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1

Dienstag, 25. Juni 2013, 11:40

Detailierungsgrad bei Wagen - einfach Varianten gewünscht?

Wertes Kollegium,

als ich in Sinsheim den Demko Containertragwagen sah, staunte ich nicht schlecht was dort alles an "Hydraulikleitungen" und "Rohren" zu sehen ist. Sicherlich alles vorbildgerecht. Ok, Vorbestellpreis 700 Steine, danach 800 Steine (ich war dem Herzkasper nahe).

Ok, solches Detailierungniveau kostet Geld, ist alles Handarbeit, das verstehe ich ja.

Aber wieviel sieht man noch davon, wenn ein Container drauf ist?

Ich bin ja WEGEN der Detailierung zur Spur 1 gewechselt und auch die Handräder und "Regler" an solchen Wagen sind toll anzusehen, also all das, was man von AUSSEN sieht. Meinetwegen - und das ist meine bescheidene Meinung - kann unter dem Wagen tote Hose in Bezug auf Detailierung sein. Und auch all das, was ich sowieso nicht sehe wenn ein Container drauf ist.

Bin ich mit dieser Meinung alleine?

Ich wollte schon Demko anschreiben was 10 Stück dieser herrlichen Wagen kosten OHNE diesen ganzen Schnickschnack? Aber das werden sie wohl nicht fertigen, wie soll man sonst im Wiederverkauf die "einfach" Varianten von der Serie unterscheiden? (unterschiedliche Artikelnummern???)

Wie meint Ihr zu diesem Thema?



Viele Grüße,

Kalle

2

Dienstag, 25. Juni 2013, 11:57

Hallo "Drehscheibe",

eigentlich antworte ich auf anonyme Fragensteller nicht, aber das Thema betrifft und bewegt mich ja als Hersteller wie als Sammler auch.
Wenn man zwei Wagenversionen pro Typ anbieten würde würde das so gut wie Niemanden was bringen, denn
die durch die kleineren Stückzahlen zu erhöhenden Preise würden den Vorteil wieder auffressen.
Sprich:
Durch die kleinere Gesamtmenge würde der gut Detailierte Wagen deutlich teurer und der wenig Detailierte
durch die kleinere Gesamtmenge nicht so viel Günstiger als erwartet.
Dazu kommt für den Hersteller noch was Entscheidenes:
Die Kunden die nachträglich "sich es anders überlegen" und den voll aufgerüsteten haben wollen.
Da man aber zu einen Zeitpunkt die Produktionsmenge festlegen muss, ergibt das unheimlichen Ärger.
So geschehen bei meinen ehem. Arbeitgeber zu früheren Zeiten mit den Finescale- Loks.
Viele wollten tauschen und zum Schluss blieben fast unverkäufliche Finescale- Maschinen übrig.
Daher finde ich das jeder Hersteller seine Ausstattung hat und diese sein Preis.
Wenn Herr Helmig den Containerwagen herstellt hat er sein Firmenimage und Philosophie im Hinterkopf,
da will man nicht "abspecken".
Ich verstehe die Forderung nach günstigen Modellen, aber jede Firma hat halt sein Kundenkreis in einen Segment.

Grüße, Rainer Herrmann

[url]www.spur1-werkstatt.de
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Noch was zum Nachtrag:
In einen anderen Treat wurde behauptet das Heute keiner mehr kalkuliert. So ein SCHROTT habe ich lange nicht gehört...
-Nur Wer seine eigene Groesse kennt - laesst anderen die Ihre !!!

-Ich behalte mir vor auf Beiträge nicht zu antworten, wenn sie nicht mit vollem Namen unterschrieben sind.



