verfolgen, die meiner "persönlichen Eisenbahn-Freund-Seele" zuwider waren. Aber der Job verlangt solche Dinge. Das ist in anderen Sparten und bei Großbetrieben nicht anders.
Aber als ehemaliger Spitzenbeamter der Bahn verwahre ich mich gegen diese Ausführungen in Beitrag 6, denn hier wird ein ganzer Berufsstand pauschal verunglimpft.

Zitat

Zitat
Vor nicht allzu langer Zeit nannte sich das noch Beamtenbahn . Man war bemüht Arbeit zu vermeiden und freute stillschweigend über jeden Mitbewerber der die Geschäftsfelder in der Fläche übernahm .

Schöne Grüße und den Augsburgern viel Glück
Ulrich Geiger
Ein Schwabe in Mittelhessen
- Wir können alles außer Hochdeutsch -
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(Avatar: mein Himalya-Khumbu-Trekk zum Yeti und noch rd. 5 Tages-Etappen zum Mt. Everest Base Camp, der Kleine Nepali an meiner Seite ist Sherpa-Guide Kumar, im Hintergrund v. l.n. r. Mt. Everest, Lotus, Lotus Shar)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ulrich Geiger« (5. Februar 2016, 22:00)


13

Samstag, 6. Februar 2016, 00:21

MIGA Augsburg

Liebe Freunde der Spur 1,

bevor das hier in einen allgemeinen "gegen die DB-Krieg" ausartet, möchte ich um verbale Abrüstung bitten.
Meine Absicht war schon, auch hier nochmal für unseren Verein und Spur1 Öffentlichkeit herzustellen. Wer weiß, wer hier alles mitliest!

Aber ohne DB mit ihren Vorgängern und DDR-Variante wäre unser verrücktes Hobby unmöglich. Nicht zu vergessen, wir alle sind schließlich deren Eigentümmer.

Wirtschaftliches handeln und seriöses Geschäftsgebaren schließen sich nicht aus. Das hat beim Verkauf dieser Immobilie - vorsichtig gesagt - nicht gepaßt.
Solange die neuen Eigentümmer nicht sagen, was sie vorhaben, bleibt die MIGA-Tür einen Spalt offen.

Grüße
Hermann Schnetzler

  • »gschmalenbach« ist ein verifizierter Benutzer

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14

Samstag, 6. Februar 2016, 08:55

Die Bahn

Lieber Herr Geiger ,

es geht gegen Niemanden persönlich und auch nicht gegen einen Berufsstand !

Nahezu 100 % aller Eisenbahnbediensteten haben und üben Ihre Berufung mit Hingabe und Idealismus aus .

Auf Entscheidungen die an anderer Stelle getroffen werden hat der Einzelne dabei fast keinen Einfluss .

Mit freundlichen Grüßen
Günter Schmalenbach
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

  • »Ulrich Geiger« ist ein verifizierter Benutzer

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15

Samstag, 6. Februar 2016, 10:58

Herr Schmalenbach,
dann unterlassen Sie doch zukünftig solche verunglimpfenden Aussagen wie in Ihrem Beitrag Nr. 6 - oder stammen diese etwa nicht von Ihnen?!
Kopfschüttelnd!
Schöne Grüße und viel Hoffnung für die Zukunft der MIGA
Ulrich Geiger
Ein Schwabe in Mittelhessen
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  • »michel« ist ein verifizierter Benutzer

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16

Samstag, 6. Februar 2016, 21:59

Die Bundesbahn

Lieber Wolfgang,

es ist immer wieder erstaunlich, was Du aus dem praktischen Lokführerleben zu berichten weißt. Sowas liest man nie in einem Buch über die Bundesbahn. Dinge aus dem täglichen Bahnalltag. Ich versuche beim Modellbahnspielen natürlich, die Regeln und Verordnungen vom Original umzusetzen, aber ich weiß auch: Nichts war (wegen der engagierten Bahnmitarbeiter) unmöglich bei der Bundesbahn. Deshalb sind Deine Schilderungen sehr hilfreich. Du solltest darüber ein Buch schreiben!

Sorry, das ich hier vom Thema abgewichen bin. Ich wünsche den Modellbahnern in Augsburg ganz herzlich eine Lösung, die ihre Modellbahnaktivität weiterleben läßt.

Viele Grüße

Der Michel

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