-meine Homepage: www.spur1-werkstatt.de

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3

Dienstag, 25. Juni 2013, 12:00

Hallo Kalle,

da hast du aber ein Fass aufgemacht....
Ich bin persönlich für eine maximale Detailierung, die Gründe in Spur 1 hast du ja selbst benannt.... Ich denke, das "Problem" liegt darin, was man möchte. Fahre ich Ganz-Züge auf einer Riesen-Anlage brauche ich nicht die letzten Details, da kommt es auf den gesamten Eindruck an. Fahre ich aber auf einer kleinen, aber feinen Anlage (Module z.B.) womöglich noch einigermassen massstabsgetreu, dann möchte ich möglichst viele Details und vorbildgerecht. Das gleiche gilt natürlich auch für Loks... Ich denke, ein Hersteller wird das nicht mehr differenzieren. Ich finde, dass mit den günstigeren Classic-Modellen/Kunststoff-Modellen ja schon eine Möglichkeit geschaffen ist. Wenn das Wunsch-Modell dann nicht in einer solchen Bau-Weise gibt, ist dann "blöd".
Ralf
Eisenbahn-Modellbau in 1

4

Dienstag, 25. Juni 2013, 12:21

Hallo, Koch-Spur1 hat doch auch einen Tragwagen in Vorbereitung, in Sinsheim sah das doch recht gut aus, ich denke das der günstger zu haben ist. Das wäre dann doch eine alternative.

Grüße
Peter Hornschu
Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hornschu« (25. Juni 2013, 13:19)


5

Dienstag, 25. Juni 2013, 12:42

Hallo,

das war ja schon oft ein Thema hier im Forum.

Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, bin ICH nicht von Kleinserien-H0 zur
Spur 1 gewechselt, um dann Sachen von Loks abzubauen (von Zurüstung gar nicht zu reden),
nur um sie durch 1020er Radien zu quälen.

Aber jeder so, wie er möchte.

Grüße.

Sammy

Andre Schulze

unregistriert

6

Dienstag, 25. Juni 2013, 12:48

Hallo,

ich sehe das auch so: man geht ja auch zu großen Spuren um einen herrlichen Detailreichtum zu haben. Das ist doch genau das, was Spur 1 ausmacht.

Ich würde keine Modelle kaufen, die "entfeinert" wurden.

Gruss.. André Schulze

7

Dienstag, 25. Juni 2013, 15:12

Nun ja, ich bin ja selbst ein Anhänger der Spur 1 Detailierung und der Möglichkeiten, sonst hätte ich ja nicht gewechselt.

Und um Radien ging es hier sowieso nicht.

Die Frage die ich in den Raum stellte ist ob man auf Detailierung die man NICHT sieht, weil sie verdeckt ist (z.B. durch Container oder durch Details die ich nur sehe, wenn ich den Wagen von unten betrachte), ob ich nicht dann aufgrund eines wesentlich niedrigeren Preises darauf verzichten kann?

Nun, die Argumente von Rainer kann ich nachvollziehen. Dann scheine ich mit meiner Meinung eine Minderheit zu repräsentieren? (was nicht schlimm ist ...)

Viele Grüße,

Kalle

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8

Dienstag, 25. Juni 2013, 15:25

Hallo Kalle,

irgendwie kann ich dich ja auch verstehen, gerade bei einem Container-Tragwagen, aber... vielleicht will ja auch jemand den ohne Container fahren lassen. Außerdem gibt es ja jede Menge Sammler, und wie oben geschrieben eine Firmen-Philosophie....
Ich denke, das ist ein ganz schwieriges Thema, denn wo willst du die Grenze ziehen? Was sieht man bei einer Bremsanlage, was nicht? Was sieht man von einer Innen-Einrichtung? Sieht man bei einer geschlossenen Lok die Amaturen? usw. Ich find´s schwierig.

Gruss Ralf.
Eisenbahn-Modellbau in 1

9

Dienstag, 25. Juni 2013, 17:31

weniger ist mehr

Hallo Ralf,

bin ganz bei Dir.
Ich bin unter dem Motto zur Spur1 gewechselt.....weniger ist mehr....
Soll heißen, lieber ein paar Fahrzeuge weniger, aber dafür mehr Detailstreue.

Bis dann,
Burkhard

10

Dienstag, 25. Juni 2013, 19:30

Weniger ist mehr!

...das sehe ich auch so, und auch bei mir war es ein Grund für den Einstieg in die Spur1.

Ich mußte einfach feststellen, daß weitere "10 Gramm Schnellzugwagen" in Spur N in mir nicht das Gefühl von EISENbahn hervorriefen.

Als ich mit der 1 anfing, gab es aber auch noch nix. Fast nix. Man freute sich über jeden gut gemachten Wagen - und ob des geringen
Angebots waren meine Ansprüche an einen Waggon zunächst eher gering: um überhaupt ein paar Fahrzeuge zum rangieren mit einer
V100 zu erhalten!
Der Umbau eines alten Märklin Güterwagens auf Federpuffer erhöht außerdem das Selbstwertgefühl.

Und dann kam Hübner! Wer erinnert sich noch an das 4er Set Omm52 für 600 DM ? Plötzlich waren wirklich schöne Fahrzeuge so leicht
zu erhalten...

Inzwischen reduziere ich wieder. Baue um. FineScale. Gleise vom Hosenträger.
Um festzustellen, daß man auch nur mit einer Lok (in FineScale), zwei Waggons und nur einer Weiche herrlich spielen kann!

Aber auch, wenn weniger definitiv mehr ist, hat es durchaus seinen Reiz, mit einem 15m-Zug durch den Garten zu pflügen - und dann
ist mir auch egal, wie viele Zinken die Gabel im Speisewagen hat: die Fahrzeuge dürfen dann ruhig etwas einfacher sein.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß sich ein sog. "Nietenzähler" sich dem Reiz entziehen kann, einfach nur mal richtig zu fahren!
Hat eigentlich das in Borken gefundene Federpaket wieder den Weg ins Fahrwerk gefunden? ;)

Als Beispiel fällt mir gerade ein Filmchen ein. Man beachte alleine die Radien! http://www.youtube.com/watch?v=R37KXNQ2VyI

Weniger ist mehr. Mehr aber nicht zwangsläufig weniger - selbst dann nicht, wenn der Detailierungsgrad nicht so hoch ist. Oder?


Meint jedenfalls

Patrick

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11

Dienstag, 25. Juni 2013, 21:28

Weniger ist mehr

Hallo Patrick und Burkard,

Klasse,ganz meine Meinung.

Gruss wolfgang

12

Dienstag, 25. Juni 2013, 21:57

Hallo,

Rainer und Oliver haben es von der wirtschaftlichen Seite auf den Punkt gebracht.

Entweder richtig oder gar nicht. Für 80-Achsen Ganzzüge, für die wesentlich einfachere Modelle sicher ausreichen, die in zwei Meter Abstand an mir vorbeifahren, fehlt mir der Platz.

Wenn man einmal den Hübner Pwg 14 oder die Kds-Wägen, oder die Modelle aus Lauingen einmal umgedreht hat, oder sich an den feinen Super finescale-Radsätzen freut, will von dem Standard nicht mehr weg.

Das Gefühl der Masse von Eisenbahn und die Detaillierung, auch das Wissen um die Detaillierung, die man nicht gleich sieht - das macht die Eins für mich aus.

Grüße und einen schönen Abend

Wolfram

13

Dienstag, 25. Juni 2013, 22:01

Hallo miteinander,
der Hr. Hermann argumentierte :
"die durch die kleineren Stückzahlen zu erhöhenden Preise würden den Vorteil wieder auffressen.."
Genau DAS glaub ich nicht, denn warum sollte eine kleinere Gesamtmenge entstehen ?
Diejenigen, die auf feine Detaillierung Wert legen, die kaufen sowieso und stellen in die Vitrine.
Diejenigen, die im Garten oder auf großem Kreis "herumrumpeln" wollen, kaufen das teure Ding nicht, weil zu schade dafür.
Wenn es aber eine "abgespeckte" billigere Version auch gäbe, dann kauft er die sehr wohl, d.h. Gesamtmenge erhöht sich ++
meint der Peter

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14

Dienstag, 25. Juni 2013, 22:16

Detaillierung

Hallo Wolfram,

Meine Frau und ich bekamen von Herrn Hübner damals im Verkaufsraum in Tuttlingen bei einem Besuch das fertige Handmuster des Pwgs vorgeführt.Ohne Dach konnten die versteckten Feinheiten sogar meine Frau zum Staunen bringen.Sie war ob der Detaillierung begeistert und sie meinte,dass es schade wäre ein durchgefärbtes Dach auf den Wagen zu machen.Besser wäre es ein Dach aus durchsichtigem Plexiglas,damit man die Inneneinrichtung sehen kann.

Gruss Wolfgang

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